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AUD/USD bleibt über 0,6900 in der Nähe von 16-Monats-Hochs

  • AUD/USD handelt nahe seinem 16-Monats-Hoch von 0,6940, das in der vorherigen Sitzung erreicht wurde.
  • Der Australische Dollar erhält Unterstützung, da die Renditen von dreijährigen Anleihen 4,27% erreichen, dem höchsten Stand seit November 2023.
  • Der US-Dollar schwächt sich angesichts steigender politischer Unsicherheit und der Risiken eines teilweisen Regierungsstillstands ab.

AUD/USD hält sich nahe seinem 16-Monats-Hoch von 0,6940, das in der vorherigen Sitzung erreicht wurde, und handelt derzeit während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 0,6920. Die Trader warten nun auf die Verbraucherpreisindexdaten (CPI) für Dezember, die am Mittwoch veröffentlicht werden, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA) zu erhalten.

Der Australische Dollar (AUD) erhält Unterstützung gegenüber dem US-Dollar (USD), da die Renditen von Staatsanleihen attraktiver geworden sind, wobei die politikempfindliche Rendite von dreijährigen Anleihen auf 4,27% gestiegen ist, dem höchsten Niveau seit November 2023, unterstützt durch das Vertrauen in Australiens erstklassige Kreditwürdigkeit und den hawkischen geldpolitischen Ausblick der Zentralbank.

Die starken PMI-Daten Australiens verstärkten die Wahrscheinlichkeit einer strafferen Geldpolitik der Reserve Bank of Australia (RBA), unterstützt durch die Arbeitsmarktdaten. Die Entscheidungsträger der RBA räumten ein, dass die Inflation seit ihrem Höchststand im Jahr 2022 erheblich zurückgegangen ist, obwohl die jüngsten Daten auf eine erneute Aufwärtsdynamik hindeuten. Der Gesamt-CPI verlangsamte sich im November auf 3,4% im Jahresvergleich, bleibt jedoch über dem Zielband der RBA von 2–3%.

Das AUD/USD-Paar könnte Boden gutmachen, da der US-Dollar (USD) unter Druck gerät durch steigende politische Unsicherheit, während die US-Regierung auf einen potenziellen teilweisen Stillstand zusteuert. Der demokratische Senatsführer Chuck Schumer hat geschworen, ein Finanzierungspaket abzulehnen, das Mittel für das Ministerium für Innere Sicherheit umfasst, was den Kongress vor eine Frist am 30. Januar stellt, um einen Stillstand zu vermeiden.

Die Trader könnten auch vorsichtig werden angesichts der Unsicherheit rund um die Federal Reserve (Fed). US-Präsident Donald Trump sagte letzte Woche, er werde bald seinen Kandidaten zur Nachfolge von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell bekannt geben, was Spekulationen anheizt, dass der nächste Vorsitzende schnellere Zinssenkungen bevorzugen könnte. Der Fokus richtet sich nun auf die geldpolitische Ankündigung der Fed am Mittwoch.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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