Fed vor erstem Zinsschritt seit 2023 - jetzt zählt Warshs Signal
| |Übersetzung überprüftZum OriginalBrown-Brothers-Harriman-Experte Elias Haddad erwartet, dass der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent anhebt. Es wäre der erste Schritt seit Juli 2023 und werde durch eine Inflation über dem Ziel sowie einen soliden Arbeitsmarkt gerechtfertigt. Da Futures bereits weitere Straffungen einpreisen, dürfte sich der Markt vor allem auf die Stimmenverteilung, die Projektionen und die Hinweise von Fed-Chef Kevin Warsh konzentrieren. Für den US-Dollar (USD) ergeben sich daraus klar abgrenzbare falkenhafte und taubenhafte Szenarien.
Falkenhafte und taubenhafte geldpolitische Pfade
"Der FOMC dürfte am Mittwoch nach fünf unveränderten Entscheidungen in Folge eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf eine Zielspanne von 3,75 bis 4,00 Prozent beschließen. Es wäre die erste Zinserhöhung seit Juli 2023. Die anhaltend über dem Ziel liegende US-Inflation und ein stabiler Arbeitsmarkt rechtfertigen einen Zinsschritt."
"Fed-Funds-Futures preisen für diese Woche eine Wahrscheinlichkeit von rund 90 Prozent für eine Zinserhöhung ein. Daher werden die Stimmenverteilung, die aktualisierte Zusammenfassung der Wirtschaftsprojektionen und die Pressekonferenz von Fed-Chef Kevin Warsh die Marktreaktion bestimmen."
"Die Futures-Kurve impliziert bereits fast 100 Basispunkte an Straffung in den kommenden zwölf Monaten: 25 Basispunkte in dieser Woche, eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Jahresende und nahezu 50 Basispunkte bis September 2027. Dadurch entsteht für den US-Dollar ein asymmetrisches Risiko - mit begrenztem Aufwärtspotenzial bei einem falkenhaften Ergebnis, aber größerem Abwärtsrisiko bei einer taubenhaften Überraschung."
"Falkenhaftes Szenario: Eine einstimmige oder nahezu einstimmige Entscheidung für eine Zinserhöhung, Dot Plots im Einklang mit den Markterwartungen und/oder ein Signal von Warsh für weitere Straffungen würden den US-Dollar stützen."
"Taubenhaftes Szenario: Eine gespaltene Abstimmung für eine Zinserhöhung, Dot Plots unterhalb der Marktbepreisung und/oder eine Einordnung des Zinsschritts durch Warsh als Absicherung gegen Inflation statt als Beginn eines anhaltenden Straffungszyklus würden den US-Dollar schwächen."
"Aus unserer Sicht rechtfertigt die US-Wirtschaft keinen aggressiven Straffungszyklus. Die Verlangsamung des Lohnwachstums wirkt disinflationär, und die Geldpolitik der Fed ist gemessen an einem nominal neutralen Zinssatz von rund 3,00 Prozent bereits etwas restriktiv."
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