Euro stagniert, während Händler auf US-Arbeitsmarktdaten warten
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD handelt im frühen asiatischen Handel am Freitag unverändert nahe 1,1620.
- Händler werden die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für Mai später am Freitag genau beobachten.
- Es wird erwartet, dass die EZB ihren Einlagenzins auf 2,25 % bei der Sitzung im Juni anhebt.
Das Paar EUR/USD hält sich im frühen asiatischen Handel am Freitag stabil um 1,1620. Händler ziehen es vor, sich vor den wichtigen US-Konjunkturdaten zurückzuhalten. Die US-Arbeitsmarktdaten für Mai werden später am Tag im Fokus stehen.
Stärker als erwartete US-ADP-Beschäftigungszahlen im privaten Sektor für Mai und die JOLTS-Stellenangebote, die Anfang der Woche veröffentlicht wurden, deuteten auf einen widerstandsfähigen US-Arbeitsmarkt hin. Händler werden weitere Hinweise aus den US Nonfarm Payrolls (NFP) für neuen Schwung aufnehmen. Für Mai wird erwartet, dass die US-Wirtschaft 85.000 neue Arbeitsplätze schafft, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich stabil bei 4,3 % bleibt.
Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarktes könnten Händler dazu veranlassen, ihre Erwartungen zu erhöhen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze länger auf einem höheren Niveau halten wird, was den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR) stützt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine fast 42%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember ein.
Auf der Euro-Seite könnte die hawkische Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) dazu beitragen, die Verluste des Euro zu begrenzen. Die EZB wird voraussichtlich ihren Einlagenzins bei der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung im Juni auf 2,25 % anheben, mit einer weiteren Erhöhung im September, wie eine Reuters-Umfrage unter Ökonomen ergab.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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