EUR/USD steigt über 1,1750 aufgrund der Divergenz zwischen der EZB- und der Fed-Politik
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD gewinnt, da die EZB voraussichtlich die Zinssätze über einen längeren Zeitraum stabil halten wird.
- Der US-Dollar schwächt sich ab, da die Märkte zwei zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2026 einpreisen.
- Die Märkte bereiten sich darauf vor, dass Präsident Trump im Mai einen neuen Fed-Vorsitzenden nominieren wird, was potenziell niedrigere Zinssätze begünstigen könnte.
EUR/USD hat seine jüngsten Verluste aus der vorherigen Sitzung wieder aufgeholt und wird während der asiatischen Handelsstunden am Freitag um 1,1760 gehandelt. Händler werden voraussichtlich die Daten zum Einkaufsmanager-Index (PMI) der deutschen Industrie später am Tag beobachten.
Der Euro (EUR) findet Unterstützung gegenüber dem US-Dollar (USD), da sich die geldpolitischen Wege zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Fed) divergenzieren. Die EZB ließ die Zinssätze im Dezember unverändert und deutete an, dass sie voraussichtlich über einen längeren Zeitraum stabil bleiben werden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hob hervor, dass die erhöhte Unsicherheit es schwierig macht, klare Hinweise auf zukünftige geldpolitische Maßnahmen zu geben.
Das Währungspaar EUR/USD gewinnt an Boden, während der US-Dollar angesichts der Erwartungen an zwei zusätzliche Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2026 kämpft, was die Zinsdifferenzen zu anderen großen Zentralbanken verringern würde. Die Märkte bereiten sich darauf vor, dass US-Präsident Donald Trump einen neuen Fed-Vorsitzenden nominieren wird, um Jerome Powell zu ersetzen, wenn seine Amtszeit im Mai endet, eine Maßnahme, die die Geldpolitik in Richtung niedrigerer Zinssätze verschieben könnte.
Das CME FedWatch-Tool zeigt eine Wahrscheinlichkeit von 85,1%, dass die Zinssätze bei der Sitzung der Fed im Januar unverändert bleiben, gegenüber 84,5% eine Woche zuvor. In der Zwischenzeit ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 14,9% gesunken, von 15,5% in der Vorwoche.
Die Fed senkte die Zinssätze bei der Sitzung im Dezember um 25 Basispunkte (bps) und brachte den Zielbereich auf 3,50%–3,75%. Die Fed hat im Jahr 2025 insgesamt 75 bps an Zinssenkungen vorgenommen, angesichts eines abkühlenden Arbeitsmarktes und weiterhin hoher Inflation.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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