NZD/USD unter 0,6050 – RBNZ dürfte Zinsen stabil halten
| |Übersetzung überprüftZum Original- NZD/USD schwächt sich, da der neuseeländische Dollar nach dem Bericht von Statistics NZ über einen Anstieg der Lebensmittelpreise um 2,5% im Januar gedämpft bleibt.
- Händler bleiben vorsichtig vor der Sitzung der RBNZ am Mittwoch, bei der allgemein erwartet wird, dass die Zinsen bei 2,25% bleiben.
- Händler warten auf die Protokolle der Fed-Sitzung, die BIP-Daten für das vierte Quartal und die Kern-PCE-Daten für eine klarere politische Richtung.
NZD/USD bleibt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag gedämpft und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei etwa 0,6030. Das Paar wertet ab, da der neuseeländische Dollar (NZD) Verluste hält, nachdem Statistics NZ berichtete, dass der Lebensmittelpreisindex im Januar um 2,5% im Monatsvergleich (MoM) gestiegen ist, der größte monatliche Anstieg seit vier Jahren. Die jährliche Lebensmittelinflation beschleunigte sich von 4,0% im Dezember auf 4,6%, wobei alle Untergruppen Zuwächse verzeichneten.
Händler bleiben vorsichtig vor der Sitzung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch. Während allgemein erwartet wird, dass die Zentralbank den Leitzins bei 2,25% hält, rechnen einige Marktteilnehmer mit möglichen Zinserhöhungen später im Jahr, möglicherweise im September und Oktober.
Das NZD/USD-Paar wird auch durch einen festeren US-Dollar (USD) belastet, der nun bereits die zweite Sitzung in Folge zulegt. Dennoch könnte der Greenback auf Herausforderungen stoßen, da die schwächeren US-Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für Januar die Erwartungen verstärkt haben, dass die Federal Reserve (Fed) möglicherweise später in diesem Jahr mit Zinssenkungen beginnen könnte. Händler warten nun auf die Protokolle der Fed-Sitzung, die BIP-Daten für das vierte Quartal und den Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für klarere Signale zur politischen Ausrichtung.
Unterdessen verzeichneten die US Nonfarm Payrolls im Januar den stärksten Anstieg seit mehr als einem Jahr, und die Arbeitslosenquote sank unerwartet, was auf einen stabilisierenden Arbeitsmarkt hinweist. Die Stimmung bleibt jedoch vorsichtig, da der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), weiterhin näher bei 3% als bei dem Ziel von 2% schwebt, wobei der Fortschritt bei der Desinflation seit Mitte 2025 ungleichmäßig verläuft.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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