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Britisches Pfund verharrt nahe den Tiefstständen von Ende Juli, da eine hawkische Fed den USD vor der BoE stützt

  • GBP/USD kämpft darum, nennenswerten Auftrieb zu gewinnen, da Händler nun die Zinsentscheidung der BoE abwarten.
  • Der USD behält die von der hawkishen Fed am Mittwoch ausgelösten Gewinne bei und begrenzt das Aufwärtspotenzial des Major.
  • Geopolitische Risiken stützen den Dollar zusätzlich und untermauern die Argumente für weitere Verluste des Paares.

Das Währungspaar GBP/USD tritt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag in eine bärische Konsolidierungsphase ein und handelt derzeit um die Region 1,3380-1,3375, nahe dem niedrigsten Stand seit dem 30. Juli. Händler scheinen nun zögerlich und entscheiden sich dafür, die Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) abzuwarten, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.

Von den Entscheidungsträgern der BoE wird erwartet, dass sie die Zinsen zum Abschluss der September-Sitzung unverändert lassen, was darauf hindeutet, dass der Fokus angesichts der steigenden Energiepreise infolge des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten auf dem Forward Guidance liegen wird. Marktteilnehmer preisen derzeit eine 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im November ein, die erste von rund vier erwarteten im kommenden Jahr. Dennoch wird der Ausblick eine Schlüsselrolle dabei spielen, das Britische Pfund (GBP) zu beeinflussen und dem Währungspaar GBP/USD etwas Auftrieb zu verleihen.

BoE dürfte abwarten, aber Risiko einer Zinserhöhung im November signalisieren

Analysten von MUFG/BTMU erwarten, dass die BoE bei der morgigen Sitzung das liefern wird, was sie als "ziemlich hawkishen Stillstand" bezeichnen, und die Entscheidung nutzen wird, um "ein Signal zu senden, dass eine Zinserhöhung im November im Raum steht, falls die Energiepreise erhöht bleiben." Sie haben erneut mit einer "6-3-Abstimmung gerechnet", warnen jedoch, dass "eine 5-4-Teilung keine Überraschung wäre, wobei Lombardelli am ehesten zu den Abweichlern stoßen dürfte." Insgesamt urteilen MUFG/BTMU, dass "eine Mehrheit im MPC derzeit wahrscheinlich der Ansicht ist, dass ein ‚Abwarten und Beobachten‘ weiterhin vertretbar ist," auch wenn der Ausschuss die Tür für weitere Straffungen später im Jahr offen hält.

Im Vorfeld des wichtigen Zentralbankereignisses wird der US-Dollar (USD) als nahe seinem höchsten Stand seit Ende Juli konsolidierend gesehen und bietet dem Währungspaar etwas Unterstützung. Allerdings begünstigt die hawkische Haltung der US-Notenbank (Fed) zusammen mit der Nervosität im Nahen Osten die USD-Bullen und dürfte jede nennenswerte Erholung des Währungspaares GBP/USD begrenzen. Die US-Notenbank beschloss am Mittwoch wie erwartet, den Leitzins um 25 Basispunkte (bps) anzuheben, und signalisierte einen weiteren Schritt bis zum Jahresende.

Unterdessen hält die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran die geopolitische Risikoprämie im Spiel und dürfte den sicheren Dollar weiter stützen. Dies wiederum deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Währungspaar GBP/USD weiterhin nach unten führt und jeder Erholungsversuch eher verkauft werden dürfte. Auch aus technischer Sicht bestätigt der nächtliche Bruch unter den sehr wichtigen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) den negativen Ausblick und mahnt aggressive bullishe Händler zur Vorsicht.

GBP/USD-Tageschart

Technische Analyse

Das GBP/USD-Paar weist kurzfristig eine bärische Tendenz unter dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 1,3454 auf. Zudem sind die Kassakurse wieder unter den wichtigen 38,2% Fibonacci-Retracement-Bereich gefallen, was darauf hindeutet, dass Erholungen unter dem Zusammenfluss aus 50% Fibo. und 100-SMA begrenzt bleiben könnten.

Auf der Abwärtsseite ergibt sich die unmittelbare Unterstützung beim 61,8% Fibo-Retracement bei 1,3346, vor einem tieferen Boden beim 78,6%-Niveau nahe 1,3256 und dem Bereich des vorherigen Zyklustiefs um 1,3141.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

BoE - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Bank of England (BoE) legt die Geldpolitik Großbritanniens fest. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität mit einer Inflationsrate von 2 %. Änderungen des Leitzinses wirken sich unmittelbar auf den Wert des britischen Pfunds aus.

Wenn die Inflation das Ziel der Bank of England übersteigt, reagiert sie mit Zinserhöhungen, was es für Privatpersonen und Unternehmen teurer macht, Kredite aufzunehmen. Dies ist positiv für das Pfund, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für globale Investoren attraktiver machen.

In Krisenzeiten greift die Bank of England zu außergewöhnlichen Maßnahmen wie der sogenannten quantitativen Lockerung (Quantitative Easing, QE). Diese Politik wird angewandt, wenn Zinssenkungen nicht ausreichen, um das Finanzsystem wieder in Gang zu bringen. QE bedeutet, dass die Bank of England große Mengen an Geld druckt, um Vermögenswerte – in der Regel Staatsanleihen oder hoch bewertete Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstituten zu kaufen. Dies soll die Kreditvergabe ankurbeln, hat jedoch oft zur Folge, dass das Pfund Sterling an Wert verliert.

Die sogenannte Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) und wird in Phasen einer erstarkenden Wirtschaft und steigender Inflation angewendet. Während die Bank of England im Rahmen von QE Staats- und Unternehmensanleihen erwirbt, um die Kreditvergabe anzukurbeln, stellt sie bei QT diese Käufe ein und reinvestiert fälliges Kapital aus bereits gehaltenen Anleihen nicht. QT gilt in der Regel als förderlich für die Stabilität des britischen Pfunds.

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