Australischer Dollar-Prognose: Aufmerksamkeit richtet sich auf die Fed
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- AUD/USD baut den Rücksetzer vom Montag aus und nähert sich der Marke von 0,7100.
- Der US-Dollar setzt seine Hausse vor dem FOMC-Ereignis am Mittwoch fort.
- Die Fed wird voraussichtlich ihren FFTR um 25 Basispunkte anheben.
Der australische Dollar (AUD) baut den negativen Wochenstart aus und drückt AUD/USD zurück an die Grenzen der 0,7100er Region, die den Abwärtskorrekturverlauf vorerst recht gut zu halten scheint.
Der zweite Tagesrückgang in Folge des Paares folgt erneut der verbesserten Stimmung rund um den US-Dollar (USD) vor dem Hintergrund einer marginalen Korrektur der US-Staatsanleiherenditen, während sich die Marktteilnehmer weiter auf das wichtige FOMC-Ereignis am Mittwoch vorbereiten.
Unterdessen wirkt der seit Juli bestehende Aufwärtstrend von AUD/USD nach den mehrwöchigen Höchstständen der vergangenen Woche nördlich der 0,7200er Marke leicht angekratzt. Die insgesamt weiterhin positive Haltung des Paares stützt sich jedoch nach wie vor auf den hawkischen geldpolitischen Bias der Reserve Bank of Australia (RBA) und die erhöhte heimische Inflation.
Binnenwirtschaftliche Widerstandsfähigkeit trifft auf anhaltende Inflation
Die australische Wirtschaft schneidet weiterhin günstig im Vergleich zu vielen ihrer G10-Pendants ab, gestützt durch die Binnennachfrage und positives Wirtschaftswachstum. Die anhaltende Inflation stützt zudem die vorsichtige, datenabhängige geldpolitische Haltung der RBA.
Die Geschäftstätigkeit blieb im August im Expansionsbereich, nachdem die endgültigen Einkaufsmanagerindex-(PMI)-Daten zeigten, dass der Index für das verarbeitende Gewerbe unverändert bei 52,0 blieb, während der Dienstleistungsindex leicht auf 53,2 zurückging.
Die Handelsdaten lieferten ein weiteres positives Signal: Australien verzeichnete im Juli einen Überschuss von 1,923 Mrd. A$, nach dem im Juni ausgewiesenen Überschuss von 2,341 Mrd. A$.
Die Wachstumszahlen fielen jedoch weniger ermutigend aus. Tatsächlich expandierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2026 um 0,4% QoQ, nach 0,3%, während das Jahreswachstum bei 2,1% lag, nach einem vorherigen jährlichen Wachstum von 2,5%.
Auch der Arbeitsmarkt zeigte im Juli Anzeichen eines nachlassenden Momentums. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,5%, während die Beschäftigungsveränderung nach einem revidierten Anstieg von 80,3K im Vormonat um 15,8K zurückging.
Die Inflation bleibt die wichtigste Einschränkung, wobei die Daten für Juli zeigten, dass der Preisdruck deutlich über dem Zielband der RBA von 2%-3% lag, was darauf hindeutet, dass die Rückkehr zum Zielwert uneinheitlich und langwierig bleiben könnte. Allerdings ging die Gesamtinflation im Juli auf 3,5% zurück (von 3,8%), während der vom Trimmed Mean erfasste zugrunde liegende Preisdruck bei 3,6% stabil blieb.
Die Messung der Inflationserwartungen der Verbraucher des Melbourne Institute untermauerte diese Sichtweise und stieg im August auf 4,9% von 4,7%.
Die Zahlen lassen die Inflationsaufgabe der RBA unvollständig. Die Entscheidungsträger erwarten, dass die Inflation erst Anfang 2028 wieder das Ziel erreicht, was den Fokus eher auf Geduld als auf eine baldige geldpolitische Kehrtwende legt.
China sorgt für Stabilität, nicht für neuen Schwung
China sorgt für Stabilität für die australische Wirtschaft, aber nicht für den Wachstumsimpuls, der den australischen Dollar in früheren Expansionsphasen gestützt hat.
Die chinesische Wirtschaft wuchs im Zeitraum April bis Juni im Jahresvergleich um 4,3%, während das Wachstum der Industrieproduktion wieder an Fahrt gewann und seit Jahresbeginn um 5,2% zulegte, und der Handelsüberschuss im Juli auf 119,1 Mrd. USD ausweitete, gestützt durch ordentliche Zuwächse bei Importen und Exporten. Auf der negativen Seite blieb der Konsum jedoch schwach, nachdem die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich nur um 0,4 % gestiegen waren.
Darüber hinaus zeichneten die Unternehmensumfragen ein gemischtes Bild: Das Nationale Statistikamt meldete, dass sich der Manufacturing PMI im August auf 49,8 von 49,2 verbesserte, während der Services PMI unverändert bei 49,0 blieb. Andererseits bleiben private Indikatoren wie RatingDog im Expansionsbereich, mit Manufacturing bei 51,5 (von 50,9) und Services bei 51,4 (von 50,4).
Der disinflationäre Druck scheint im August eine Verschnaufpause eingelegt zu haben, wobei der VPI im Jahresvergleich um 0,8% zulegte, nach 0,5%, während die Preise auf Monatsbasis um 0,4% stiegen. Die Erzeugerpreise stiegen in den vergangenen zwölf Monaten um 3,8%, nach dem im Vormonat verzeichneten Anstieg von 3,5%.
Die People's Bank of China (PBoC) beließ ihre Loan Prime Rates bei ihrem jüngsten Termin unverändert und hielt den einjährigen Satz bei 3,00% und den fünfjährigen Satz bei 3,50%.
China liefert somit weder einen großen Schub noch einen nennenswerten Gegenwind. Solange die Daten keine klarere Beschleunigung oder Verschlechterung zeigen, dürfte sein Einfluss auf AUD/USD begrenzt bleiben.
Die RBA hält weitere Straffung auf dem Tisch
Die RBA beließ ihren Official Cash Rate (OCR) am 11. August unverändert und behielt einen klaren Straffungsbias bei, wobei sie die über dem Ziel liegende Inflation und Aufwärtsrisiken für den Ausblick anführte. Die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, fiel einstimmig.
Das Protokoll bestätigte diese vorsichtige, aber hawkische Haltung. Mehrere Mitglieder warnten, dass sich Inflationsrisiken materialisieren könnten, was den Vorstand dazu veranlassen würde, auf eine Anhebung der Zinsen vorbereitet zu sein. Mögliche Druckquellen sind verstärkte Investitionen in Rechenzentren, die Weitergabe von Kosten und höhere Energiepreise.
Die Entscheidungsträger diskutierten eine Anhebung um 25 Basispunkte, kamen jedoch zu dem Schluss, dass die aktuelle geldpolitische Ausrichtung ausreichend restriktiv sei. Sie räumten zudem ausgewogenere Risiken ein, darunter fallende Hauspreise und die Möglichkeit, dass die Inflation zurückgehen könnte, ohne dem Arbeitsmarkt nennenswert zu schaden.
Vor der Sitzung im September wurden neue BIP-, Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten erwartet, sodass die Geldpolitik von den eingehenden Daten abhängen wird.
Die Märkte preisen bis zum Jahresende eine Straffung von etwas mehr als 38 Basispunkten ein und erwarten, dass die RBA den OCR auf ihrer Sitzung am 29. September um 25 Basispunkte anheben wird.
AUD/USD-Bullen stehen vor einem entscheidenden Test bei 0,7200
Basisszenario
Der mittelfristige Ausblick bleibt auf weitere Gewinne ausgerichtet, solange AUD/USD über seinem einfachen 200-Tage-Durchschnitt (SMA) bleibt, der derzeit in der Nähe der psychologisch wichtigen Marke von 0,7000 liegt.
Weitere Fortschritte werden weiterhin einen recht starken Katalysator erfordern. Ohne eine anhaltende Verbesserung des Risikoappetits oder eine fortgesetzte Schwäche des US-Dollars könnte das Aufwärtsmomentum zu verblassen beginnen.
Bull case
Ein stärkeres Risk-on-Umfeld und ein überzeugender Ausbruch über 0,7200 würden das Hoch von 2026 nahe 0,7280 in den Blick rücken.
Über diesem Niveau liegt der Widerstand an der runden Marke von 0,7300, gefolgt von der Obergrenze von 2022 bei 0,7593.
Bear case
Eine Verschlechterung der globalen Risikostimmung, erneute Stärke des Greenback oder weitere Schwäche bei den chinesischen Daten könnten frisches Verkaufsinteresse im Spot auslösen.
Die erste Unterstützung liegt am September-Boden bei 0,7108 (14. September), gefolgt von den vorläufigen 100-Tage- und 55-Tage-SMAs bei rund 0,7080 bzw. 0,7050. Das wichtigere Niveau bleibt der 200-Tage-SMA.
Ein Bruch unter diesen Bereich würde die breitere konstruktive Struktur schwächen und das Risiko eines tieferen kurzfristigen Rückgangs erhöhen.
Shorts werden abgebaut, während die Marktteilnahme stark zunimmt
Laut der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ließ die bärische Positionierung im AUD in der Woche bis zum 8. September weiter nach. Tatsächlich verbesserte sich die Netto-Spekulationspositionierung um rund 4,5 Tsd. Kontrakte und erreichte nahezu 35 Tsd. Kontrakte. Zudem stieg die 4-Wochen-Veränderung um mehr als 4,3 Tsd. Kontrakte, was auf eine klare Verbesserung des kurzfristigen Momentums hindeutet.
Auch das Open Interest stieg deutlich um fast 63,8 Tsd. Kontrakte auf etwa 455,5 Tsd. Kontrakte, ein Plus von rund 16 %. Die Bewegung deutet auf eine Kombination aus Short-Covering und neuen Long-Positionen hin und nicht auf einen bloßen Rückzug aus dem Markt, wobei die Netto-Shorts zurückgingen, obwohl die Teilnahme zunahm.
Das spekulative Exposure verbesserte sich auf -7,7 %, obwohl sich sein Perzentil auf 84,2 erhöhte. Das bedeutet, dass das bärische AUD-Exposure trotz der jüngsten Verbesserung historisch erhöht bleibt. Auch das Netto-Positions-Perzentil stieg auf 72,4, was darauf hindeutet, dass die Positionierung weniger bärisch wird, aber noch nicht annähernd neutral ist.
Insgesamt verliert die bärische Tendenz des Aussie an Dynamik, und der starke Anstieg des Open Interest unterstreicht die Bedeutung der jüngsten Verbesserung. Allerdings zeigt das erhöhte Exposure-Perzentil, dass Short-Positionen weiterhin erheblich sind. Vorerst deuten die Daten eher auf einen anhaltenden Abbau der bärischen Überzeugung als auf eine vollständig bestätigte bullische Umkehr hin.
Fed-Entscheidung rückt für den Aussie in den Mittelpunkt
Die Dynamik des US-Dollars, die globale Risikostimmung und geopolitische Entwicklungen bleiben die wichtigsten kurzfristigen Treiber für AUD/USD.
Unterdessen steht im Inland als Nächstes die Veröffentlichung des Westpac Leading Index an, wobei der eigentliche Fokus definitiv auf der FOMC-Sitzung liegen wird, bei der eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte eingepreist ist.
Über die unmittelbaren Veröffentlichungen hinaus zählen zu den Hauptrisiken eine stärkere Abschwächung in China, eine anhaltend vorsichtige Federal Reserve, eine Verschlechterung der Risikobereitschaft der Anleger oder eine Änderung der aktuellen geldpolitischen Haltung der RBA. Jede dieser Entwicklungen könnte den Ausblick für den Australischen Dollar rasch verändern.
Technisches Bild
Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7129 und hält eine konstruktive Tendenz, da es über den 55-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) liegt, die sich grob zwischen 0,7060 und 0,7006 bündeln. Diese Positionierung deutet darauf hin, dass der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt, auch wenn der Relative Strength Index (RSI) wieder in Richtung neutral zurückgeht und der Average Directional Index (ADX) auf einen moderaten statt impulsiven Trend hindeutet.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung bei der nahegelegenen horizontalen Marke von 0,7079 gesehen, verstärkt durch den 100-Tage-SMA bei rund 0,7080 und den 55-Tage-SMA bei 0,7061, wobei der 200-Tage-SMA bei 0,7006 als tieferer Puffer vor dem Bereich um 0,6833 fungiert. Auf der Oberseite entsteht der Widerstand zunächst bei 0,7283, wobei ein Ausbruch über diese Barriere das nächste bullische Ziel nahe 0,7661 freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Inländische Stärke trifft auf externe Gegenwinde
Das Gesamtbild bleibt weiterhin zugunsten des AUD.
Das inländische Umfeld Australiens schneidet im Vergleich zu dem vieler fortgeschrittener Volkswirtschaften günstig ab, und die RBA hat es nicht eilig, ihre hawkishe Haltung aufzugeben.
Die Erholung bleibt dennoch anfällig für erneute Stärke des Greenback, anhaltende geopolitische Unsicherheit und eine chinesische Wirtschaft, die sich eher stabilisiert als beschleunigt.
Der 200-Tage-SMA bleibt das Schlüsselniveau für den mittelfristigen Ausblick. Ein Verbleib darüber erhält die konstruktive Struktur aufrecht, doch ein überzeugender Ausbruch über 0,7200 dürfte wahrscheinlich einen deutlich stärkeren Ausverkauf des Greenback, eine stärkere Nachfrage nach risikosensiblen Vermögenswerten, eine weitere Abkühlung der US-Inflation oder eine (weniger wahrscheinliche) dovishe Wende der Fed erfordern.
Bis dahin dürften externe Faktoren den Australischen Dollar stärker beeinflussen als die inländischen Fundamentaldaten.
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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