Australischer Dollar bleibt stärker, da VPI im Juli im Jahresvergleich steigt
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- AUD legt zu, nachdem Australiens VPI für Juli bei 3,5% im Jahresvergleich lag und damit die Prognose von 3,2% übertraf, obwohl er sich gegenüber 3,8% im Juni abgeschwächt hat.
- Der australische VPI stieg im Juli um 1,0% gegenüber dem Vormonat und übertraf damit die Prognosen, während der jährliche Trimmed-Mean-VPI um 3,6% zulegte.
- Nachlassende Nachfrage nach sicheren Häfen und mögliche Gespräche zwischen Iran und Oman über einen maritimen Korridor in der Straße von Hormus könnten den US-Dollar belasten.
AUD/USD baut seine Gewinne am zweiten Tag in Folge aus und notiert während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch bei rund 0,7180. Das Paar legt zu, da der Australische Dollar (AUD) an Boden gewinnt, nachdem der Verbraucherpreisindex (VPI) im Juli im Jahresvergleich (YoY) um 3,5% gestiegen ist, verglichen mit einem Wachstum von 3,8% im Juni. Die Markterwartung lag für den Berichtszeitraum bei 3,2%.
Der monatliche Verbraucherpreisindex Australiens stieg im Juli um 1,0% nach einem Rückgang von 0,1% und übertraf damit den erwarteten Anstieg von 0,8%. Unterdessen stieg der Trimmed-Mean-VPI im Juli um 0,5% gegenüber dem Vormonat (MoM). Auf Jahresbasis legte der Trimmed-Mean-VPI im selben Zeitraum um 3,6% gegenüber dem Vorjahr (YoY) zu.
RBA-Protokoll dürfte trotz ferner Marktbepreisung die kurzfristigen Zinserhöhungsrisiken erhöhen
Analysten bei MUFG weisen darauf hin, dass die Markterwartungen für eine Straffung der australischen Geldpolitik gedämpft bleiben, wobei „eine vollständige Zinserhöhung in Australien erst für Februar 2027 eingepreist ist“. Sie argumentieren jedoch, dass die jüngste Kommunikation der Zentralbank auf ein unmittelbareres Risikoprofil hindeutet, und heben hervor, dass „das Protokoll der August-Sitzung der RBA darauf hindeutet, dass das Risiko einer weiteren Zinserhöhung früher höher ist“. Diese Diskrepanz zwischen der Marktbepreisung und den Signalen der RBA selbst untermauert MUFGs Ansicht, dass Anleger das Potenzial für frühere geldpolitische Maßnahmen möglicherweise unterschätzen.
Das Aufwärtspotenzial des Paares AUD/USD könnte jedoch begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) vor der anstehenden Veröffentlichung der US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem wichtigsten Inflationsmaß der Federal Reserve, Unterstützung erhält. Marktteilnehmer beobachten die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem jährlichen Jackson-Hole-Symposium am Freitag genau, um klarere Signale hinsichtlich einer möglichen Zinsanpassung im September zu erhalten.
Der Greenback könnte angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Häfen unter Druck geraten. Die Marktspannung ließ nach, nachdem Berichte auftauchten, wonach Iran und Oman die Einrichtung eines vorübergehenden gemeinsamen maritimen Korridors in der Straße von Hormus erörtert haben. Während technische Gespräche zur Ausarbeitung eines dauerhaften Rahmens andauern, soll der vorgeschlagene Korridor die Verwaltung der Meerenge, das Verkehrsmanagement, die maritime Sicherheit und den Echtzeit-Informationsaustausch in der Region verbessern.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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