Yen vor dem Comeback? Diese Marken entscheiden jetzt über USD/JPY
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Strategen der Societe Generale verweisen auf hohe Handelsumsätze bei USD/JPY, nachdem das Währungspaar unter seinen 200-Tage-Durchschnitt gefallen ist und gehebelte Marktteilnehmer zur Eindeckung von Short-Positionen gezwungen wurden. Ein möglicherweise höheres Tempo bei der geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) sowie Kapitalrückflüsse aus Anleihen vor dem Ende des japanischen Fiskaljahres könnten dem Yen weiteren Rückenwind verleihen. Entscheidend bleiben jedoch die nächsten Schritte der US-Notenbank und die Entwicklung der Zinsdifferenzen.
Kräftige Kapitalströme - Stimmung gegenüber dem Yen dreht
„USD/JPY hatte zu Beginn dieser Woche Schwierigkeiten, die vorläufige Hürde bei 160,70/161 zu überwinden, wo der 50-Tage-Durchschnitt verläuft, und ist seither deutlich zurückgefallen. Bemerkenswert ist, dass das Währungspaar derzeit die rechte Schulter einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbilden könnte, die üblicherweise auf weiteres Abwärtspotenzial hindeutet. Sollte es zu einer Erholung kommen, dürfte der gleitende Durchschnitt im Bereich von 160,70/161 eine wichtige Hürde bleiben. Die nächste entscheidende Unterstützung liegt an der Nackenlinie der Formation bei rund 155. Ein Bruch darunter könnte eine stärkere Abwärtsbewegung auslösen.“
„Schätzungsweise 30 Milliarden Dollar wurden gestern während der Abwärtsbewegung von USD/JPY umgesetzt, als das Währungspaar von oberhalb des 100-Tage-Durchschnitts unter den 200-Tage-Durchschnitt fiel. In Asien setzte sich der Verkaufsdruck über Nacht fort und vergrößerte den Abstand zur psychologisch wichtigen Schwelle. Dadurch geraten gehebelte Marktteilnehmer zunehmend unter Zugzwang und müssen ihre Short-Positionen eindecken.“
„Da die BoJ möglicherweise das Tempo ihrer geldpolitischen Straffung erhöht - nicht jedoch die Größe der einzelnen Schritte - und zugleich vor dem Ende des Fiskaljahres verstärkt Kapital aus Anleihen zurückgeführt wird, wie es einem wiederkehrenden saisonalen Muster entspricht, gibt es Gründe für die Annahme, dass der Yen kurz vor einer Trendwende stehen könnte. Wie überzeugend dieses Szenario ist, wird zum Teil davon abhängen, welchen Schritt die Fed als Nächstes unternimmt und ob die Entwicklung der Renditeabstände die Bewegung am Kassamarkt stützen kann.“
„Das war gestern der Fall, als sich der Renditeabstand zwischen zweijährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen um 9 Basispunkte auf 250 Basispunkte verringerte. Über Nacht verlor die Bewegung jedoch an Schwung, was Zweifel daran weckt, wie viel Spielraum für eine nachhaltige Aufwertung des Yen besteht. Eine ähnliche Entwicklung haben wir bereits erlebt, insbesondere Anfang August, als die Wirkung der koordinierten Intervention nur von kurzer Dauer war. Schwach positionierte Anleger mit Long-Positionen im Yen und Short-Positionen im Dollar gerieten schließlich ins Hintertreffen, während Kursrückgänge zum Kauf genutzt wurden und die wiederkehrende Yen-Schwäche für Frustration sorgte.“
„Eine negative Überraschung beim morgigen US-Arbeitsmarktbericht - nach den ADP-Daten wird hinter vorgehaltener Hand mit nur 40.000 neuen Stellen gerechnet - und/oder bei den Verbraucherpreisdaten in der kommenden Woche würde die Überzeugung stärken, dass dem Yen eine kräftigere Aufwärtsbewegung bevorsteht. Marktteilnehmer verwiesen zudem auf modellgetriebene Verkäufe und Positionsanpassungen gehebelter Marktteilnehmer nach den restriktiven Äußerungen von BoJ-Direktoriumsmitglied Takata. Quellen dämpften heute Morgen allerdings die Erwartungen an deutlich aggressivere Zinsschritte von 50 Basispunkten. Dies löste eine leichte Gegenbewegung aus und trieb USD/JPY vom Tagestief bei 156,36 wieder bis auf 157 nach oben.“
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