Euro/US-Dollar: Trendwende-Zone erreicht!


Der sukzessive zum US-Dollar stärker werdende Euro ist ein Indiz dafür, dass die Zuversicht, dass die US-Wirtschaft wirklich in einigen Monaten gestärkt daherkommt, schwindet. Denn je mehr der US-Dollar unter Druck gerät, desto deutlicher zeigt das, dass mehr und mehr Anleger vermuten, dass das Zinsniveau in den USA womöglich weit weniger zulegen wird als noch im Januar unterstellt. Denn dieses deutlich höhere Zinsniveau wurde erwartet weil man davon ausging, dass die US-Notenbank die Leitzinsen schnell und relativ weit würde anheben müssen, um die Inflation nicht durch die Wachstumseffekte von Donald Trumps Wirtschaftsplänen aus dem Ruder laufen zu sehen. Aber mit diesen Plänen läuft es eben keineswegs so rund wie viele gedacht hatten. Und damit kann auch der US-Dollar wieder fallen, dessen Anstieg nichts anderes als der Vorgriff einer aufgrund höherer, attraktiverer US-Zinsen steigenden Auslandsnachfrage nach für den Kauf von US-Bonds nötigen US-Dollars war. Aber das ist nur eine Seite der Medaille:

Expertenmeinung: Der Greenback, sprich der US-Dollar „schwächelt“, der Euro selbst aber wird langsam selbst stärker, d.h. man sieht dort aktives Kaufinteresse. Denn was die Eurozone angeht, dreht die Erwartung der Investoren sukzessive in die andere Richtung, in Richtung früher als erwartet anziehender Zinsen. Auch, wenn die Europäische Zentralbank zuletzt weiterhin jedweden Kurswechsel verweigerte, glauben doch viele, dass sie die deutlich gestiegene Inflation in der Eurozone nicht mehr lange wird ignorieren können. Der Greenback rutscht, der Euro erstarkt – das ist die Mixtur, aus der allemal eine auch mittelfristige Trendwende entstehen kann. Bislang ist der Euro/US-Dollar-Kurs erst in die entscheidende Zone hineingelaufen, durchbrochen ist sie noch nicht. Aber alleine der Umstand, dass sich hier eine Trendwendeformation in Form einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter abzeichnet, könnte die Euro-Bullen motivieren, den Ausbruch zu versuchen. Der dann vollzogen wäre, wenn mit der dichten, über dem aktuellen Kurs liegenden Widerstandszone zwischen 1,0828 und 1,0912 US-Dollar zugleich die mittelfristige Abwärtstrendlinie und die parallel dazu verlaufende 200-Tage-Linie bezwungen würden. „Durch“ wäre der Kurs aus aktueller Sicht bei Schlusskursen über 1,0950 US-Dollar.

Euro/US-Dollar Chart


Euro/US-Dollar: Trendwende-Zone erreicht

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