Donald Trump ist erfolgreich zum 45. Präsident der Vereinigten Staaten gekürt worden. Die Begleitumstände sind bezüglich der jüngeren Geschichte der USA durchaus unüblich und signalisieren, dass es eine markante Teilung in der Gesellschaft der USA gibt. Dieses unterschwellige Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft wird kaum in der Diskontierung der US-Währung berücksichtigt.
Fakt ist, dass das Thema „Ruhe in den USA“ bezüglich der Spaltung der US-Gesellschaft und der institutionellen Machtbasis des alten Establishments nicht auf der Agenda stehen wird.
Es macht Sinn, sich bezüglich der USA nicht nur den übergeordnete Risiken und Chancen zu widmen, sondern auch da, wo Faktisches schemenhaft erkennbar wird, analytisch aktiv zu werden.
1. Versprechen, die Welt im Kampf gegen radikalen Islam zu einen:
Das klingt nach einem Schulterschluss mit Russland, China, Türkei und Iran in der Nahostpolitik, um die aktuelle Erfolgsgeschichte im Kampf gegen den IS fortzusetzen. Aber die Haltung gegenüber dem Iran, aber auch absehbar in der Palästinafrage, offeriert bereits eine deutlich divergierende Basis, um das anvisierte Ziel ultimativ erreichen zu können.
2. Bau neuer Straßen, Autobahnen, Flughäfen und Eisenbahnlinien:
Damit wird dem Ansatz Chinas gefolgt, nachdem der IWF den Grenznutzen der bisherigen Interventionspolitik in Frage stellte.
3. Motto: Kaufe amerikanisch und stelle Amerikaner ein:
Mit diesem Ansatz hatte sich bereits das British Empire blamiert. „Made in Germany“ wurde beispielsweise als Werkzeug der Diskriminierung deutscher Produkte etabliert, um damit schlussendlich ein Markenzeichen für Deutschland zu kreieren. Am Ende ist die Qualitätsfrage entscheidend – man kann aber sehr wohl mit zu vielen heißen Worten viel kühles, politisches Porzellan zerschlagen und die Welt damit um Friedfertigkeit und ultimativ Wohlstand bringen.
4. Schutz der USA vor Arbeitsplatzarbitrage:
Das kommt sehr spät – man ist eben nicht dem deutschen Modell gefolgt, das von Lohnzurückhaltung in der aggressiven Phase der Globalisierung geprägt war (Topleistung der Tarifparteien), um Strukturen in Deutschland zu halten. Das passiert, wenn man nur den schnellen Dollar will und nicht auf Strukturen der Nachhaltigkeit achtet.
5. Handel, Steuern, Einwanderung Politik im Sinn von „America first“:
Das klingt sehr martialisch – es soll die Menschen in den USA erreichen und psychologisch aufrütteln. Es kann sich damit verbinden, dass weniger US-Weltpolizei und weniger Regime-Change losgelöst von internationalem Recht auf der US-Agenda, das anscheinend nur für Drittstaaten gilt, steht. Das wäre für die USA und die Welt hilfreich, denn Friedensdividende ist Wachstumsdividende und die ist immer die Basis für eine Wohlstandsdividende.
Es ist die vornehme Aufgabe einer Regierung, die Interessen der eigenen Bürger erfolgreich zu vertreten. Im Rahmen der Globalisierung haben einige Regierungen diesen Aspekt bestenfalls hintergründig mit Leben gefüllt, um globale Machtinteressen im Sinn des Status Quo von gestern zu leben. Das gilt nicht nur für die USA …
Fazit:
An den Märkten legt sich die Euphorie bezüglich der Präsidentschaft Trump. Bis zum Freitag dominierten extravagante Hoffnungswerte. Jetzt mit der Inauguration muss die Realpolitik Trumps liefern. Die bereits jetzt erkennbaren inneren Widersprüche erlauben es nicht, die Bewertungen der letzten Wochen fortzuschreiben.
Die Reaktionen in der Bewertung des USD und der edlen Metalle dürfen ein Stück weit als Richtung weisend interpretiert werden.
Das Thema Ruhe in Politik und an Finanzmärkten steht definitiv nicht absehbar auf der Agenda!
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0350-1.0320 dreht den Bias zu Gunsten des USD.
Viel Erfolg!
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