Unsicherheitsfaktoren gibt es weiter in großem Umfang:
Das Treffen in Jackson Hole, das diesen Donnerstag beginnt, steht im Fokus. Von der EZB wissen wir bereits, dass Mario Draghi sich nicht explizit zur Zins- und Geldpolitik der EZB äußern will.
Von Seiten diverser Gouverneure der Fedeal Reserve waren in jüngerer Zeit recht unterschiedliche Äußerungen bezüglich des weiteren Pfads der US-Zinsanpassungen zu hören. Die Wahrscheinlichkeit, dass an dieser Stelle in Jackson Hole ultimative Klarheit geschaffen wird, ist überschaubar.
Der Markt ist gespannt, was aus den Mündern der Eliten der Zentralbankszene der Weltöffentlichkeit im Hinblick auf Verbalakrobatik angeboten wird. Wir bleiben am Ball.
Der Krisenherd Korea bleibt uns umfänglich erhalten. Das massive Manöver Südkoreas mit den USA, das derzeit abgehalten wird, liefert kaum Ansätze einer Beruhigung. Säbelrasseln bleibt auf der Agenda. Aus Säbelrasseln kann mehr werden. Das Risiko liegt bei 30%.
Donald Trump will in dieser Woche seine Agenda bezüglich Afghanistan öffentlich machen. Der Verlauf der westlichen Intervention in Afghanistan kann nicht als Erfolg bezeichnet werden. Lösungen sind nicht erkennbar.
Sollten Söldnerheere seitens der USA entsandt werden (wird aktuell diskutiert), deren Ruf nach den Erfahrungen in diesem Jahrhundert mehr als zweifelhaft sind, würfe das bezüglich des westlichen Wertekanons und des Erfolgshorizonts mehr Fragen auf, als dass Antworten geliefert würden.
Trump ist innenpolitisch weiter sehr angeschlagen. Berater Bannon ist nicht länger Teil des Trump Teams im Weißen Haus. Das mag gut sein oder auch nicht ...
Die USA wirken mehr und mehr wie eine geteilte Nation zwischen rechts und links, zwischen Küstenregionen und Binnenland und zwischen den Weißen und anderen Anteilen der US-Bevölkerung.
Die Auseinandersetzungen beinhalten ansatzweise bei zunehmender Tendenz ideologischen Charakter. Aus der deutschen Geschichte wissen wir, dass Ideologie in Gesellschaft und Wirtschaft sehr risikobehaftet ist.
Die Leistungsbilanz der Eurozone wies per Berichtsmonat Juni in der saisonal bereinigten Fassung einen Überschuss in Höhe von 21,2 Mrd. Euro nach zuvor 30,5 Mrd. Euro aus. In der unbereinigten Fassung lag der Aktivsaldo bei 28,1 Mrd. Euro nach zuvor 17,9 Mrd. Euro.
Das aktuelle Niveau der Aktivsalden ist Ausdruck der wiedergewonnenen Konkurrenzfähigkeit der Reformländer der Eurozone als auch des Angebots im Bereich Waren und Dienstleistungen (Eurozone stellt circa 60% aller „Hidden Champions“ der Weltwirtschaft).
Nachfolgender Chart zeigt die Entwicklung der Leistungsbilanz im Verlauf der letzten 20 Jahre in der saisonal bereinigten Fassung. Seit Ende 2015 ist eine leicht fallende Tendenz ausgehend von historischen Höchstmarken bei 36 Mrd. Euro erkennbar.

Innenpolitische Verwerfungen in den USA hin oder her, die Stimmung der Verbraucher zog laut der Umfrage der Universität Michigan an.
Der Index legte in der vorläufigen Fassung per August von zuvor 93,4 auf 97,6 Punkte zu. Der Index, der Auskunft über die Bewertung der aktuellen Lage liefert, gab von 113,4 auf 111,0 Punkte nach. Dagegen nahm der Index, der die zukünftigen Errwartungen abbildet, von 80,5 auf 89,0 Zähler zu. Wir nehmen diese Datenreihe zur Kenntnis.
Werfen wir einen kurzen Blick auf die Marktkapitalisierung des viertgrößten Autobauers der Welt – Tesla. Tesla ist sogar Nummer eins in den USA. Das ist möglich mit einem Absatz von nur 76.000 Kraftfahrzeugen per 2016. „Chapeau!“


Machen Sie sich Ihre Gedanken, in wie weit diese Bewertungen an den so genannten „Neuen Markt“ erinnern könnten.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung bezüglich EUR-USD favorisiert. Eine neue Bandbreite ist etabliert. 1.10 – 1.12 stellt eine solide Unterstützungszone dar, während das Niveau 1.18 – 1.20 eine (noch) markante Widerstandszone liefert. „Buy the Euro-Dip“ Strategien sind in der Bandbreite favorisiert.
Viel Erfolg!
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