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Goldpreis Prognose: Wie tief Gold nach dem Bruch von 4.150 Dollar fallen kann

Der Goldpreis steht an einer Marke, die über die nächste größere Bewegung entscheiden könnte. Am Dienstagmorgen notiert Gold bei 4.163,32 US-Dollar und damit 0,12 % im Minus. Auf den ersten Blick klingt das nach einem ruhigen Handelstag. Der Chart erzählt allerdings eine andere Geschichte.

Gold ist in den vergangenen Wochen technisch massiv unter Druck geraten und notiert inzwischen unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Gleichzeitig ist der Goldpreis mittlerweile so weit gefallen, dass er unmittelbar an einer wichtigen Unterstützung angekommen ist. Genau das macht die aktuelle Lage spannend: Der Trend spricht weiterhin für die Verkäufer, doch nach unten wird die Luft langsam dünner.

Für die kurzfristige Goldpreis Prognose rückt deshalb vor allem eine Marke in den Mittelpunkt: 4.150 US-Dollar. Hält sie, ist eine Gegenbewegung möglich. Fällt sie auf Tagesschlussbasis, öffnet sich der Weg zu deutlich tieferen Kursen.

Goldpreis Prognose

Beim Goldpreis haben noch die Verkäufer das Sagen

Wer nur auf den aktuellen Goldpreis schaut, könnte die technische Schwäche leicht unterschätzen. Ein Blick auf den Tageschart zeigt jedoch, wie eindeutig die Lage derzeit ist.

Gold notiert unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 4.366,93 US-Dollar. Auch die 50-Tage-Linie bei 4.381,74 US-Dollar liegt deutlich oberhalb des aktuellen Kurses. Selbst die langfristig besonders wichtige 200-Tage-Linie bei 4.568,18 US-Dollar wurde unterschritten.

Damit liegen alle drei gleitenden Durchschnitte oberhalb des Goldpreises. Aus technischer Sicht bestätigt diese Konstellation den breiten Abwärtsdruck.

Dazu passt der SuperTrend, der aktuell bei 4.394,98 US-Dollar verläuft und damit ebenfalls als Widerstand über dem Markt liegt. Gleichzeitig handelt Gold unterhalb der Cloud-Zone des zugrunde liegenden Charts. Auch dieses Signal spricht weiterhin für einen bearishen Markt.

Ganz so eindeutig ist die Situation trotzdem nicht.

Der RSI liegt bei nur noch 30,94 Punkten und nähert sich damit dem überverkauften Bereich. Das bedeutet nicht, dass der Goldpreis automatisch kurz vor einer Erholung steht. Ein niedriger RSI kann über längere Zeit niedrig bleiben, während die Kurse weiter fallen. Er zeigt aber, dass der Verkaufsdruck inzwischen weit fortgeschritten ist.

Genau darin liegt derzeit der Konflikt im Chart: Der Trend zeigt klar nach unten, gleichzeitig ist die Bewegung bereits stark gestreckt.

Wichtig ist zudem, dass die aktuelle Tageskerze noch nicht abgeschlossen ist. Der zuletzt erfasste Schlusskurs beziehungsweise aktuelle Kurs liegt bei 4.163,32 US-Dollar. Für die endgültige technische Bewertung zählt deshalb vor allem, wo Gold den Handelstag beendet.

Bei 4.150 Dollar wird es jetzt ernst

Die Marke von 4.150 US-Dollar ist aktuell die wichtigste Unterstützung im gesamten Chart.

Solange Gold darüber bleibt, haben die Käufer zumindest noch die Chance, die laufende Abwärtsbewegung abzufangen. Ein klarer Tagesschluss unter dieser Marke würde die Lage dagegen deutlich verschärfen.

Dann wäre aus technischer Sicht zunächst Platz bis 3.955 US-Dollar.

Auch dort wäre der Abverkauf allerdings noch nicht zwangsläufig beendet. Sollte diese Zone ebenfalls nicht halten, wartet die nächste große Unterstützung erst bei 3.785 US-Dollar.

Für Anleger bedeutet das: Zwischen dem aktuellen Goldpreis und der Marke von 3.785 US-Dollar liegen noch mehrere potenzielle Haltezonen. Doch mit jedem Bruch würde sich das Chartbild weiter eintrüben.

Auf der anderen Seite reicht eine kleine Erholung noch lange nicht aus, um den Trend zu drehen.

Die erste entscheidende Widerstandszone liegt zwischen 4.366 und 4.395 US-Dollar. In diesem Bereich treffen mehrere technische Hürden aufeinander. Erst wenn Gold diese Zone zurückerobert, würde der aktuelle Abwärtstrend zumindest etwas an Kraft verlieren.

Darüber folgt mit 4.568 US-Dollar die nächste große Hürde. Dort verläuft die 200-Tage-Linie.

Noch weiter oben wartet bei 4.755 US-Dollar ein wichtiger Ausbruchswiderstand.

Die genannten Chartmarken stammen aus der zugrunde liegenden Analyse vom 28. September 2026 um 00:00 Uhr UTC. Der aktuelle Goldkurs von 4.163,32 US-Dollar wurde separat am 29. September um 1:23 Uhr EDT erfasst.

So sieht das bearishe Szenario aus

Die einfachste Variante für die Verkäufer wäre ein klarer Tagesschluss unter 4.150 US-Dollar.

Ein aggressiver bearish ausgerichteter Ansatz würde genau diesen Bruch als Einstiegssignal werten. Die Absicherung läge in diesem Szenario bei 4.280 US-Dollar. Steigt Gold wieder über dieses Niveau, wäre der Ausbruch nach unten infrage gestellt.

Das erste Kursziel liegt bei 3.955 US-Dollar. Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 1,5 zu 1.

Die Einschätzung für dieses Szenario ist mittel, weil erst das tatsächliche Scheitern der Unterstützung die Fortsetzung des Abwärtstrends bestätigen würde.

Etwas geduldiger wäre die zweite Variante.

Dabei würde zunächst ein Bruch nach unten abgewartet. Anschließend müsste Gold den Bereich um 4.100 US-Dollar noch einmal testen und dort nach unten abgewiesen werden.

Ein solcher Rücklauf wäre wichtig, weil er zeigen würde, dass eine ehemalige Unterstützung tatsächlich zum Widerstand geworden ist.

Auch hier würde die mögliche Absicherung bei 4.280 US-Dollar liegen. Das Kursziel läge allerdings deutlich tiefer bei 3.785 US-Dollar.

Das Chance-Risiko-Verhältnis steigt dadurch auf 2,8 zu 1.

Auch dieses Szenario besitzt eine mittlere Einschätzung. Der Unterschied liegt vor allem darin, dass Anleger nicht sofort auf den ersten Ausbruch reagieren müssten, sondern zunächst eine Bestätigung der Bewegung abwarten könnten.

Für die Goldpreis Prognose wäre ein Tagesschluss unter 4.150 US-Dollar damit ein klares Warnsignal.

Der niedrige RSI würde daran nichts ändern. Ein überverkaufter Markt kann problemlos noch weiter fallen.

Was müsste passieren, damit Gold wieder dreht?

Ganz ausgeschlossen ist eine Erholung nicht. Gerade weil sich der RSI bereits der überverkauften Zone nähert und Gold unmittelbar an einer wichtigen Unterstützung steht, könnte von hier aus eine technische Gegenbewegung starten.

Das Problem: Wer jetzt auf steigende Kurse setzt, handelt zunächst gegen den bestehenden Trend.

Die aggressive bullishe Variante würde eine Umkehrbewegung nahe 4.160 US-Dollar voraussetzen.

Die mögliche Absicherung läge bei 4.029 US-Dollar. Als Ziel wäre ein Anstieg auf 4.422 US-Dollar denkbar. Das ergibt ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 2 zu 1.

Die Einschätzung für dieses Szenario bleibt allerdings niedrig. Der Grund ist einfach: Der übergeordnete Trend zeigt weiterhin nach unten.

Wer mehr Bestätigung möchte, müsste zunächst einen Ausbruch über 4.300 US-Dollar abwarten.

Das wäre ein erstes Signal dafür, dass die Verkäufer an Kraft verlieren.

Die Absicherung läge in diesem Szenario ebenfalls bei 4.029 US-Dollar, während das Ziel bei 4.568 US-Dollar angesetzt wäre. Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 3,1 zu 1.

Die Einschätzung liegt hier zwischen niedrig und mittel.

Entscheidend wäre allerdings, dass Gold anschließend auch den Bereich zwischen 4.366 und 4.395 US-Dollar zurückerobert. Erst dann würde sich das kurzfristige Chartbild wirklich verbessern.

Bis dahin sollte man steigende Kurse eher als Erholung innerhalb eines weiterhin schwachen Trends betrachten.

Goldpreis Prognose: Jetzt zählt die Bestätigung

Für Gold gibt es derzeit zwei sehr klare Marken.

Auf der Unterseite sind es 4.150 US-Dollar. Ein bestätigter Bruch würde die Gefahr eines Rückgangs auf zunächst 3.955 und später möglicherweise 3.785 US-Dollar deutlich erhöhen.

Auf der Oberseite muss der Goldpreis zunächst über 4.300 US-Dollar steigen. Wirklich interessant wird es allerdings erst zwischen 4.366 und 4.395 US-Dollar. Solange Gold darunter notiert, bleibt die technische Ausgangslage bearish.

Genau deshalb ist die aktuelle Situation so spannend.

Gold steht nicht irgendwo mitten im Abwärtstrend, sondern unmittelbar an einer entscheidenden Unterstützungszone. Gleichzeitig signalisiert der RSI, dass die Verkaufsbewegung inzwischen weit fortgeschritten ist.

Das kann zu einer kräftigen Gegenbewegung führen. Es kann aber genauso gut der Moment sein, in dem die letzte größere Unterstützung bricht und der nächste Abwärtsschub beginnt.

Für Anleger ist es deshalb aktuell wenig sinnvoll, den nächsten Schritt des Goldpreises vorwegnehmen zu wollen.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Welche Seite liefert zuerst die Bestätigung?

Unter 4.150 US-Dollar hätten die Verkäufer ein neues starkes Signal. Über 4.300 US-Dollar würde sich erstmals wieder etwas Hoffnung für die Käufer zeigen. Und erst oberhalb von 4.366 bis 4.395 US-Dollar würde die bearishe Goldpreis Prognose ernsthaft ins Wanken geraten.

Bis dahin bleibt der Trend abwärtsgerichtet – aber genau an einer Stelle, an der es jetzt richtig spannend wird.

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