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Neuseeländischer Dollar fällt unter 0,5900 - US-Daten stärken den Dollar

  • NZD/USD fällt im asiatischen Handel am Dienstag auf rund 0,5870. 
  • Trump sagte, die Verhandlungen seien Irans "letzte Chance", um ein Abkommen zur Beendigung des fünfmonatigen Konflikts zu sichern.
  • Neuseelands Beschäftigungsbericht wird später am Mittwoch im Fokus stehen. 

Das Paar NZD/USD verliert während des asiatischen Handels am Dienstag an Boden und notiert nahe 0,5870, belastet durch stärkere US-Wirtschaftsdaten und Safe-Haven-Ströme. Händler machen sich auf Neuseelands Beschäftigungsbericht gefasst, der später am Mittwoch veröffentlicht wird. 

Die Geschäftstätigkeit im US-Verarbeitenden Gewerbe expandierte im Juli mit beschleunigtem Tempo, wobei der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe des Institute for Supply Management (ISM) im Juli auf 55,6 von 53,3 im Juni stieg. Dieser Wert lag über dem Marktkonsens von 54,0.

Darüber hinaus bleibt die Unsicherheit rund um die US-Iran-Gespräche hoch und stärkt eine Safe-Haven-Währung wie den US-Dollar (USD) gegenüber dem Neuseeländischen Dollar (NZD). US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, er gebe Iran "jede letzte Chance", um ein Abkommen zu erzielen. Trump behauptete, eine Vereinbarung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus und zur Denuklearisierung Teherans sei "unmittelbar bevorstehend."

Dennoch bestritten iranische Beamte, an direkten Gesprächen mit den USA teilgenommen zu haben, und erklärten, dass sie mit Vermittlern im Oman verhandeln.

Die Arbeitslosenquote in Neuseeland dürfte im zweiten Quartal (Q2) auf 5,4% steigen, nach 5,3% in der vorangegangenen Messung. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung am neuseeländischen Arbeitsmarkt könnten den Kiwi kurzfristig stützen. 

Analysten von ASB erwarten, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Straffung in Richtung eines offiziellen Leitzinses (OCR) von 3,25% zum Jahresende fortsetzen wird, während Westpac für September und Dezember Zinserhöhungen prognostiziert, die den OCR innerhalb eines Jahres auf 3,75% bringen würden.

Kiwi-Unterstützung baut sich auf, da sich der RBNZ-Ausblick angesichts stärkerer Arbeitsmarktsignale festigt

Strategen von Brown Brothers Harriman heben hervor, dass die jüngste "Verbesserung des ANZ Business employment intentions index auf ein Fünf-Monats-Hoch im Juni auf günstigere Arbeitsmarktbedingungen hindeutet." Sie fügen hinzu, dass dieser festere Arbeitsmarkthintergrund in Kombination mit "über dem Ziel liegender Inflation" "für zusätzliche Zinserhöhungen der RBNZ spricht, was NZD-unterstützend ist," und damit die konstruktive geldpolitische und währungsbezogene Erzählung rund um Neuseeland untermauert.

(Diese Nachricht wurde am 4. August um 02:35 GMT korrigiert – gemeint war, dass die Arbeitslosenquote in Neuseeland im zweiten Quartal (Q2) voraussichtlich auf 5,4% steigen wird, nicht im zweiten Quartal (Q1).)

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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