Der US-Dollar hat mit der Rallye in der vergangenen Woche an Boden zurückerobert und damit den USD/JPY zu einer spürbaren Loslösung von den bisherigen Tiefs (108,80) verholfen.

So wurde im Bereich der entscheidenden Unterstützungszone aus dem 50% Fibonacci-Niveau der von Anfang Juni 2016 bis Anfang Januar 2017 dauernden Abwärtsbewegung (108,54) und der Kombination aus der horizontalen Unterstützungszone bei 108,98 bis 108,00 sowie des langfristigen Aufwärtstrends (akt. bei 108,78) kürzlich ein nicht ganz idealtypischer Hammer herausgebildet.

Rückenwind erhält das Währungspaar zusätzlich von dem im Tageschart ausgebildeten positiven Candlestickmuster in Form eines Bullisch Engulfing, welches die Verluste der acht vorangegangenen Tage vergessen macht. Im Regelfall sind dies gute Hinweise darauf, dass der herrschende Abwärtstrend ernsthaft in Frage gestellt werden sollte.

Deshalb gibt es aktuell Potential auf 112,13. Als erste Anlaufmarke wird der charttechnische Widerstandsbereich aus den flach verlaufenden Glättungslinien in Form der 38- und 90-Tage-Linie sowie einer aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten bestehenden charttechnischen Widerstandshürde bei 111,50 bis 111,80 definiert. Wird diese genommen, könnte der USD/JPY noch weiter bis 112,13 klettern. Dort liegt ein starker Widerstand, da das Währungspaar am 24. Mai dort sein Tageshoch erreicht hat.

Deutlich verschlechtern würde sich die technische Situation hingegen bei einem nachhaltigen Unterschreiten der psychologisch wichtigen Unterstützung bei 110,00. In diesem Fall sollten Investoren das Risiko wieder reduzieren.

usdjpy