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AUD/USD erreicht Dreijahreshochs aufgrund der allgemeinen Schwäche des US-Dollars

  • AUD/USD erreichte am Montag ein Drei-Jahres-Hoch und liegt nur noch wenige Punkte von 0,7100 entfernt.
  • Der Australische Dollar profitiert doppelt von steigenden Zinserwartungen der RBA und einem schwachen Greenback.

AUD/USD wird nahe den Drei-Jahres-Hochs gehandelt, nachdem es zum ersten Mal seit Februar 2023 über die psychologische Marke von 0,7000 ausgebrochen ist, unterstützt durch die überraschende Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) um 25 Basispunkte auf 3,85% bei ihrer Sitzung im Februar. Der Tageschart zeigt das Paar in einem klar definierten Aufwärtstrend, das sowohl über dem 50-Tage Exponential Moving Average (EMA) nahe 0,6970 als auch über dem 200-Tage EMA um 0,6700 bleibt. Der Preis erreichte am 29. Januar ein Hoch von 0,7094, bevor er Ende letzter Woche auf den Bereich von 0,6960 zurückfiel, da risikoscheue Strömungen und ein technologiegetriebener Verkaufsdruck auf den Aktienmärkten den rohstoffgebundenen Australischen Dollar belasteten. In der Sitzung am Montag traten die Käufer wieder ein, was AUD/USD um etwa 1% auf etwa 0,7070 bis 0,7085 ansteigen ließ, unterstützt durch die erneute Schwäche des US-Dollars, während die Zinssenkungserzählung der Federal Reserve (Fed) an Fahrt gewann, da die Märkte zwei weitere Zinssenkungen im Jahr 2026 einpreisten. Die breitere Struktur begünstigt Käufer, solange das Paar auf täglicher Schlusskursbasis über der runden Zahl von 0,7000 bleibt.

Im 1-Stunden-Chart erzeugte die Rallye am Montag aus dem Bereich von 0,7010 einen klaren bullischen Impuls, wobei der Preis über den 50 EMA und den 200 EMA auf dem niedrigeren Zeitrahmen ausbrach. Ein aufsteigender Kanal vom Tiefpunkt am 2. Februar nahe 0,6958 leitet den Anstieg, mit intraday Widerstand an der oberen Kanalgrenze nahe 0,7090 bis 0,7100. Der Stochastische Oszillator bewegt sich in den überkauften Bereich auf dem 1H-Chart, was darauf hindeutet, dass das Paar sich konsolidieren könnte, bevor es einen weiteren Anstieg verzeichnet. Die kurzfristige Unterstützung liegt am Kanalboden um 0,7030, wobei die 0,7000-Marke als stärkere strukturelle Basis fungiert. Ein täglicher Schlusskurs über 0,7094 würde das Hoch vom 29. Januar übertreffen und den Weg zu 0,7128 und der 0,7200-Marke öffnen.

In der kommenden Woche bringt der Dienstag den Westpac Consumer Sentiment Index für Februar um 16:30 GMT und die NAB Business Confidence Umfrage für Januar; beide werden weitere Einblicke in den heimischen Hintergrund nach dem hawkischen Pivot der RBA geben, wobei die Märkte eine 80%ige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Mai einpreisen. Auf der US-Seite ist der Kalender am Dienstag relativ dünn vor den verschobenen Nonfarm Payrolls (NFP) für Januar am Mittwoch, obwohl mehrere Reden von Fed-Gouverneuren im Laufe der Woche geplant sind und Volatilität auslösen könnten, wenn sie die Erwartungen an Zinssenkungen zurückschrauben.

Wirtschaftsdaten, die am Dienstag anstehen:

AUD/USD Tageschart


Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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