Kanadischer Dollar unter Druck – fallende Ölpreise belasten
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/CAD zieht einige Käufer bei Rücksetzern an, da fallende Rohölpreise den Loonie belasten.
- Der Handelskrieg zwischen den USA und Kanada belastet den CAD ebenfalls, obwohl ein schwächerer USD das Paar begrenzt.
- Händler blicken auf die US-PCE-Daten, um Hinweise auf den Zinspfad der Fed und einen gewissen Impuls zu erhalten.
Das Paar USD/CAD legt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch leicht zu, bleibt jedoch innerhalb der Handelsspanne des Vortags gefangen. Die Kassakurse handeln derzeit im Bereich der mittleren 1,3800er, da Händler nun auf den US-Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) als wichtigen Impuls warten.
Die entscheidenden US-Inflationsdaten werden auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) hin geprüft, was wiederum dem US-Dollar (USD) einen bedeutenden Impuls verleihen dürfte. Unterdessen halten die geringeren Chancen auf eine unmittelbare Zinserhöhung der Fed, zusammen mit sinkenden US-Anleiherenditen und Hoffnungen auf eine US-Iran-Diplomatie, die USD-Bullen in der Defensive und wirken als Gegenwind für das Paar USD/CAD.
Die gemäßigteren US-Inflationsdaten für Juli dämpften die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung der Fed und verschoben die Markterwartungen in Richtung eines unveränderten Leitzinses auf der bevorstehenden Sitzung am 15. und 16. September. Ein CNBC-Bericht vom Montag besagte, dass das US-Finanzministerium fast 1 Billion USD einsetzen könnte, um die in der vergangenen Woche angekündigten verstärkten Rückkäufe länger laufender Anleihen zu finanzieren. Dies führt zu einem weiteren Rückgang der US-Anleiherenditen und belastet den USD.
Unterdessen boten die USA dem Iran Sanktionserleichterungen und ein Ende der Seeblockade im Austausch für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die Einstellung der von seinen regionalen Stellvertretern verübten Angriffe an. Dies wiederum schürt die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung zur Beendigung des sechs Monate alten US-Iran-Kriegs und drückt die Rohölpreise auf ein Zweiwochentief. Abgesehen davon untergräbt der sich verschärfende Handelskrieg zwischen den USA und Kanada den rohstoffgebundenen Loonie.
In der jüngsten Entwicklung kündigte Kanada neue Zölle auf US-Waren als Vergeltung für Washingtons 50%-Zölle auf kanadische Waren im Wert von 20 Mrd. USD an. Das gemischte fundamentale Umfeld mahnt jedoch zur Vorsicht, bevor auf eine Fortsetzung der jüngsten Erholung des Paares USD/CAD aus dem Bereich um 1,3730, bzw. einem am vergangenen Freitag erreichten Drei-Monats-Tief, gesetzt wird.
USD/CAD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse
Das Paar USD/CAD behält kurzfristig einen bärischen Ton bei, da es unter dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei 1,3912 bleibt. Händler könnten diese Barriere weiterhin als Verkaufszone betrachten, solange die Kassakurse nicht überzeugend über diesen gleitenden Durchschnitt steigen, um die aktuelle Abwärtsneigung zu mildern und den Weg für eine konstruktivere Phase zu öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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