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Goldpreis: XAU/USD testet erneut Rekordhoch – gelingt diesmal der Ausbruch?

  • Gold verzeichnet Dip-Käufe und ist am Freitag auf dem Weg zu einem vierten wöchentlichen Gewinn in Folge.
  • Der US-Dollar erholt sich aufgrund von Short-Covering, trotz der Risiko-Rallye bei globalen Aktien.
  • Der Fokus liegt nun auf Handelsnachrichten und den US-Verbraucherstimmungsdaten.
  • Technisch gesehen bleibt Gold einem Risiko einer scharfen Korrektur ausgesetzt, angesichts extremer überkaufter Bedingungen.

Gold kehrt den vorherigen Rückgang um, um die 3.650 USD-Marke am frühen Freitag erneut zu testen.

Händler richten ihre Aufmerksamkeit auf die vorläufigen Verbraucherstimmungsdaten aus Michigan, während die Wetten auf aggressive Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr steigen.

Gold: Rekordhochs bleiben in Sicht

Gold ist wieder im grünen Bereich, bleibt jedoch innerhalb der Handelsspanne dieser Woche. Käufer gewinnen an Tempo, bevor sie die Rekordrallye fortsetzen.

Trotz einer Pause im Abwärtstrend des US-Dollars (USD) und eines risikofreudigen Marktprofils findet Gold frische Zufluchtnachfrage, da neue Tarifnachrichten von US-Präsident Donald Trump die Stimmung der Investoren belasten.

Die Financial Times (FT) berichtete am späten Donnerstag, dass die USA die Gruppe der Sieben (G7) auffordern wollen, Indien und China mit deutlich höheren Zöllen auf russische Ölkäufe zu belegen, um Moskau zu Friedensgesprächen mit der Ukraine zu zwingen.

In der Zwischenzeit erwarten die Märkte allgemein, dass die Fed in diesem Jahr drei Zinssenkungen vornimmt, wobei die Chancen auf eine große Zinssenkung für die September-Sitzung weiterhin bestehen.

Die Märkte preisen weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von etwa 92% für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) bei der Fed-Sitzung im September und eine 8%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 50 bps ein, so das FedWatch-Tool der CME Group.

Die zurückhaltende Erzählung bleibt intakt, da sich die schwächeren Arbeitsmarktbedingungen über die hartnäckige Inflation legen und das zinslose Gold stärken.

Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im August um 0,4% im Monatsvergleich, doppelt so stark wie der Anstieg von 0,2% im Juli. Dies drückte die jährliche Inflationsrate auf 2,9%, was den Markterwartungen entspricht.

Später am Tag könnten die Daten zur Verbraucherstimmung und den Inflationserwartungen in den USA frische Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad der Fed geben, was Auswirkungen auf das in USD denominierten Gold haben könnte.

Handelsnachrichten werden jedoch ebenfalls genau beobachtet, während Gold auf einen vierten aufeinanderfolgenden wöchentlichen Anstieg zielt.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Tageschart zeigt, dass Gold sich erneut festigt, trotz der extremen überkauften Bedingungen, wie der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) zeigt, der derzeit nahe 77,50 liegt.

Wenn Verkäufer die Kontrolle zurückgewinnen, wird die unmittelbare Unterstützung bei der runden Zahl von 3.600 USD gesehen, unterhalb derer das Tief dieser Woche von 3.578 USD getestet werden könnte.

Ein nachhaltiger Durchbruch unter die letztgenannte Marke würde einen neuen Abwärtstrend in Richtung der psychologischen Marke von 3.550 USD eröffnen.

Wenn Käufer jedoch stark bleiben, wird das Rekordhoch von 3.675 USD herausgefordert, wobei der nächste Widerstand bei der 3.700 USD-Marke gesehen wird.

Weiter oben könnte die Region von 3.750 USD die bärischen Verpflichtungen herausfordern.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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