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Goldpreis Prognose: Wer jetzt blind shortet, könnte böse überrascht werden

Der Goldpreis steht an einer gefährlichen Marke. Die Gold-Futures handeln im Tageschart bei 4.125 US-Dollar und der Trend zeigt klar nach unten. Besonders kritisch ist jetzt der Bereich um 4.000 US-Dollar. Fällt diese Unterstützung, könnte es schnell ungemütlich werden. Dann wären Kurse von 3.800 oder sogar 3.600 US-Dollar keine Überraschung mehr.

Doch genau hier wird die aktuelle Goldpreis Prognose spannend. Denn während der langfristige Trend klar gegen Gold spricht, zeigen MACD und RSI erste Hinweise darauf, dass die Verkäufer an Kraft verlieren. Wer jetzt einfach blind auf weiter fallende Kurse setzt, könnte deshalb in eine unangenehme Gegenbewegung geraten.

Die entscheidende Frage lautet also: Geht der Absturz beim Goldpreis weiter oder steht der Markt kurz vor einer Erholung?

Goldpreis Prognose

Der Goldpreis steckt klar im Abwärtstrend

Wer sich den Tageschart ansieht, kommt an einer Tatsache kaum vorbei: Die Bären haben derzeit die Kontrolle.

Der Goldpreis notiert unter dem 20-Tage-Durchschnitt bei 4.159 US-Dollar. Gleichzeitig liegt dieser Durchschnitt unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei 4.283,8 US-Dollar und dieser wiederum unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 4.439,2 US-Dollar.

Technisch ist das ein äußerst schwaches Bild. Hinzu kommt das jüngste Death Cross, das den bestehenden Abwärtstrend zusätzlich bestätigt.

Auch beim Ichimoku-Indikator gibt es kaum etwas schönzureden. Der Goldpreis handelt unterhalb der Cloud, die zwischen 4.188 und 4.436 US-Dollar liegt. Solange der Kurs diese Zone nicht zurückerobert, bleibt der übergeordnete Trend negativ.

Der SuperTrend bestätigt dieses Bild. Das Signal liegt bei 4.407,9 US-Dollar und bleibt rot. Das bärische Marktregime ist damit weiterhin aktiv.

Für dich bedeutet das: Solange Gold unter etwa 4.400 US-Dollar bleibt, ist jede größere Erholung zunächst nur eine Rallye im Bärenmarkt. Von einem echten Trendwechsel kann bislang keine Rede sein.

Genau das ist für die weitere Goldpreis Prognose entscheidend.

Jetzt wird die Marke von 4.000 US-Dollar zum Pulverfass

Die wichtigste Zone liegt derzeit zwischen 3.950 und 4.000 US-Dollar.

Das bisherige Swing-Tief bei 3.955 US-Dollar wurde bereits zweimal bestätigt. Gleichzeitig liegt mit 4.000 US-Dollar direkt darüber eine psychologisch extrem wichtige Marke.

Genau hier entscheidet sich, ob die Käufer noch einmal zurückkommen oder ob der nächste größere Rutsch beginnt.

Hält die Zone, könnte der Goldpreis zumindest eine stärkere Gegenbewegung starten. Bricht die Marke von 3.955 US-Dollar jedoch nachhaltig, wäre die bisherige Struktur beschädigt. Dann könnte der Weg zunächst in Richtung 3.800 US-Dollar führen.

Und damit nicht genug.

Sollte auch dort keine starke Nachfrage auftauchen, wäre anschließend sogar ein Rückgang bis 3.600 US-Dollar möglich.

Das macht die aktuelle Situation so gefährlich. Gold steht nicht irgendwo im Chart, sondern direkt an einer Zone, die über die nächste große Bewegung entscheiden könnte.

Warum 4.200 US-Dollar jetzt so wichtig werden

Auf der Oberseite wartet zwischen 4.160 und 4.200 US-Dollar ein massiver Widerstandsbereich.

Dort treffen gleich mehrere technische Marken aufeinander. Der 20-Tage-Durchschnitt liegt bei rund 4.159 US-Dollar. Das 38,2%-Fibonacci-Retracement verläuft bei exakt 4.198,7 US-Dollar. Hinzu kommen wichtige Ichimoku-Linien.

Das ist keine zufällige Ansammlung von Marken.

Gerade deshalb könnte dieser Bereich für die weitere Goldpreis Prognose besonders wichtig werden. Steigt Gold in diese Zone und wird dort erneut abverkauft, wäre das ein starkes Signal dafür, dass die Verkäufer weiterhin das Kommando haben.

Auch die Fibonacci-Marken passen zu diesem Bild.

Ausgehend von der Bewegung vom Hoch bei 4.593 US-Dollar bis zum Tief bei 3.955 US-Dollar liegt das 38,2%-Retracement bei 4.198,7 US-Dollar. Die 50%-Marke wartet bei 4.274 US-Dollar.

Solche Bereiche werden in einem laufenden Abwärtstrend häufig zum Problem. Der Markt erholt sich, die Hoffnung auf eine Trendwende steigt und genau dort kommen die Verkäufer zurück.

Wer auf fallende Kurse setzt, dürfte deshalb besonders genau auf den Bereich zwischen 4.160 und 4.200 US-Dollar schauen.

Der große Widerspruch im Gold-Chart

Eigentlich müsste die Sache klar sein.

Der Trend ist negativ. Der Goldpreis handelt unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der SuperTrend bleibt bärisch. Auch die Ichimoku-Cloud bestätigt den Abwärtstrend.

Und trotzdem gibt es jetzt erste Warnzeichen für die Verkäufer.

Der MACD liegt bei -97,6 und damit über dem Signalwert von -114,2. Es hat sich ein bullischer Crossover gebildet. Das bedeutet noch lange nicht, dass der Goldpreis unmittelbar vor einer großen Rallye steht.

Es zeigt aber, dass der Verkaufsdruck nachlässt.

Auch der RSI passt zu diesem Bild. Er liegt bei 41,3 und damit zwar unterhalb des neutralen Bereichs, aber noch nicht tief im überverkauften Terrain.

Das eröffnet gleich zwei Möglichkeiten.

Der Goldpreis kann durchaus noch weiter fallen. Gleichzeitig ist genug Raum für eine technische Gegenbewegung vorhanden.

Besonders auffällig ist der Doji bei 4.125,57 US-Dollar vom 10. Juli 2026. Diese Kerze signalisiert Unentschlossenheit und ist ausgerechnet an einer lokalen Unterstützung innerhalb eines fallenden Kanals entstanden.

Genau deshalb ist die Lage aktuell gefährlicher, als der klare Abwärtstrend auf den ersten Blick vermuten lässt.

Strategisch bleibt Gold bärisch. Taktisch ist die Situation aber längst nicht mehr so eindeutig.

Blind short gehen? Das könnte teuer werden

Die Versuchung ist groß.

Der Trend zeigt nach unten, die Unterstützung bei 4.000 US-Dollar rückt näher und unterhalb von 3.955 US-Dollar liegen die nächsten möglichen Ziele bei 3.800 und 3.600 US-Dollar.

Trotzdem wäre ein aggressiver Short direkt bei 4.125 US-Dollar riskant.

Ein solcher Trade würde auf einen Bruch des Tagestiefs setzen. Der Stop könnte bei 4.285 US-Dollar liegen. Die möglichen Ziele wären 3.955, 3.800 und 3.600 US-Dollar.

Das Chance-Risiko-Verhältnis läge damit je nach Ziel ungefähr zwischen 1,6 und 4,5.

Auf dem Papier klingt das attraktiv.

Das Problem ist nur: Der Einstieg liegt bereits relativ nah an einer starken Unterstützungszone. Gleichzeitig zeigen MACD, RSI und der Doji erste Zeichen dafür, dass die Verkäufer nicht mehr so dominant sind wie zuvor.

Für erfahrene Trendfolger kann dieses Szenario trotzdem interessant sein. Es ist aber alles andere als ein Selbstläufer.

Deutlich sauberer erscheint ein Short-Einstieg zwischen 4.160 und 4.200 US-Dollar.

Dort liegt der technische Sweet Spot. Der 20-Tage-Durchschnitt, das 38,2%-Fibonacci-Retracement und wichtige Ichimoku-Marken treffen in einem engen Bereich zusammen.

Wird Gold dort klar abgewiesen, könnte ein Einstieg mit Stop bei 4.285 US-Dollar und Zielen bei 3.955, 3.800 und 3.600 US-Dollar deutlich attraktiver sein.

Die Konfidenz bleibt zwar nur mittel. Aber im Vergleich zu einem Einstieg mitten im aktuellen Markt ist dieses Setup technisch wesentlich sauberer.

Können mutige Anleger jetzt auf die Gegenbewegung setzen?

Auch ein Long-Szenario ist möglich.

Ein aggressiver Einstieg könnte im Bereich von 4.000 US-Dollar interessant werden, sofern Gold in die Unterstützungszone zwischen 3.950 und 4.000 US-Dollar fällt und dort eine klare Stabilisierung zeigt.

Der Stop läge bei 3.850 US-Dollar. Mögliche Ziele wären 4.300, 4.430 und 4.600 US-Dollar.

Das Chance-Risiko-Verhältnis könnte dabei bis zu 4 zu 1 betragen.

Doch Vorsicht: Dieser Trade würde klar gegen den übergeordneten Trend laufen.

Die Konfidenz ist deshalb niedrig. Es wäre eine Wette auf eine Gegenbewegung und nicht auf einen bestätigten neuen Aufwärtstrend.

Deutlich konservativer wäre ein Long erst oberhalb von 4.200 US-Dollar.

Dafür müsste Gold den 20-Tage-Durchschnitt und das 38,2%-Fibonacci-Retracement zurückerobern. Der Stop könnte auch hier bei 3.850 US-Dollar liegen, während 4.300, 4.430 und 4.600 US-Dollar die möglichen Ziele wären.

Allerdings wäre das bereits eine relativ späte Bestätigung.

Dafür würde ein solcher Ausbruch erstmals darauf hindeuten, dass sich das Marktregime tatsächlich verändert.

In dieser Zone ist Nichtstun wahrscheinlich die beste Entscheidung

Der Bereich zwischen 4.050 und 4.150 US-Dollar ist aktuell besonders tückisch.

Der VPVR zeigt dort einen wichtigen Volumenknoten. Gleichzeitig bewegt sich der Goldpreis in einer unruhigen Seitwärtszone.

Das ist genau die Art von Markt, in der Trader schnell Geld verlieren können.

Der Kurs bewegt sich kurz in eine Richtung, löst Stops aus und dreht anschließend wieder um. Klare Trends fehlen, der Noise-Anteil ist hoch und Fehlsignale treten besonders häufig auf.

Deshalb gilt gerade jetzt: Nur weil sich der Goldpreis bewegt, heißt das nicht, dass es auch einen guten Trade gibt.

Geduld könnte in diesem Bereich deutlich mehr wert sein als Aktionismus.

Diese Marken entscheiden über die Goldpreis Prognose

Für die Käufer ist 3.955 US-Dollar die entscheidende Marke.

Fällt der Goldpreis nachhaltig darunter, ist die bullische These beschädigt. Dann wäre der Weg Richtung 3.800 und möglicherweise 3.600 US-Dollar offen.

Für die Verkäufer liegt die entscheidende Grenze bei 4.408 US-Dollar.

Dort treffen der SuperTrend und ein markanter Widerstandsbereich aufeinander. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde das bärische Bild deutlich schwächen.

Es wäre der erste ernsthafte Hinweis darauf, dass aus einer simplen Erholung möglicherweise doch ein größerer Trendwechsel entsteht.

Bis dahin bleibt die Lage klar.

Solange der Goldpreis unter 4.200 bis 4.300 US-Dollar notiert, spricht das technische Bild eher für „Sell the rally“ als für „Buy the dip“.

Mein Fazit zur Goldpreis Prognose

Der Goldpreis steht vor einer Richtungsentscheidung, die es in sich hat.

Der übergeordnete Trend bleibt klar bärisch. Gold handelt unter den wichtigsten gleitenden Durchschnitten, unterhalb der Ichimoku-Cloud und weiterhin in einem negativen SuperTrend-Regime.

Gleichzeitig liegt mit der Zone zwischen 3.950 und 4.000 US-Dollar eine entscheidende Unterstützung direkt vor dem Markt.

Ein Bruch von 3.955 US-Dollar könnte den nächsten Abverkauf auslösen. Dann wären 3.800 und im weiteren Verlauf sogar 3.600 US-Dollar mögliche Ziele.

Trotzdem sollten Anleger und Trader jetzt nicht blind auf den Absturz setzen.

Der MACD zeigt bereits einen bullischen Crossover. Der RSI lässt Raum für eine Gegenbewegung und der Doji vom 10. Juli 2026 signalisiert ausgerechnet an der aktuellen Unterstützung Unsicherheit.

Genau darin liegt die eigentliche Gefahr.

Wer jetzt mitten im Bereich zwischen 4.050 und 4.150 US-Dollar handelt, läuft Gefahr, von den kurzfristigen Schwankungen zerrieben zu werden.

Aus meiner Sicht bleibt deshalb eine Erholung in Richtung 4.160 bis 4.200 US-Dollar besonders spannend. Wird Gold dort erneut klar abgewiesen, könnte sich das attraktivste Short-Szenario ergeben.

Auf der bullischen Seite wird es erst oberhalb von 4.200 US-Dollar interessanter. Ein Ausbruch über 4.408 US-Dollar wäre schließlich das erste wirklich starke Signal dafür, dass der Abwärtstrend seinen Griff verliert.

Bis dahin bleibt meine Goldpreis Prognose klar: Der Bär hat die Kontrolle. Doch genau jetzt wird es gefährlich, ihm blind hinterherzulaufen.

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