EZB-Chefin Lagarde: Neue Zölle könnten kurzfristig inflationär wirken
| |Automatische ÜbersetzungZum OriginalDie Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch, dass Handelsstreitigkeiten zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU) die Notwendigkeit einer tiefen Überprüfung der Organisation der europäischen Wirtschaft unterstreichen.
Zusätzliche Bemerkungen
Die neue weltwirtschaftliche Ordnung muss uns zu einer tiefen Überprüfung der Organisation der europäischen Wirtschaft führen.
Die deutsche Wirtschaft wäre stärker von Tariferhöhungen betroffen als die französische Wirtschaft.
Die Inflation würde durch neue Zölle leicht beeinflusst, wahrscheinlich nach oben.
Da die Inflation mit 1,9% unter Kontrolle ist, wäre der Einfluss minimal.
Ich bin in Alarmbereitschaft, wir haben eine gute geldpolitische Position, aber die Wirtschaft, die Produktivität und die öffentlichen Finanzen könnten besser abschneiden.
Europäische Länder wären viel stärker, wenn sie nichttarifliche Handelshemmnisse innerhalb der EU abschaffen würden.
Marktreaktion
Es scheint keine signifikanten Auswirkungen der Kommentare von EZB Lagarde auf den Euro (EUR) zu geben. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt EUR/USD 0,1% niedriger bei etwa 1,1710.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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