EUR/USD stärkt sich über 1,1950 inmitten von Unsicherheiten über die US-Handelspolitik und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD gewinnt an Stärke um 1,1965 in der frühen asiatischen Sitzung am Freitag.
- Bedenken hinsichtlich der Unsicherheit der US-Handelspolitik und der Unabhängigkeit der Fed belasten weiterhin den US-Dollar.
- Trump sagte, er werde nächste Woche seinen Kandidaten für den Vorsitz der Fed bekannt geben.
Das Paar EUR/USD gewinnt im Laufe der frühen asiatischen Sitzung am Freitag an Boden und nähert sich 1,1965. Unberechenbare US-Handelspolitik und Fragen zur Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) belasten den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR).
Der Greenback sah sich zu Beginn dieser Woche einem Verkaufsdruck gegenüber, nachdem US-Präsident Donald Trump die Schwäche der Währung anscheinend ignoriert hatte, erholte sich jedoch etwas, nachdem Finanzminister Scott Bessent einen Tag später erklärte, dass Washington eine starke Dollar-Politik verfolge. Bedenken hinsichtlich der Volatilität der US-Politik könnten den Greenback untergraben und kurzfristig Rückenwind für das Hauptpaar schaffen.
"Die Bedenken, die Investoren hinsichtlich der Handels- und geopolitischen Politiken haben, die derzeit in den USA ausgegeben werden, könnten potenziell negativ für den Dollar sein," sagte Shaun Osborne, Chef-Währungsstratege bei Scotiabank.
Trump sagte, dass er nächste Woche seinen Kandidaten für den Vorsitz der Fed bekannt geben werde und bekräftigte seine Erwartung, dass der neue Leiter der Zentralbank die Zinssätze senken wird. Diese Schlagzeile weckt Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Zentralbank und könnte zum Rückgang des USD beitragen.
Händler warten auf die vorläufige Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal (Q4) aus der Eurozone und Deutschland, die am Freitag veröffentlicht wird. Auch der vorläufige deutsche Verbraucherpreisindex (VPI) wird später am Tag erwartet. Sollten die Berichte jedoch schwächere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies die Gemeinschaftswährung gegenüber dem USD nach unten ziehen. Auf dem US-Wirtschaftskalender werden der Bericht zum Erzeugerpreisindex (EPI) und die Rede von Fed-Mitglied Alberto Musalem genau beobachtet.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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