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USD/CAD behauptet sich über 1,3800 trotz anhaltend niedriger Ölpreise

  • USD/CAD gewinnt an Boden, während der rohstoffgebundene Kanadische Dollar aufgrund niedriger Rohölpreise kämpft.
  • WTI fällt, nachdem Trump sagte, Venezuela würde 30–50 Millionen Barrel Rohöl an die Vereinigten Staaten liefern.
  • Der US-Dollar stabilisiert sich, während die Händler vorsichtig werden vor wirtschaftlichen Daten, die die Erwartungen an die Geldpolitik der Fed beeinflussen könnten.

USD/CAD weitet seine Gewinne in der vierten aufeinanderfolgenden Sitzung aus und handelt während der asiatischen Stunden am Mittwoch um 1,3810. Das Paar wertet auf, während der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) angesichts niedriger Ölpreise kämpft. Es ist wichtig zu beachten, dass Kanada der größte Rohölexporteur für die Vereinigten Staaten (US) ist.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl verliert zum zweiten Mal in Folge an Boden und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 56,30 USD pro Barrel. Die Rohölpreise fielen, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, Venezuela würde 30–50 Millionen Barrel Rohöl an die Vereinigten Staaten übergeben. Die Märkte befürchten, dass anhaltende venezolanische Lieferungen das Angebot auf einem bereits überversorgten Markt erhöhen könnten, während die Händler weiterhin die Auswirkungen auf zukünftige Exporte und den Energiesektor bewerten.

Der Aufwärtstrend des USD/CAD-Paares könnte eingeschränkt sein, da der US-Dollar (USD) nach moderaten Gewinnen in der vorherigen Sitzung leicht nachgibt. Die Händler warten auf US-Wirtschaftsdaten, die die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) beeinflussen könnten. Der ISM Services Einkaufsmanagerindex (PMI) und die JOLTs Stellenangebote werden später am Tag im Fokus stehen.

Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte am Dienstag, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinssätze aggressiv senken sollte, um das wirtschaftliche Momentum aufrechtzuerhalten. In der Zwischenzeit warnte der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, der Wähler im geldpolitischen Ausschuss der Fed ist, dass die Arbeitslosenquote „steigen“ könnte.

Der Präsident der Richmond Fed, Tom Barkin, der in diesem Jahr kein Wähler im geldpolitischen Ausschuss der Fed ist, sagte am Dienstag, dass die Anpassungen der Zinssätze „fein abgestimmt“ werden müssen, um auf die eingehenden Daten zu reagieren, und verwies auf Risiken für die Beschäftigungs- und Inflationsziele der Fed, so Reuters.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen die Fed Funds Futures weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von etwa 82,8% ein, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrem Treffen am 27.–28. Januar unverändert lässt.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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