Goldpreis fällt Richtung 4.050 Dollar - Iran-Gespräche im Fokus
| |Übersetzung überprüftZum Original- Der Goldpreis fällt im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf rund 4.050 USD.
- Trump sagte, neue Gespräche zwischen Washington und Teheran seien die „letzte Chance“ für den Iran.
- Die US-Arbeitsmarktdaten für Juli rücken später am Freitag in den Mittelpunkt.
Der Goldpreis (XAU/USD) fällt im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf nahe 4.050 USD. Das Edelmetall gab nach der jüngsten Rallye leicht nach, nachdem die USA geplante Luftangriffe gegen den Iran ausgesetzt hatten. Händler werden die Entwicklungen rund um die Gespräche zwischen den USA und dem Iran genau beobachten, um neue Impulse zu erhalten.
Bloomberg berichtete am Montag, dass US-Präsident Donald Trump gesagt habe, sein jüngstes Gesprächsangebot sei für den Iran die „letzte Chance“, nachdem er einen nach seinen Angaben großen Angriff auf die Islamische Republik abgesagt habe. Trump sagte, er erwarte, dass die Verhandlungen innerhalb der nächsten ein oder zwei Tage beginnen würden, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen und einen Weg zu schaffen, damit der Iran die Bedenken der USA hinsichtlich seines Atomprogramms ausräumen könne.
Der Iran bestritt, mit den USA zu verhandeln, sagte jedoch, dass die Gespräche mit Oman, um mehr Schiffe durch die kritische Wasserstraße zu bringen, Fortschritte machten.
Die Unsicherheit im Nahen Osten bleibt trotz Hoffnungen auf einen Durchbruch zwischen den USA und dem Iran hoch. Jegliche Anzeichen einer Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten die Rohölpreise nach oben treiben und die Zentralbanken dazu veranlassen, die Zinsen länger auf erhöhtem Niveau zu belassen. Es ist erwähnenswert, dass Gold häufig als Absicherung gegen Inflation verwendet wird, jedoch keine Zinsen abwirft und daher bei hohen Zinsen weniger attraktiv ist.
Die US-Notenbank (Fed) beschloss auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juli in der vergangenen Woche, die Zinsen in ihrer aktuellen Zielspanne zwischen 3,50% und 3,75% unverändert zu lassen. Auf der Pressekonferenz bekräftigte Fed-Vorsitzender Kevin Warsh sein unerschütterliches Engagement, die Inflation zu senken. Händler warten am Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten, um weitere Hinweise auf den US-Zinspfad zu erhalten.
Gold-Aufwärtspotenzial durch anhaltende Erwartungen einer Fed-Zinserhöhung begrenzt
Laut Analysten der Commerzbank bleibt der Ausblick für das Edelmetall durch den geldpolitischen Kurs in den USA begrenzt. Sie argumentieren, dass „die anhaltende Erwartung von Zinserhöhungen der Fed einem Anstieg des Goldpreises entgegenwirken sollte“, wobei die anhaltenden Spekulationen über weitere Straffungen die Bereitschaft der Anleger begrenzen, der jüngsten Rallye hinterherzulaufen.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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