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Indonesische Rupiah fällt auf Rekordtief - Fiskalsorgen nehmen zu

  • USD/IDR erreichte am Donnerstag ein neues Rekordhoch von 18.074.
  • Händler zeigen sich vorsichtig hinsichtlich der fiskalischen Aussichten Indonesiens und der kursierenden Spekulationen über eine Herabstufung der Staatsbewertung.
  • Der US-Dollar könnte seinen Boden zurückgewinnen, da starke Arbeitsmarktdaten für Mai die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed anheizen.

USD/IDR weitet seine Gewinne am zweiten Tag in Folge aus und erreicht während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag ein neues Rekordhoch von 18.074. Der Indonesische Rupiah (IDR) steht gegenüber dem US-Dollar (USD) vor Herausforderungen, da Händler die fiskalische Lage Indonesiens und Spekulationen über eine Herabstufung der Staatsbewertung mit Vorsicht betrachten.

Die Kapitalabflüsse haben sich nach dem Ausschluss von acht lokalen Aktien aus dem FTSE Russell Index vertieft, was den MSCI-bezogenen Druck verstärkt. Gleichzeitig haben steigende Öl- und Gasimportkosten im April den Handelsüberschuss geschmälert, während die Devisenreserven im April auf ein fast zweijähriges Tief gefallen sind, da Bank Indonesia ihre Interventionen verstärkt hat.

Die Aufwärtsbewegung des USD/IDR-Paares könnte jedoch begrenzt sein, da der Greenback aufgrund nachlassender Risikoaversion an Boden verliert, nachdem am Mittwoch bekannt wurde, dass Israel und Libanon einer Erneuerung des Waffenstillstands zugestimmt haben. Dies erfordert jedoch eine „vollständige Einstellung“ der Feuergefechte durch die vom Iran unterstützte Hisbollah. Die Vereinbarung wurde in einer gemeinsamen Erklärung nach US-geführten Gesprächen in Washington bekannt gegeben.

Israel und Libanon unterhalten keine formellen diplomatischen Beziehungen, haben jedoch auch zugestimmt, mehrere „Pilot-Sicherheitszonen“ einzurichten, in denen die libanesischen Streitkräfte „ausschließlich die Kontrolle über das Gebiet übernehmen und alle nichtstaatlichen Akteure ausschließen werden.“

Der Greenback könnte seinen Boden zurückgewinnen angesichts steigender Erwartungen, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr die Zinsen anheben wird. Stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten, darunter die ADP-Beschäftigungszahlen für den privaten Sektor im Mai und die JOLTS-Stellenangebote, deuten auf einen widerstandsfähigen US-Arbeitsmarkt hin. Diese Berichte könnten Händler dazu veranlassen, ihre Wetten darauf auszuweiten, dass die Fed die Zinsen länger hoch halten wird.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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