Britisches Pfund stärkt sich nach US-VPI-Überraschung auf der Unterseite
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- GBP/USD steigt nach schwächeren als erwarteten US-Inflationsdaten.
- Händler schrauben kurzfristige Wetten auf Fed-Zinserhöhungen zurück, was den US-Dollar und die US-Staatsanleiherenditen belastet.
- Erneute Spannungen zwischen den USA und Iran sowie steigende Ölpreise halten Inflationsrisiken lebendig.
Das britische Pfund (GBP) stärkt sich am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD), nachdem die US-Inflationsdaten überraschend schwächer ausfielen und die Erwartungen an eine kurzfristige Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) reduzierten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert GBP/USD bei rund 1,3415, ein Tagesplus von fast 0,50% und nahe einem Einmonatshoch.
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) fiel im Juni um 0,4% im Monatsvergleich, nach einem Anstieg von 0,5% im Mai. Der Wert lag unter der Prognose eines Rückgangs von 0,1%. Die jährliche Inflation sank deutlich auf 3,5% von 4,2% und lag damit unter der Prognose von 3,8%.
Der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, blieb im Monatsvergleich unverändert und verfehlte damit die Erwartungen eines Anstiegs um 0,2%. Die jährliche Kernrate verlangsamte sich auf 2,6% von 2,9% und lag unter der Prognose von 2,8%.
Als Reaktion auf die Daten schraubten Händler ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Fed schnell zurück, was den US-Dollar und die US-Staatsanleiherenditen nach unten drückte. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert bei rund 100,70 und gibt damit von einem Intraday-Hoch von 101,32 nach.
Nach Angaben des CME FedWatch Tools sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli von 40% vor der CPI-Veröffentlichung auf 16%, während die Chancen für eine Erhöhung im September von 74% auf 60% zurückgingen.
Die schwächeren Inflationszahlen könnten jedoch vorübergehend sein, da der Rückgang hauptsächlich auf niedrigere Energiepreise nach dem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und Iran im letzten Monat zurückzuführen war.
Mit erneut steigenden Spannungen und höheren Ölpreisen bleiben die Inflationsrisiken bestehen, sodass eine Zinserhöhung der Fed später in diesem Jahr weiterhin möglich ist.
Die Händler warten nun auf die Kongressanhörung von Fed-Chef Kevin Warsh sowie auf Reden der Fed-Vertreter Michael Barr, Austan Goolsbee und Lisa Cook.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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