Japanischer Yen legt zu - Spekulationen auf weitere BoJ-Zinserhöhung nehmen zu
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/JPY fällt im Mittwochshandel in Asien auf nahe 159,45.
- Erwartungen, dass die BoJ die Zinsen bereits im September anheben könnte, stützen den japanischen Yen.
- Händler schrauben ihre Wetten auf eine Zinserhöhung durch die Fed zurück.
Das Paar USD/JPY gibt während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch auf rund 159,45 nach. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem US-Dollar (USD) zu, da die Markterwartungen für eine weitere Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) steigen. Händler werden den Inflationsbericht zum nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) Japans im Auge behalten, der am Freitag im Laufe des Tages veröffentlicht wird.
Die Märkte preisen derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung der BoJ ein, möglicherweise bereits auf der anstehenden geldpolitischen Sitzung. Diese Erwartung geht auf jüngste Äußerungen von BoJ-Entscheidungsträgern und Inflationsdaten zurück, die weiterhin über dem 2%-Ziel der Zentralbank liegen. Overnight Index Swaps preisen laut Reuters eine Wahrscheinlichkeit von etwa 80% für eine Zinserhöhung bereits im September ein.
Allerdings könnten zunehmende fiskalische Sorgen in Japan den JPY belasten und als Rückenwind für das Paar wirken. Der Plan von Premierministerin Sanae Takaichi, die Verbrauchssteuer auf Lebensmittel für zwei Jahre auf 1% zu senken, hat die Marktbedenken verstärkt, da die Regierung bislang keine alternative Einnahmequelle identifiziert hat und die Maßnahme als ineffektiver Weg zur Bekämpfung der Inflation angesehen wird.
Händler reduzieren ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) auf der geldpolitischen Sitzung im September nach der Veröffentlichung unerwarteter Arbeitsplatzverluste im Juli und moderater Inflationsdaten.
"Die moderate Inflation und Anzeichen einer Schwäche am US-Arbeitsmarkt machen eine Zinserhöhung der Fed im September derzeit höchst unwahrscheinlich – trotz der heute Morgen leichten Aufwärtskorrektur der Fed-Erwartungen," sagte Scotiabank-Analysten unter der Leitung von Shaun Osborne. "Kurzfristige USD-Gewinne bleiben aus unserer Sicht ein Anlass zum Verkauf," fügte Osborne hinzu.
BoJ-Zinsdilemma verschärft sich, da die Risiken für Versicherer in den Fokus rücken
Rabobank unterstreicht das politische Dilemma, vor dem die BoJ steht, und fragt, ob "wenn die BoJ die Zinsen anheben würde, um den JPY zu stützen, könnten ihre Lebensversicherer dann noch stärker leiden?" Die Bank hebt hervor, dass jeder Schritt zur Stützung des Yen durch eine Straffung der Geldpolitik die Belastungen für Japans Lebensversicherungssektor verschärfen könnte, wodurch der Zielkonflikt zwischen Währungsstützung und Finanzstabilität deutlicher wird.
Technische Analyse: USD/JPY bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt
Im Tages-Chart behält USD/JPY eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da der Spot-Kurs weiterhin unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem mittleren Band der Bollinger-Bänder über 20 Tage gedeckelt bleibt. Das Paar konsolidiert unter diesen gebündelten dynamischen Barrieren, während der Relative Strength Index (RSI) bei 44,46 im neutralen Bereich liegt und eher auf nachlassendes Aufwärtsmomentum als auf überverkaufte Bedingungen hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der wichtige Widerstand am mittleren Bollinger-Band und dem 100-Tage-SMA bei 160,00. Die nächste Hürde wird am oberen Bollinger-Band nahe 164,60 gesehen. Auf der Unterseite sticht das untere Bollinger-Band um 155,40 als nächste wichtige Unterstützung hervor, und ein Bruch in Richtung dieses Bereichs würde den aktuellen Korrekturton bestätigen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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