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USD/CAD schwächt sich unter 1,3900, da die Rohöl-Erholung den kanadischen Dollar stärkt

  • USD/CAD schwächt sich auf etwa 1,3890 in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag. 
  • Hohe Rohölpreise stützen den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar. 
  • Die positiven US-Wirtschaftsdaten stärken die Erwartungen an eine Zinserhöhungspause der Fed. 

Das Paar USD/CAD verliert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag an Boden und nähert sich 1,3890. Der Kanadische Dollar (CAD) stärkt sich gegenüber dem Greenback im Zuge der Erholung der Rohölpreise. Händler werden am Freitag weitere Hinweise aus dem US-Industriellen Produktionsbericht für Dezember und den Äußerungen der Fed erwarten. 

Reuters berichtete am Freitag, dass die Ukraine die Angriffe auf russische Tanker verstärkt hat, wobei mindestens sechs Tanker von Drohnen und Raketen in der Ostsee angegriffen wurden. Steigende geopolitische Risiken treiben die Rohölpreise in die Höhe und bieten dem rohstoffgebundenen Loonie Unterstützung. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein bedeutendes Ölexportland ist und hohe Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den CAD haben. 

Andererseits unterstützen Anzeichen für eine Verbesserung des US-Arbeitsmarktes, zusammen mit den robusten Einzelhandelsumsätzen, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, die Annahme, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen in den nächsten Monaten stabil halten wird. Dies könnte wiederum den Greenback kurzfristig stützen. Die Analysten von Morgan Stanley haben ihre Erwartungen für Zinssenkungen auf Juni und September verschoben, von Januar und April, nach den US-Arbeitsmarktdaten für Dezember.

Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank angesichts ausreichender Beweise für Stabilität auf dem Arbeitsmarkt darauf fokussiert sein sollte, die Inflation zu senken. Unterdessen erklärte die Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco, Mary Daly, dass die Geldpolitik "gut aufgestellt" sei, um auf wirtschaftliche Veränderungen zu reagieren.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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