US-Dollar-Index gibt von den Höchstständen Ende Juli nach, da Gewinnmitnahmen einsetzen, während die Renditen fallen
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- DXY-Bullen nehmen angesichts eines moderaten Rückgangs der US-Anleiherenditen etwas Gewinn mit.
- Der hawkishe Ausblick der Fed und ölgetriebene Inflationssorgen dürften den Rückgang der Renditen begrenzen.
- Geopolitische Unsicherheiten könnten dem sicheren Hafen Greenback weiteren Rückenwind verleihen.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, gibt leicht nach, nachdem er am frühen Donnerstag zuvor ein neues Hoch seit Ende Juli erreicht hatte. Der Index hält sich jedoch vor der europäischen Sitzung über der psychologischen Marke von 100,00. Zudem spricht eine Kombination unterstützender Faktoren dafür, dass auf tieferen Niveaus Käufer bei Rücksetzern auftreten könnten.
Der Fokus des Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, auf die Inflation beruhigt den jüngsten Ausverkauf am Anleihemarkt, löst einen moderaten Rückgang der US-Anleiherenditen aus und veranlasst die Bullen beim US-Dollar (USD), etwas Gewinn mitzunehmen. Der hawkishe Ausblick der US-Notenbank sowie die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten dürften dem Greenback jedoch Rückenwind verleihen und die Verluste des DXY begrenzen.
Die Fed stimmte am Mittwoch zum Abschluss der geldpolitischen Sitzung im September einstimmig für eine Zinserhöhung, die erste seit 20263. Zudem zeigte der sogenannte Dot Plot, dass die Fed-Mitglieder in diesem Jahr mit einer weiteren Zinserhöhung rechnen. Dies geschieht vor dem Hintergrund ölgetriebener Inflationssorgen und untermauert die Aussichten auf eine weitere Straffung durch die Fed, was den DXY weiterhin stützen dürfte.
Dollar-Unterstützung baut sich auf, da die hawkishe Risikoeinschätzung der Fed den Zinspfad untermauert
Analysten der Danske Bank merken an, dass die Fed in den USA „eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte mit einstimmiger Unterstützung geliefert hat, während die aktualisierten Dot Plots im Vergleich zu den Erwartungen leicht hawkish ausfielen“. Sie heben hervor, dass Fed-Chef Warsh „die Geldpolitik weiterhin als wachstumsfördernd ansieht“, was die Einschätzung der Notenbank unterstreicht, dass die Politik trotz steigender Zinsen weiterhin unterstützend bleibt.
Unterdessen erklärten die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen, dass saudische Flugzeuge in der vergangenen Woche mehr als 450 Luftangriffe im gesamten Jemen durchgeführt hätten. Gleichzeitig behauptete US-Präsident Donald Trump, dass Iran einen Deal anstrebe und der Krieg sich möglicherweise seinem Ende nähere. Dennoch hält die sich verschärfende Auseinandersetzung zwischen der Huthi-Gruppe und Saudi-Arabien die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was DXY-Bullen zusätzlich begünstigt.
Händler blicken nun auf den US-Wirtschaftskalender – mit der Veröffentlichung des Philly-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe, den üblichen wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und den Daten zum Immobilienmarkt im weiteren Verlauf der nordamerikanischen Sitzung. Darüber hinaus werden neue Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten die USD-Preisdynamik beeinflussen und kurzfristige Chancen vor dem Hintergrund eines unterstützenden fundamentalen Umfelds schaffen.
DXY-Tageschart
Technische Analyse
Der DXY behält nach dem jüngsten Ausbruch über den 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 99,67 einen konstruktiven bullischen Ton bei. Der Kurs drückt gegen das 50,0%-Retracement bei 100,18, unterhalb dessen sich der Korrekturrückgang bis zum 38,2%-Fibonacci-Level bei 99,79 ausweiten könnte. Danach folgt die gebündelte Nachfragezone, gebildet durch den 100-Perioden-EMA bei 99,67 und das 23,6%-Retracement bei 99,32, vor dem strukturellen Boden bei 98,55.
Auf der Oberseite stützt das bullische technische Setup die Annahme eines Anstiegs in Richtung des 61,8%-Retracements bei 100,56, mit weiterem Widerstand bei 101,11 und anschließend dem Swing-Hoch bei 101,80.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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