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Australischer Dollar Kursprognose: Halten bei 0,7000

  • AUD/USD baut den Anstieg vom Montag aus und nähert sich erneut der 0,7000er-Region.
  • Der US-Dollar behält trotz geopolitischer Unsicherheiten die konstruktive Tendenz bei.
  • Investoren werden voraussichtlich die Veröffentlichung der australischen Arbeitsmarktdaten genau verfolgen.

Die Erholung des Aussie-Dollars scheint bisher knapp über der 0,7000er-Marke gegenüber dem US-Dollar auf Widerstand gestoßen zu sein. Tatsächlich kämpft AUD/USD weiterhin damit, diese Marke überzeugend zu überwinden, während die konstruktive Perspektive oberhalb des wichtigen 200-Tage-SMA nahe 0,6890 unverändert bleibt. Im weiteren Kontext wird erwartet, dass die vorsichtige Haltung der RBA und die weiterhin hartnäckige inländische Inflation den Aussie bei gelegentlichen Schwächephasen stützen.

Der Australische Dollar (AUD) baut den Optimismus vom Montag aus und hält AUD/USD am Dienstag nahe der wichtigen 0,7000er-Region.

Unterdessen scheint das Paar die anhaltende Aufwärtsdynamik des US-Dollars (USD) zu ignorieren, stets vor dem Hintergrund der unverminderten Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt und der anhaltenden Skepsis gegenüber den politischen Maßnahmen des Weißen Hauses in dieser Angelegenheit. Inzwischen scheinen die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit wieder auf die geopolitische Lage zu richten, wodurch Spekulationen über Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) in den Hintergrund treten.

Australiens widerstandsfähige Wirtschaft stützt den Aussie

Die australische Wirtschaft wirkt insgesamt gesund und stabil und ehrlich gesagt in deutlich besserer Verfassung als viele ihrer G10-Pendants.

Diese Entwicklung wird offenbar durch eine solide Binnennachfrage und recht ordentliche Zahlen beim Wirtschaftswachstum gestützt. Das Gespenst der hartnäckigen Inflation scheint die vorsichtige und datenabhängige Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) zu rechtfertigen, insbesondere nach der jüngsten Sitzung, bei der die Zinsen auf 4,35 % erhöht wurden, was weitgehend den Markterwartungen entsprach.

Zur Untermauerung dessen zeigten die endgültigen Daten des Einkaufsmanager-Index (PMI) für Juni im verarbeitenden Gewerbe 51,5 (vorher 50,7) und im Dienstleistungssektor 50,5 (vorher 48,7).

Einige Abstriche bei den inländischen Fundamentaldaten machen die jüngsten Zahlen zur Handelsbilanz deutlich, die im Mai ein Defizit von 3,018 Mrd. AUD auswiesen und damit den Überschuss von 1,383 Mrd. AUD im April umkehrten. Zudem enttäuschten die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) die Erwartungen, nachdem die Wirtschaft im ersten Quartal 2026 um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal (QoQ) gewachsen war (vorher 0,9 %) und im Jahresvergleich (YoY) um 2,5 % (vorher 2,5 %), wobei beide Werte unter den Erwartungen lagen.

Unterdessen bleibt der Arbeitsmarkt gesund. Die Arbeitslosenquote sank im Mai auf 4,4 % (vorher 4,5 %), und die Beschäftigtenzahl stieg um 40,6 Tausend Personen (nach einem revidierten Rückgang von 40,7 Tausend im Vormonat).

Was die Inflation betrifft, so waren die Mai-Daten wenig aussagekräftig, nachdem der Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich auf 4,0 % sank (vorher 4,2 %), während der Trimmed Mean und der Weighted Median in den letzten zwölf Monaten auf 3,6 % stiegen (vorher 3,4 %). Das Tempo der Disinflation bleibt schwach, obwohl die Richtung weiterhin im Großen und Ganzen korrekt ist. Diese Sichtweise wird durch die jüngsten Verbraucherinflationserwartungen des Melbourne Institute gestützt, die im Juli auf 4,7 % sanken (vorher 5,5 %).

Für die RBA bedeutet das, dass die Aufgabe noch nicht abgeschlossen ist, da die Entscheidungsträger weiterhin signalisieren, dass die Inflation erst Mitte 2028 wieder das Ziel erreichen könnte, wobei der Fokus klar auf Geduld statt auf eine bevorstehende Wende gerichtet bleibt.

Mit Blick nach vorn erwarten Investoren, dass die Zentralbank ihre derzeitige Haltung bei der Sitzung im August beibehält, während sie nun etwas mehr als 19 Basispunkte Straffung bis zum Jahresende antizipieren.

China sorgt für Stabilität, aber wenig Schwung

China wirkt nun eher wie eine stabilisierende Kraft als wie der Rückenwind, den es üblicherweise für die australische Wirtschaft darstellt.

Einige Zahlen: Die Wirtschaft wuchs im Zeitraum April bis Juni im Jahresvergleich um 4,3 %, während die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich bis Juni um 1 % zulegten. Zudem setzte die Industrieproduktion ihr starkes Tempo fort und wuchs in den letzten zwölf Monaten um 5,3 %.

Bemerkenswert ist die starke Erholung der Handelsbilanz, wobei der Überschuss im Juni auf 125,62 Milliarden US-Dollar anstieg (vorher 105,4 Milliarden), und sowohl Importe als auch Exporte deutlich zunahmen.

In ähnlicher Weise scheint die Geschäftstätigkeit wieder an Fahrt zu gewinnen, nachdem das Nationale Statistikamt (NBS) den Einkaufsmanager-Index (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Mai mit 50,3 (vorher 50) und für den Dienstleistungssektor mit 50,2 (vorher 50,1) meldete. Zudem blieben private Indikatoren wie RatingDog im Juni im expansiven Bereich, mit 51,7 im verarbeitenden Gewerbe und 54,1 im Dienstleistungssektor.

Der disinflationäre Trend in China scheint nach enttäuschenden VPI-Daten wieder aufgetaucht zu sein, da der Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich bis Juni um 1,0 % stieg (vorher 1,1 %). Auf Monatsbasis sanken die Preise um 0,1 %, während die Erzeugerpreise in den letzten zwölf Monaten um 4,1 % zulegten und damit den Anstieg von 3,9 % im Vormonat übertrafen.

Was die Geldpolitik betrifft, so entsprach die People's Bank of China (PBoC) am Montag den Erwartungen und beließ die Loan Prime Rates (LPR) unverändert bei 3,00 % für die einjährige Laufzeit und 3,50 % für die fünfjährige Laufzeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass China das Wachstum nicht mehr nach oben treibt, es aber auch nicht aggressiv bremst. Es sorgt einfach für Stabilität.

Die RBA behält ihre hawkische Tendenz bei

Wie weithin erwartet, beließ die Reserve Bank of Australia (RBA) ihren Official Cash Rate am 16. Juni unverändert bei 4,35 %.

Während die begleitende Erklärung einen hawkischen Ton beibehielt, wirkten die Entscheidungsträger etwas zuversichtlicher hinsichtlich der erzielten Fortschritte bei der Inflation. Das Board wiederholte, dass der Preisdruck weiterhin zu hoch sei und eine weitere Straffung erforderlich sein könnte, falls sich die Inflation als hartnäckiger erweist, wobei höhere Energiekosten und geopolitische Spannungen als wesentliche Aufwärtsrisiken genannt wurden.

Gouverneurin Michele Bullock schlug in ihrer Pressekonferenz einen ausgewogeneren Ton an. Obwohl sie eine weitere Zinserhöhung nicht ausschloss, stellte sie fest, dass die eingehenden Daten im Großen und Ganzen wie erwartet verlaufen, die Wirtschaft sich nicht in einer Rezession befindet und der Arbeitsmarkt relativ widerstandsfähig bleibt. Mit anderen Worten, es bestand keine Dringlichkeit, die Geldpolitik erneut zu straffen.

Das Protokoll bestätigte diese Botschaft. Die Entscheidungsträger waren sich einig, dass es das beste Gleichgewicht darstellt, die Zinsen unverändert zu lassen und gleichzeitig eine restriktive Geldpolitik beizubehalten, um die Inflation wieder auf Ziel zu bringen und die Gewinne am Arbeitsmarkt zu bewahren. Die Tür für eine weitere Zinserhöhung bleibt offen, doch scheint die RBA vorerst bereit zu sein, den bisherigen Zinserhöhungen mehr Zeit zu geben, um sich in der Wirtschaft auszuwirken.

AUD/USD-Ausblick: Wichtige Szenarien und Niveaus

Spekulanten vertiefen ihre bärischen AUD-Wetten

Die spekulative Stimmung gegenüber der australischen Währung hat sich in der Woche bis zum 14. Juli weiter verschlechtert, wie Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zeigen, wonach die Netto-Short-Positionen von zuvor 24,7K auf 30,7K Kontrakte gestiegen sind. Der wöchentliche Anstieg der bärischen Exponierung (-6,1K Kontrakte) war nicht so stark wie der Rückgang in der Vorwoche, stellte jedoch eine weitere Woche mit konstantem Verkaufsdruck dar und verstärkte die negative Tendenz beim Aussie.
Im Gegensatz zu den Vorwochen ging der Anstieg der bärischen Positionierung in dieser Woche mit einer leichten Zunahme der Marktteilnahme einher. Das Open Interest stieg von 204,8K auf 208,5K Kontrakte, was darauf hindeutet, dass Händler neue Positionen eröffneten, anstatt nur bestehende Long-Positionen zu schließen. Gleichzeitig stieg die spekulative Exponierung auf -14,7 % des Open Interest von -12,0 % und ihr Perzentil erhöhte sich auf 80,8, der stärkste Wert in den letzten Monaten. Dies deutet auf ein wachsendes Vertrauen in die bärische Sichtweise hin.
Dennoch gibt es erste Anzeichen dafür, dass der breitere Positionierungstrend weniger aggressiv wird. Die Veränderung über 4 Wochen verbesserte sich von -42,8K auf -26,6K Kontrakte, was darauf hindeutet, dass Investoren zwar weiterhin Shorts aufbauen, das kumulative Tempo der bärischen Repositionierung jedoch im Vergleich zur starken Liquidation zu Beginn dieses Sommers deutlich nachgelassen hat. Das Perzentil der Netto-Position stieg ebenfalls auf 75,8 und hält die Positionierung fest im historisch bärischen Bereich, jedoch noch weit entfernt von extremen Niveaus.
Zusammenfassend stärkt der jüngste CFTC-Bericht die Ansicht, dass nicht-kommerzielle Investoren weiterhin eindeutig bärisch gegenüber dem AUD eingestellt sind. Das Tempo der Verschlechterung über 4 Wochen verlangsamt sich jedoch, und die Positionierung wird zunehmend ausgereizt, was darauf hindeutet, dass sich der Markt in eine reifere Phase des bärischen Zyklus bewegt.

In Ermangelung weiterer Verschlechterungen der makroökonomischen Fundamentaldaten könnte die Möglichkeit für neue aggressive Verkäufe immer begrenzter werden, und die Wahrscheinlichkeit, dass künftige Bewegungen stärker von eingehenden Wirtschaftsdaten und Veränderungen der globalen Risikostimmung als allein von der Positionierung getrieben werden, wird zunehmen.

Wichtige Katalysatoren und Risiken

Kurzfristig bleiben der US-Dollar, die globale Risikostimmung und die Geopolitik im Fokus. Diese bleiben die Haupttreiber der Kursbewegungen. In der Zwischenzeit wird das nächste relevante Ereignis in Australien die Veröffentlichung des monatlichen Arbeitsmarktberichts am 23. Juli sein.

Zu den wichtigsten Risiken zählen eine stärkere Abschwächung in China, eine anhaltend vorsichtige Fed, eine Veränderung der Risikobereitschaft der Investoren oder eine Änderung der Haltung der RBA. Jedes dieser Ereignisse könnte die australische Währung kurzfristig schnell destabilisieren.

Technische Analyse

Im Tageschart notiert AUD/USD bei 0,7006 und hält sich unter den einfachen gleitenden Durchschnitten (SMAs) der 55- und 100-Tage bei 0,7057 bzw. 0,7059, was das Paar kurzfristig trotz der verbesserten Impulsstimmung begrenzt. Der 200-Tage-SMA bei 0,6892 liegt unter dem Kurs und deutet auf eine breitere Trendunterstützung hin, während der Relative Strength Index (RSI) bei 54,3 in den neutralen bis positiven Bereich zurückgekehrt ist, während der Average Directional Index (ADX) sich auf etwa 24 abschwächt, was auf einen moderierenden, aber weiterhin relevanten Trend hindeutet.

Auf der Oberseite konzentriert sich der unmittelbare Widerstand auf die kurzfristigen SMAs zwischen 0,7057 und 0,7059, gefolgt von einer Barriere auf dem horizontalen Niveau von 0,7079, bevor die mittelfristigen Widerstände bei 0,7278 und 0,7283 sowie die weiter entfernte Decke nahe 0,7661 liegen. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am 200-Tage-SMA bei 0,6892 gesehen, gefolgt von der horizontalen Unterstützung bei 0,6833; darunter liegen tiefere Unterstützungen bei 0,6660 und 0,6593, vor den weiter entfernten strukturellen Niveaus bei 0,6414 und 0,6373.


(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Der längerfristige Ausblick bleibt konstruktiv

Der Aussie bleibt im größeren Bild konstruktiv, doch der Weg nach oben wird schwieriger. Das inländische Umfeld Australiens schneidet im Vergleich zu vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiterhin gut ab, und die RBA hat es nicht eilig, ihre leicht hawkische Haltung aufzugeben. Diese Unterstützung wird jedoch durch einen widerstandsfähigen US-Dollar, anhaltende geopolitische Spannungen und eine chinesische Wirtschaft, die sich stabilisiert statt beschleunigt, ausgeglichen.

Für den Moment bleibt der 200-Tage-SMA um 0,6890 die Schlüsselzone. Ein Halten über diesem Niveau bewahrt die breitere bullische Struktur, aber ein überzeugender Durchbruch über 0,7000 wird wahrscheinlich einen nachhaltigen Rückgang der US-Inflation, eine dovishere Wende der Fed oder eine bedeutende Verbesserung der globalen Risikobereitschaft erfordern.

Bis dahin ist zu erwarten, dass der AUD stärker von externen Kräften als von inländischen Fundamentaldaten getrieben wird.

Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

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