Pfund fällt Richtung 1,33 – geopolitische Risiken stützen Dollar
| |Übersetzung überprüftZum Original- GBP/USD driftet in der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 1,3310.
- Steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten stärken den US-Dollar, eine sichere Währung.
- Die Märkte haben die Wetten auf eine Zinssenkung im März durch die BoE zurückgeschraubt, da die inflationsbedingten Sorgen durch Öl anhalten.
Das Währungspaar GBP/USD zieht während der frühen europäischen Sitzung am Mittwoch einige Verkäufer um 1,3310 an. Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten löst eine "Flucht in die Sicherheit" aus, die den US-Dollar (USD) gegenüber dem Pfund Sterling (GBP) stützt. Händler werden weitere Hinweise aus den US ADP-Beschäftigungs- und ISM-Services Einkaufsmanager-Index (EMI) Berichten aufnehmen, die später am Mittwoch fällig sind.
US-Präsident Donald Trump sagte, der Krieg sei die "letzte beste Chance", um die Bedrohung durch Irans ballistische Raketen und das Atomprogramm anzugehen, und dass die Kampagne vier bis fünf Wochen dauern könnte, mit der "Fähigkeit, viel länger zu gehen."
Iran führt weiterhin Vergeltungsangriffe auf Israel und US-Ziele im Nahen Osten durch, wobei Angriffe auf die US-Botschaft in Dubai und einen Hafen in der Stadt Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten gemeldet wurden. Händler ziehen sich aufgrund des US-Israel-Konflikts mit Iran von riskanteren Anlagen zurück, was auf das Cable drückt.
Andererseits haben die steigenden Öl- und Gaspreise aufgrund der Konflikte im Nahen Osten neue Inflationsängste geschürt, was die Händler dazu veranlasst hat, ihre Wetten auf eine weitere Lockerung durch die Bank of England (BoE) zurückzuschrauben. Dies könnte wiederum helfen, die Verluste des GBP zu begrenzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die BoE später in diesem Monat ist ebenfalls von etwa 80% in der letzten Woche auf weniger als 20% gesunken, so Bloomberg.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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