US-Dollar-Index: Chance auf Stabilisierung besteht


Seit Jahresanfang musste der US-Dollar-Index (DXY) einen dramatischen Kursverfall verkraften. Im Januar sahen wir bei 103,82 ein neues Mehr-Jahres-Hoch, seither fiel der Greenback zurück auf zeitweise 92,55 als bisheriges Bewegungstief. Kurzfristig betrachtet gibt es beim Barometer nach den zuletzt schweren Verlusten aber durchaus eine Chance auf eine Stabilisierung. Zumindest sprechen dafür die überhitzten technischen Indikatoren auf Tages- und Wochenbasis.

Die Folge des Schwächeanfalls des Greenbacks ist eine extrem überverkaufte Marktverfassung. Auf wöchentlicher Basis notieren sowohl RSI wie auch Stochastik auf den tiefsten Niveaus seit April 2011. Auch die Indikatoren auf Tagesebene liefern erste Einstiegssignale. So konnte der RSI den seit Mitte Juni bestehenden Abwärtsimpuls überwinden, während die Stochastik eine nach oben gerichtete Kursentwicklung aufweist. Der trendfolgende MACD steht derweil kurz vor einem positiven Schnittmuster und das auf dem tiefsten Niveau seit Mai 2015.

Unterstützung kommt auch von den Candlesticks, da auf wöchentlicher Basis ein Hammer ausgeprägt wurde. Interessanterweise entstand dieses klassische Umkehrmuster rund um den Bereich einer wichtigen charttechnischen Unterstützungszone in Form der Glättung der letzten 200 Wochen (akt. bei 92,27) und dem 38,2% Fibonacci-Niveau des gesamten Aufwärtsimpulses seit April 2011 (92,01). Dieser Bereich muss halten, um die beschriebenen Erholungschancen nicht zu verspielen. Sollte diese aber fallen, dann besteht Potenzial bis 88,50, wobei bei rund 89,50 eine stärkere Chartunterstützung liegt.

dxy

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