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Goldpreis steigt: Handelskonflikte zwischen USA und China treiben XAU/USD

  • Gold erreicht früh am Montag neue Rekordhöhen und setzt den Rückgang der Vorwoche von nahe $3.950 fort.
  • Der US-Dollar leckt seine Wunden angesichts des drohenden US-China-Zollkriegs, während das Risiko fest auf TACO zurückschlägt.  
  • Gold hält den aufsteigenden Kanal im Tageschart, während der RSI auf weiteres Potenzial in naher Zukunft hinweist.

Gold verzeichnet am frühen Montag den zweiten aufeinanderfolgenden Tag mit Gewinnen und konnte am Freitag die wichtige Marke von $4.000 zurückerobern.

Gold blickt auf Entwicklungen im US-China-Zollkonflikt

Gold startet die neue Woche mit einem Paukenschlag und verzeichnet in den frühen Handelsstunden ein neues Allzeithoch, als Reaktion auf frische Entwicklungen rund um den US-China-Zollkrieg.

US-Präsident Donald Trump verhängte zusätzliche 100% Zölle auf alle chinesischen Importe und führte ab dem 1. November strenge Exportkontrollen für in den USA hergestellte kritische Software ein.

Dies geschah als Reaktion auf Chinas Verschärfung der Exportkontrollen für seltene Erden und verwandte Technologien, während es seinen Bürgern untersagte, an nicht autorisierten Bergbauaktivitäten im Ausland teilzunehmen.

Allerdings werden die Käufer schnell vorsichtig, was zu einem kurzen Rückgang bei Gold führt, während sie Trumps TACO (Trump Always Chickens Out) Button, der am Sonntag gedrückt wurde, verdauen.

Die Risikostimmung erholt sich solide, dank Trumps versöhnlicher Bemerkungen, in denen er sagte: "Ich denke, wir werden mit China gut zurechtkommen."

US-Vizepräsident J.D. Vance sagte ebenfalls am Sonntag, dass "Trump bereit ist, ein vernünftiger Verhandler mit China zu sein."

In der Zwischenzeit dämpft eine positive Wende in der Risikostimmung die Attraktivität des US-Dollars (USD) als sicheren Hafen und unterstützt das glänzende Metall. Der Greenback trägt die Hauptlast der langwierigen US-Regierungsstilllegung und der anhaltenden US-Zölle auf China, die ab dem 1. November wirksam werden.

In der Zukunft bleibt abzuwarten, ob Gold seine Rekordrallye fortsetzt, während die Händler frische Entwicklungen an der US-China-Handelsfront und Reden von US-Notenbankbeamten (Fed) genau im Auge behalten, da hochwirksame US-Wirtschaftsdatenveröffentlichungen ausbleiben.

Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) wird am Freitag, den 24. Oktober, den kritischen Verbraucherpreisindex (CPI) veröffentlichen.

In Erwartung des achten aufeinanderfolgenden wöchentlichen Anstiegs hoffen die Goldkäufer, die Rekordrallye am Freitag im asiatischen Handel fortzusetzen.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Tageschart zeigt, dass der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) aus der extrem überkauften Zone heraus ist und bei 78,80 steigt, während ich schreibe.

Der führende Indikator deutet darauf hin, dass die Käufer ihre Kontrolle ausweiten könnten, wobei ein Retest der $4.100-Marke wahrscheinlich ist. Ein nachhaltiger Durchbruch darüber würde einen Test der $4.138 – der oberen Grenze des seit einem Monat bestehenden aufsteigenden Kanals – nach sich ziehen.

Alternativ benötigt Gold die Akzeptanz unterhalb der unteren Grenze des aufsteigenden Kanals bei $3.991 auf Schlusskursbasis, um die Korrektur in Richtung der psychologischen Marke von $3.950 aufrechtzuerhalten.

Eine tiefere Korrektur könnte die $3.895 Angebotszone (Hochs vom 1. und 2. Oktober) herausfordern.

US-CHINA HANDELSKRIEG - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ein Handelskrieg ist im Allgemeinen ein wirtschaftlicher Konflikt zwischen zwei oder mehr Ländern, der durch extreme Protektionismusmaßnahmen einer Seite ausgelöst wird. Dies beinhaltet die Errichtung von Handelsbarrieren, wie beispielsweise Zölle, die wiederum Gegenmaßnahmen hervorrufen. Dies führt zu steigenden Importkosten und letztlich zu höheren Lebenshaltungskosten.

Der wirtschaftliche Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und China begann Anfang 2018, als Präsident Donald Trump Handelsbarrieren gegen China verhängte. Er begründete dies mit unfairen Handelspraktiken und dem Diebstahl geistigen Eigentums durch die asiatische Großmacht. China reagierte mit Vergeltungsmaßnahmen und führte Zölle auf zahlreiche US-Waren ein, darunter Autos und Sojabohnen. Die Spannungen eskalierten, bis die beiden Länder im Januar 2020 das „Phase-One-Handelsabkommen“ unterzeichneten. Dieses Abkommen verpflichtete China zu strukturellen Reformen und Änderungen seines wirtschaftlichen und handelspolitischen Regimes, um Stabilität und Vertrauen zwischen den beiden Nationen wiederherzustellen. Die Coronavirus-Pandemie rückte den Konflikt zunächst in den Hintergrund. Es sei jedoch erwähnt, dass Präsident Joe Biden, der nach Trump ins Amt kam, die Zölle beibehielt und sogar weitere Abgaben hinzufügte.

Die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus als 47. Präsident der USA hat eine neue Welle von Spannungen zwischen den beiden Ländern ausgelöst. Während des Wahlkampfs 2024 hatte Trump versprochen, Zölle von 60 % auf chinesische Waren zu erheben, sobald er wieder im Amt sei – ein Versprechen, das er am 20. Januar 2025 umsetzte. Der Handelskrieg zwischen den USA und China wird somit dort fortgesetzt, wo er aufgehört hatte. Die gegenseitigen Strafmaßnahmen beeinflussen die globale Wirtschaftslage erheblich, stören die weltweiten Lieferketten, senken die Ausgaben – insbesondere Investitionen – und tragen direkt zur Inflation des Verbraucherpreisindex bei.

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