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Gold Prognose: JPMorgan erkennt ein klares Muster bei Anlegern in Kriegen

Wenn geopolitische Konflikte eskalieren, reagieren die Finanzmärkte oft schneller als die Politik. Doch laut einer aktuellen Analyse von JPMorgan folgen viele Anleger in solchen Krisen einem erstaunlich klaren Muster. Genau das könnte jetzt wieder passieren. Für dich als Investor ist das besonders wichtig, denn daraus lässt sich auch ableiten, wie sich Gold entwickeln könnte – und was das für die Gold Prognose in den kommenden Monaten bedeutet.

Der Hintergrund: Der Konflikt im Nahen Osten dauert inzwischen bereits mehrere Tage an. JPMorgan hat deshalb untersucht, wie sich Anleger beim Ausbruch des Ukraine-Krieges 2022 verhalten haben. Die Ergebnisse zeigen ein Verhalten, das heute wieder relevant sein könnte.

Anleger bleiben zunächst ruhig – zumindest bei Aktien

Der JPMorgan-Stratege Nikolaos Panigirtzoglou hat sich die Kapitalströme rund um den Beginn des Ukraine-Kriegs genau angesehen. Das Ergebnis überrascht auf den ersten Blick.

Privatanleger reagierten damals nämlich deutlich ruhiger, als viele erwartet hatten. Statt panisch Aktien zu verkaufen, blieben sie zunächst investiert.

Panigirtzoglou erklärt dazu: Beim Vergleich mit dem Ukraine-Krieg sei besonders auffällig gewesen, dass Privatanleger bei Aktien Geduld zeigten. Sie verkauften ihre Aktienfonds etwa einen Monat lang nach Kriegsbeginn nicht.

Ganz anders sah es allerdings bei Anleihen aus.

Anleihefonds wurden sofort verkauft

Während Aktien zunächst verschont blieben, verloren viele Anleger bei Anleihen sehr schnell die Nerven. Laut JPMorgan begann der Abverkauf von Anleihefonds praktisch unmittelbar nach dem Beginn des Ukraine-Krieges.

Der Grund liegt vermutlich in den Erwartungen der Investoren. Kriege treiben oft die Energiepreise nach oben. Steigende Energiepreise wiederum können Inflation auslösen oder verstärken. Genau das macht Anleihen unattraktiv, weil deren feste Zinsen durch Inflation real an Wert verlieren.

Für die Gold Prognose ist das ein entscheidender Punkt. Denn immer wenn Inflationserwartungen steigen, rückt Gold als Schutz vor Kaufkraftverlust stärker in den Fokus vieler Anleger.

Nach einem Monat kippte die Stimmung komplett

Doch die anfängliche Gelassenheit hielt nicht lange. Laut JPMorgan änderte sich die Lage deutlich, sobald Investoren verstanden, dass der Krieg kein kurzfristiges Ereignis bleiben würde.

Panigirtzoglou schreibt, dass die Geduld der Anleger etwa einen Monat nach Kriegsbeginn verschwand. Als klar wurde, dass der Konflikt länger dauern und einen dauerhaften Ölpreis- und Inflationsschock auslösen könnte, begannen Privatanleger sowohl Aktien- als auch Anleihefonds kontinuierlich zu verkaufen.

Diese zweite Phase einer Krise ist an den Märkten oft entscheidend. Erst wenn Investoren realisieren, dass ein Konflikt langfristige wirtschaftliche Folgen haben kann, kommt es häufig zu stärkeren Umschichtungen.

Und genau dann gewinnt Gold traditionell an Bedeutung.

Rohstoffe zeigten ein auffälliges Muster

Auch an den Rohstoffmärkten erkannte JPMorgan eine klare Entwicklung. Besonders interessant ist der Zusammenhang zwischen Energiepreisen und Gold.

Die Bank stellte fest, dass die Käufe von Gold im Jahr 2022 ungefähr dem Verlauf der Ölkäufe folgten. Steigende Energiepreise gingen also häufig mit einer höheren Nachfrage nach Gold einher.

Gleichzeitig zeigte sich noch ein weiteres Muster: Der US-Dollar legte so lange zu, wie der US Aggregate Bond Index unter Druck stand.

Diese Kombination ist für jede Gold Prognose extrem relevant. Denn geopolitische Krisen lösen oft mehrere Effekte gleichzeitig aus: steigende Energiepreise, wachsende Inflationsängste und Umschichtungen in sichere Anlageklassen.

Anleger ziehen sich aus beliebten Börsenwetten zurück

JPMorgan beobachtet aktuell zudem eine weitere Entwicklung. Investoren beginnen damit, sich aus sogenannten Momentum-Trades zurückzuziehen. Das sind stark gelaufene Börsenwetten, bei denen viele Marktteilnehmer gleichzeitig investiert sind.

Besonders betroffen sind laut der Bank derzeit Aktienmärkte in Japan und Europa sowie Schwellenmärkte wie Südkorea und Taiwan.

Wenn Investoren solche Positionen reduzieren, bedeutet das häufig, dass die Risikobereitschaft insgesamt sinkt. Genau in solchen Phasen steigt oft das Interesse an defensiven Anlagen – und dazu gehört traditionell auch Gold.

Gold Prognose: Das Verhalten der Anleger könnte sich wiederholen

Die Analysten von JPMorgan sehen in den Entwicklungen aus dem Jahr 2022 deshalb einen wichtigen Hinweis darauf, wie sich Kapitalströme in zukünftigen geopolitischen Krisen entwickeln könnten.

Für Anleger ergibt sich daraus ein relativ klares Bild.

Zunächst reagieren viele Investoren erstaunlich ruhig und halten an ihren Aktien fest. Doch sobald klar wird, dass ein Konflikt länger dauert und wirtschaftliche Folgen hat, beginnen größere Umschichtungen. Anleihen geraten unter Druck, Risikoanlagen werden verkauft und Rohstoffe rücken stärker in den Fokus.

Genau in dieser Phase spielt Gold häufig eine zentrale Rolle.

Mein Fazit zur Gold Prognose

Die Analyse von JPMorgan zeigt ein wiederkehrendes Muster an den Finanzmärkten. Geopolitische Krisen führen zunächst nicht sofort zu massiven Verkäufen. Doch sobald Investoren erkennen, dass Inflation und Energiepreise dauerhaft steigen könnten, verändert sich das Verhalten deutlich.

Dann geraten sowohl Aktien als auch Anleihen unter Druck. Gleichzeitig steigt das Interesse an Rohstoffen – und besonders an Gold.

Für jede aktuelle Gold Prognose bedeutet das: Entscheidend ist nicht nur der Konflikt selbst, sondern die Frage, ob daraus ein langfristiger Inflationsschock entsteht.

Wenn sich dieses Muster erneut bestätigt, könnte Gold auch diesmal wieder zu den größten Profiteuren geopolitischer Unsicherheit gehören.

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