Britisches Pfund legt zu, da der US-Dollar trotz gestiegener Chancen auf eine Fed-Zinserhöhung schwächer wird
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- GBP/USD steigt, da die erwarteten moderaten US-Inflationsdaten die Fed voraussichtlich auf Pause halten werden.
- Die US Nonfarm Payrolls stiegen um 162.000 und erhöhten die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed im September auf nahezu 58,3%.
- Anhaltende Inflation und fiskalische Sorgen treiben die Markterwartungen für weitere Zinserhöhungen der Bank of England an.
GBP/USD legt nach leichten Verlusten am Vortag etwas zu und notiert am Montag während der asiatischen Handelsstunden um 1,3520. Das Währungspaar gewinnt an Boden, da der US-Dollar (USD) schwächelt, möglicherweise ausgelöst durch einen Bericht von Goldman Sachs, der betont, dass die Inflationsdaten dieser Woche entscheidend sein werden. Goldman Sachs erwartet, dass ein moderater Verbraucherpreisindex (VPI) die Federal Reserve (Fed) auf Pause halten wird, obwohl die soliden Arbeitsmarktdaten für August ein wichtiges Hindernis für eine mögliche Zinserhöhung beseitigt haben.
Laut dem US Bureau of Labor Statistics (BLS) stiegen die Nonfarm Payrolls (NFP) im August um 162.000 und übertrafen damit die Markterwartungen von 56.000 deutlich, nachdem der Anstieg im Juli nach oben revidiert auf 21.000 lag. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote bei 4,1% unverändert.
Trotz der aktuellen Schwäche des Greenback dürfte das Abwärtspotenzial begrenzt sein, da die Stärke des Arbeitsmarktes Händler dazu veranlasst hat, ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung im September anzuheben. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte auf nahezu 58,3% gestiegen ist, nach 50,2% vor dem Arbeitsmarktbericht.
Auf der anderen Seite des Atlantiks preisen die Märkte bis zum Jahresende vollständig eine Zinserhöhung der Bank of England (BoE) ein, wobei bis März 2027 eine weitere Anhebung erwartet wird, da anhaltende Sorgen über die fiskalische Tragfähigkeit des Vereinigten Königreichs und hartnäckige Inflation bestehen.
Pfund-Unterstützung bleibt bestehen, da der Ton der BoE zunehmend hawkish wird
Analysten bei Scotiabank heben hervor, dass die jüngsten Kommentare von BoE-Vertretern das Britische Pfund stärker stützen, und merken an, dass sich die "Kommunikation der MPC-Politiker etwas hawkish entwickelt hat." Sie verweisen insbesondere auf "bemerkenswerte Kommentare von Chefökonom Huw Pill," der offenbar "versucht, das von den Märkten bevorzugte Ausmaß der Preisbildung zu steuern, während er insgesamt weiterhin zu Zinserhöhungen neigt," eine Kombination, die nach Ansicht von Scotiabank die Erwartungen weiterer geldpolitischer Straffungen stützt und einen konstruktiven Hintergrund für die Entwicklung von GBP bietet.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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