EUR/USD Kursprognose: Bärische Dynamik lässt nach, 1,1700 begrenzt die Erholung
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD durchbricht eine sieben Tage andauernde Talfahrt, da der Greenback unter breitem Druck steht.
- Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed belasten den US-Dollar.
- Technisch gesehen zeigt das Paar nachlassendes bärisches Momentum, fehlt jedoch an bullischer Überzeugung unterhalb der psychologischen Marke von 1,1700.
Der Euro (EUR) gewinnt zu Beginn der Woche an Stärke gegenüber dem US-Dollar (USD), da die erneute Schwäche des Greenback EUR/USD von den Einmonats-Tiefs abhebt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei etwa 1,1676, was einem Anstieg von fast 0,36% im Tagesverlauf entspricht und eine sieben Tage andauernde Verlustserie beendet.
Der US-Dollar geriet nach Berichten über Vorladungen des US-Justizministeriums und der Androhung einer strafrechtlichen Anklage gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, unter starken Verkaufsdruck, die mit seiner Aussage vor dem Kongress zum Renovierungsprojekt der Fed-Zentrale in Verbindung stehen.
Diese Entwicklung hat neue Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed aufgeworfen, was die Anleger dazu veranlasst hat, ihre Exposition gegenüber dem Greenback zu reduzieren und in andere Hauptwährungen zu rotieren, wodurch mehrere G10-FX-Paare zu Beginn der Woche anstiegen.
Aus technischer Sicht zeigt EUR/USD frühe Anzeichen der Stabilisierung nach dem Rückgang auf ein Monatstief in der letzten Woche, obwohl das kurzfristige Bild gemischt bleibt.
Im Tageschart hält das Paar über den 50-Tage- und 100-Tage-Simple Moving Averages (SMAs), die sich beide in der Nähe der Zone von 1,1670-1,1650 abflachen, während die psychologische Marke von 1,1700 unmittelbare Aufwärtsversuche begrenzt.
Ein entscheidender Durchbruch über 1,1700 würde die kurzfristige technische Struktur nach oben verschieben und den Weg für eine Bewegung in Richtung des 21-Tage-SMA bei etwa 1,1730 öffnen, mit Potenzial für einen weiteren Anstieg in Richtung der Region von 1,1800, wo zuvor Verkäufer aufgetreten sind.
Auf der Unterseite würde ein Versagen, über der Region von 1,1650 zu halten, die kurzfristige Neigung nach unten beibehalten und die psychologische Unterstützung bei 1,1600 exponieren. Ein tieferer Pullback könnte dann den Bereich von 1,1550 wieder in den Fokus rücken.
Die Momentum-Indikatoren spiegeln das Fehlen einer klaren Richtung wider. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt unter seiner Signallinie und unter der Nullmarke, obwohl das kontrahierende negative Histogramm darauf hindeutet, dass das bärische Momentum nachlässt.
In der Zwischenzeit schwebt der Relative Strength Index (RSI) nahe 47, im neutralen Bereich, was auf eine begrenzte Richtungsoverzeugung hinweist, es sei denn, der Indikator überschreitet die 50-Schwelle.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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