FXStreet - Deutschland spielt eine wichtige Führungsrolle bei der europäischen Politik und der Wirtschaft. Nicht nur die Größe der Wirtschaft sondern auch die Geschichte führen dazu, dass ein Führungswechsel für Europa entscheidend ist.

Während die deutschen Parlamentswahlen ihren Lauf nehmen, scheint die Zahl der europäischen Politiker die nicht auf die Wiederwahl Merkels warten wollen um die Europäische Union voranzutreiben, zuzunehmen. Die Umfragen zeigen, dass die Christlich Demokratische Partei (CDU) Merkels eine Führung gegenüber der Sozialdemokratischen Partei (SPD) hat, deren Führer der ehemalige Chef der Europäischen Parlaments, Martin Schulz, ist. Die einzige Frage die im Raum steht ist, ob die CDU allein eine Regierung bilden kann, oder ob eine Koalition mit der rivalisierenden SPD nötig ist.

Es scheint als ob beide Parteiführer diese Möglichkeit im Blick haben. Die letzte TV Debatte von Merkel und Schulz bestätigte dies, da es keine Kontroversen und Anfeindungen untereinander gab, was im Rest Europas sonst ein typisches Element der politischen Debatten ist. Rund 40% der Deutschen Wählen sind noch unsicher, so dass das Wahlergebnis alles andere als klar ist. Die TV Debatte zeigte, dass sowohl Merkel als auch Schultz die Möglichkeit einer Fortsetzung der großen Koalition aus CDU und SPD sehen.

Die Zukunft Europas und der Währungsunion sind von Merkel abhängig, egal wie das eigentliche Ergebnis der Wahlen Deutschlands aussehen wird. Und das ist eine gute Nachricht für den Euro, wobei die Aufwertung von 15% (Jahr) den Politikern der Europäischen Zentralbank Kopfschmerzen bereitet.

Die deutsche Führung scheint gegenüber der Tatsache, dass Großbritannien die Europäische Union verlässt mit Sorge zu betrachten, während die italienische Politik instabil ist, die Wirtschaft schwach und die Schulden hoch sind. Frankreichs neuer Führer Emmanuel Macron macht hingegen seine Hausaufgaben in Bezug auf die Arbeitsmarktreform. Die mittelgroßen Länder wie Spanien und Polen scheinen auch keine Verantwortung übernehmen zu wollen. Während Spanien noch auf dem Weg ist die Rezession zu verlassen, ist Polen gegenüber den meisten Aspekten der EU Politik sehr kritisch eingestellt, obwohl das Land den größten teil der EU Mittel erhält.

Präsident Macron ist bereit die Kooperation mit Deutschland zum Ausbau der Deutsch-Französischen Machtachse voranzutreiben, doch Merkels Antwort war, "mach zuerst deine Hausaufgaben". Auch wenn Frankreich seine Erholung vorantreibt, so werden die Regeln für ein engeres Zusammenwachsen der Union von Deutschland festgelegt. Finanzminister Schäuble hat bereits bewiesen, dass mit der nötigen Disziplin, dem Abbau der Schulden und Arbeitsmarktreformen die Produktivitätsgewinne vorangetrieben werden, was der einzig akzeptable Weg ist.

Der Chef der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker sprach vor dem Europäischen Parlament. In seiner Rede zu den "Grundlagen auf denen wir eine engere, stärkere und demokratische Union aufbauen", sagte Juncker, dass die Europäische Politik vor einer Änderung steht. Und diese Änderung wird mit Deutschlands Merkel am Steuer eingeleitet werden.

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