Nach zuletzt schweren Verlusten, die den Euro im Vergleich zum britischen Pfund an eine wichtige Chartunterstützung gebracht hatten, hat sich das Paar in den letzten drei Wochen wieder etwas gefangen.

Verantwortlich für die Stabilisierung war ein markanter Kumulationspunkt aus einem Fibonacci-Cluster, den Hochpunkten aus den Jahren 2013 und 2017 wie auch der steile Aufwärtstrend seit November 2015 bei rund 0,8750. Ausgehend hiervon kam es in der Vorwoche zu einer dynamischen Kurserholung.

Nachhaltig verbessern würde sich das Chartbild jedoch erst wieder, wenn es dem Euro gelingt, die Marke von 0,9000 bzw. die Glättung der letzten 38 Tage zurückzuerobern. Das nächste Erholungsziel liegt dann bei 0,9050, dem Hoch vom 14. September. Bricht der angeführte Chartwiderstand, findet sich als nächste Anlaufmarke der zuletzt nach unten verlassene Aufwärtstrend bei 0,9200.

Vor einer positiven Entwicklung in den kommenden Tagen sprechen die technischen Indikatoren, bei denen der MACD ein neues Einstiegssignal erzeugt hat. Auch stieg der RSI zuletzt über die 50-Punkte-Marke - Tendenz steigend.

Ein Unterschreiten der massiven horizontalen Unterstützungslinie bei 0,8750 würde hingegen den Startschuss darstellen, der den EUR/GBP schnell in Richtung der Glättung der letzten 200 Tage (akt. bei 0,8739) und dem 61,8% Fibonacci-Retracement bei 0,8680 schicken dürfte.

eurgbp