Kanadischer Dollar erholt sich, da US-PCE-Inflationsdaten die Wetten auf Zinserhöhungen in den USA abschwächen
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- Das Paar USD/CAD fällt am frühen Freitag im europäischen Handel auf etwa 1,4190.
- Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im Juli sinkt laut CME FedWatch von 34,2 % auf etwa 28,9 %.
- Die Entscheidungsträger der BoC einigten sich darauf, die Geldpolitik flexibel zu halten, wie aus dem Protokoll hervorgeht.
Das Paar USD/CAD fällt am frühen Freitag im europäischen Handel auf etwa 1,4190. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem kanadischen Dollar (CAD) ab, da die US-Inflationsdaten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) die Zinserwartungen der USA dämpfen. Der Bericht zum Michigan Consumer Sentiment Index wird später am Freitag im Fokus stehen.
Der headline PCE stieg im Mai im Jahresvergleich um 4,1 % und verzeichnet damit die erste Lesung über 4,0 % seit April 2023, entsprach jedoch den Erwartungen, berichtete das US Bureau of Economic Analysis (BEA) am Donnerstag. Im Monatsvergleich stieg der PCE um 0,4 %, was unter dem Marktkonsens von 0,5 % lag.
Analysten gehen davon aus, dass die Inflation wahrscheinlich im letzten Monat ihren Höhepunkt erreicht hat oder kurz davorsteht, da die Ölpreise am Donnerstag nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran auf das Vorkriegsniveau gefallen sind.
Die Finanzmärkte haben laut dem CME FedWatch-Tool eine Wahrscheinlichkeit von fast 28,9 % eingepreist, dass die Fed die Zinsen auf der Sitzung der Zentralbank im Juli anheben wird, gegenüber 34,2 % in der vorherigen Sitzung.
Die Bank of Canada (BoC) wird voraussichtlich die Zinssätze für den Rest des Jahres auf dem aktuellen Niveau belassen. Zudem konnten die Protokolle der geldpolitischen Sitzung der BoC die wachsende Zinsdifferenz zwischen den USA und Kanada kaum verringern. Dies könnte wiederum den Aufwärtstrend des Loonie begrenzen.
Aus dem Protokoll der Sitzung geht hervor, dass sich der Gouverneursrat darauf einigte, die Geldpolitik flexibel zu halten, um auf neue US-Handelsbeschränkungen, die Auswirkungen der Energiepreise oder beides gleichzeitig reagieren zu können. Händler rechnen laut Reuters bis Dezember mit einer Straffung um 17 Basispunkte (bps) durch die kanadische Zentralbank, nach etwa 60 Basispunkten im letzten Monat.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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