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Gold erholt sich vom Zwei-Wochen-Tief; noch nicht aus dem Gröbsten raus angesichts des bullishen USD

  • Gold behält am Freitag seine negative Tendenz bei, da die steigenden US-Iran-Spannungen den US-Dollar weiterhin stützen.
  • Inflationsängste dämpfen die dovishen Fed-Wetten, was dem Dollar weiter zugutekommt und auf das Edelmetall drückt.
  • Das technische Setup begünstigt die Bären bei XAU/USD und unterstützt die Annahme einer weiteren Abwertung.

Gold (XAU/USD) erholt sich leicht von einem fast zwei Wochen alten Tief, das am frühen Freitag erreicht wurde, zeigt jedoch keine nachhaltige Dynamik und bleibt in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung unter der Marke von 4.700 USD.

Die sich verschärfenden US-Iran-Spannungen über die Straße von Hormus und der Mangel an Fortschritten bei den Friedensgesprächen halten die Anleger in Alarmbereitschaft. Zudem dämpfen wieder aufkommende Inflationsängste die Erwartungen an eine dovishere US-Notenbank (Fed) und stützen den US-Dollar (USD). Dies wirkt wiederum als Rückenwind für Gold, das offenbar bereit ist, erstmals seit fünf Wochen Verluste zu verzeichnen.

Anzeichen für Reibungen zwischen den USA und Iran bestehen weiterhin aufgrund der amerikanischen Marineblockade iranischer Häfen. Tatsächlich bezeichnete Irans Außenminister Abbas Araghchi die Blockade als Kriegsakt. Zudem erklärte Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf, dass ein vollständiger Waffenstillstand nur dann sinnvoll sei, wenn die maritime Blockade nicht verletzt wird. Unterdessen befahl US-Präsident Donald Trump der US-Marine, auf Boote zu schießen und diese zu zerstören, die Minen in der kritischen Schifffahrtsroute auslegen. Dies dämpft die Hoffnungen auf eine dauerhafte Deeskalation und stützt weiterhin den Status des Greenbacks als globale Reservewährung, was den Goldpreis unter Druck setzt.

Unterdessen bleiben die anhaltenden Störungen der Energieversorgung durch die strategische Wasserstraße unterstützend für die erhöhten Rohölpreise. Dies weckt Sorgen vor einem signifikanten Anstieg der globalen Inflation und könnte eine hawkischere Wende bei wichtigen Zentralbanken, einschließlich der US-Notenbank (Fed), auslösen. Die aktuelle Marktbewertung zeigt laut FedWatch-Tool eine über 80%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze bis 2026 im aktuellen Bereich belässt, mit der Möglichkeit einer einzigen Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) in diesem Jahr von etwa 10%. Dieser Ausblick wirkt als Rückenwind für die Renditen von US-Staatsanleihen und den USD. Dies ist ein weiterer Faktor, der den Angebotston rund um das zinslose Gold unterstützt und die Annahme weiterer Verluste untermauert.

Der US-Wirtschaftskalender am Freitag enthält den revidierten US-Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan. Der Fokus bleibt jedoch auf den geopolitischen Entwicklungen, die weiterhin Volatilität an den globalen Finanzmärkten erzeugen und bedeutende Handelsmöglichkeiten rund um Gold bieten könnten. Dennoch deutet der oben genannte fundamentale Hintergrund darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das XAU/USD-Paar weiterhin nach unten zeigt. Daher könnte jede Erholungsbewegung als Verkaufsgelegenheit gesehen werden und läuft Gefahr, schnell wieder abzuflachen.

XAU/USD 4-Stunden-Chart

Gold könnte Schwierigkeiten haben, eine bedeutende Erholung inmitten eines bärischen Setups zu verzeichnen

Das Edelmetall behält eine kurzfristig bärische Tendenz unter dem 200-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei und versucht nun, den Rückgang unter die steigende Kanalkante bei 4.680,47 USD auszudehnen. Die Bewegung weg von der Kanalunterstützung deutet auf einen Verlust der Aufwärtsdynamik hin.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 35,72 nahe dem überverkauften Bereich, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt mit einem Wert von etwa -4,92 unter der Nulllinie negativ. Dies verstärkt den anhaltenden Abwärtsdruck statt einer bevorstehenden Umkehr.

Daher würde weitere Schwäche XAU/USD anfällig für eine Erkundung weiterer Abwärtsbewegungen machen. Auf der Oberseite ergibt sich unmittelbarer Widerstand um den ehemaligen Kanalboden bei 4.680,47 USD, mit einer stärkeren Hürde am 200-Perioden-EMA nahe 4.778,44 USD sowie der oberen Begrenzung des aufsteigenden Kanals weiter oben bei etwa 4.901,82 USD. Nur eine Erholung über diese Barrieren würde beginnen, den aktuellen bärischen Ton zu mildern.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.

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