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Neuseeland-Dollar legt zu - Iran-Abkommen belastet US-Dollar vor Fed

  • NZD/USD zieht zum zweiten Tag in Folge Käufer an, da das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran den USD belastet.
  • Der hawkische Ausblick der RBNZ wirkt als Rückenwind für den NZD und unterstützt die Spotpreise weiter.
  • Die Bullen wirken nun zögerlich und entscheiden sich, vor der FOMC-Zinsentscheidung mit neuen Wetten abzuwarten.

Das Paar NZD/USD wird am Mittwoch zum zweiten Tag in Folge mit einer positiven Tendenz gehandelt, zeigt jedoch keine bullische Überzeugung und bleibt während der asiatischen Sitzung unterhalb der Mitte der 0,5800er-Marke. Die Händler wirken nun zögerlich und entscheiden sich, das Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung abzuwarten, bevor sie sich für eine klare kurzfristige Richtung positionieren.

Die US-Notenbank (Fed) wird ihre Entscheidung später während der US-Sitzung bekannt geben und es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben. Zudem wird erwartet, dass die Zentralbank die Lockerungstendenz aus der begleitenden Erklärung entfernt, da sich die Inflation als hartnäckiger erweist als erwartet. Darüber hinaus liegt der Fokus auf aktualisierten Wirtschaftsprojektionen, einschließlich des sogenannten Dot Plots, sowie auf Kommentaren des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, die auf weitere Hinweise zum zukünftigen geldpolitischen Kurs untersucht werden. Der Ausblick wird wiederum eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) zu beeinflussen und dem Paar NZD/USD einen bedeutenden Impuls zu geben.

Im Vorfeld des wichtigen Ereignisses der Zentralbank hält der Optimismus über ein vorläufiges Friedensabkommen zwischen den USA und Iran den sicheren Hafen USD unter Druck. Unterdessen berichtete Statistics New Zealand, dass das saisonbereinigte Leistungsbilanzdefizit im Märzquartal auf 1,01 Mrd. NZD schrumpfte, nach zuvor nach unten revidierten 5,64 Mrd. NZD im vorangegangenen Quartal. Dies, zusammen mit der abrupten hawkischen Wende der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), könnte den Neuseeland-Dollar (NZD) weiterhin stützen und die Argumentation für eine weitere Aufwertung des Paares NZD/USD untermauern.

Tatsächlich prognostiziert die RBNZ stark eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bei der bevorstehenden Sitzung am 8. Juli und deutet an, dass der Leitzins (OCR) bis Ende dieses Jahres etwa 2,85 % erreichen könnte, was bis zu drei Zinserhöhungen impliziert. Dies begünstigt wiederum die NZD/USD-Bullen und legt nahe, dass jeder korrigierende Pullback weiterhin einige Dip-Käufer anziehen und begrenzt bleiben könnte.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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