Euro legt leicht zu, da schwache US-Arbeitsmarktdaten und niedrigere Ölpreise die Wetten auf eine Fed-Zinserhöhung dämpfen
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- Euro gewinnt, da schwächer als erwartete US-Wirtschaftsdaten den US-Dollar belasten.
- Fallende Ölpreise lindern die Inflationssorgen auf beiden Seiten des Atlantiks.
- Händler reduzieren die Erwartungen an eine Fed-Zinserhöhung im September vor dem Nonfarm-Payrolls-Bericht am Freitag.
EUR/USD notiert am Mittwoch leicht höher, da schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktdaten und nachlassende energiegetriebene Inflationsrisiken die Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) dämpfen und den US-Dollar (USD) belasten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert EUR/USD bei rund 1,1554 und liegt damit im Tagesverlauf um fast 0,20% im Plus. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,70.
Die ADP-Beschäftigungsveränderung stieg im Juli um 44K und verfehlte damit die Erwartungen von 70K, nachdem sie im Juni noch bei 98K gelegen hatte. Der Bericht folgt auf die am Dienstag veröffentlichten, schwächer als erwarteten JOLTS-Daten zu offenen Stellen.
Unterdessen stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor im Juli von 54,0 im Juni leicht auf 54,1, blieb jedoch hinter der Markterwartung von 54,5 zurück.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 56% für eine Zinserhöhung im September ein, nach 67% am Vortag. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Freitag, der neue Hinweise auf den US-Arbeitsmarkt liefern soll.
Strategen bei Brown Brothers Harriman heben hervor, dass die jüngsten Äußerungen des FOMC darauf hindeuten, dass die Teilnehmer "weitgehend darin übereinstimmen, dass der Arbeitsmarkt im Gleichgewicht ist, aber stärker über die Dauerhaftigkeit der Inflationsgefahr gespalten sind." Sie argumentieren, dass diese Divergenz bei der Inflation dazu führt, dass "Fed-Funds-Futures empfindlicher auf Inflation als auf Beschäftigungsdaten reagieren."
Die Ölpreise bleiben unter Druck, da die Hoffnung wächst, dass die Straße von Hormus bald wieder geöffnet werden könnte. Die Vereinigten Staaten, Iran und Oman sollen sich Berichten zufolge einer Zwischenvereinbarung nähern, eine Ankündigung könnte bereits am Mittwoch erfolgen.
Niedrigere Ölpreise verringern die Inflationsrisiken, obwohl die US-Inflation weiterhin über dem 2%-Ziel der Fed liegt. Die Entscheidungsträger könnten daher an einer restriktiven Haltung festhalten, was das Abwärtspotenzial des US-Dollars begrenzen würde.
In der Eurozone könnten fallende Ölpreise den Bedarf für eine weitere Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) verringern, da die jüngsten Inflationsdaten darauf hindeuten, dass sich der Preisdruck nach einem Anstieg zu Jahresbeginn infolge der stark gestiegenen Energiekosten abschwächt.
Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.
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