Goldpreis-Ausblick: Rücksetzer bleiben Kaufchance trotz Fed-Signalen
| |Übersetzung überprüftZum Original- Gold hält sich nach dem Rückgang von den Allzeithochs von 3.791 USD am frühen Mittwoch.
- US-Dollar erholt sich, ist aber angesichts der Ängste vor einer Regierungsstilllegung noch nicht aus dem Schneider.
- Überkaufte RSI-Bedingungen im Tageschart befeuern den Rückgang bei Gold, wird er anhalten?
Gold repliziert die Rückzugbewegungen, die in den asiatischen Handelsstunden am Dienstag zu beobachten waren, da die Käufer am frühen Mittwoch erneut durchatmen und sich auf weitere Reden von US-Notenbankbeamten (Fed) vorbereiten.
Gold wartet auf die US-PCE-Inflationsdaten für neue Richtlinien
In Ermangelung von hochrangigen US-Wirtschaftsdatenveröffentlichungen am Mittwoch richten Goldhändler ihre Aufmerksamkeit auf den US-Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Freitag, den bevorzugten Inflationsindikator der Fed, um neue Einblicke in die weitere Lockerungsperspektive der US-Notenbank zu erhalten.
Am Dienstag hielt Fed-Vorsitzender Jerome Powell in seiner Rede vor der Greater Providence Chamber of Commerce in Rhode Island an der vorsichtigen Rhetorik fest und gab nur wenige Hinweise auf den Zinssenkungspfad.
"Vorsitzender Powell betonte in seiner Rede, dass 'die kurzfristigen Risiken für die Inflation nach oben und die Risiken für die Beschäftigung nach unten geneigt sind', was die Herausforderungen bei der Balance des dualen Mandats der Fed in der aktuellen Umgebung hervorhebt," erklärten Westpac-Analysten in einer Forschungsnotiz.
Händler setzen weiterhin auf weitere Lockerungen, wobei das FedWatch-Tool der CME Group nun eine 92%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei der Sitzung der US-Notenbank im Oktober anzeigt, gegenüber einer Wahrscheinlichkeit von 89,8% vor Powells Rede am Dienstag.
In der Zwischenzeit verlängert der FXStreet Fed Sentiment Index seine nächtliche Erholung und kehrt in die hawkische Zone zurück, und handelt zum Zeitpunkt des Schreibens nahe 102,00.
Die hawkische Wende in der Stimmung rund um die Fed könnte einer der Faktoren sein, die den Aufwärtstrend bei Gold begrenzen und dem US-Dollar helfen, sich nach zwei aufeinanderfolgenden Verlusttagen zu erholen.
Allerdings scheint der USD-Anstieg von kurzer Dauer zu sein, da die fiskalischen Bedenken in den USA zunehmen, mit einer drohenden Regierungsstilllegung am 1. Oktober.
In der Zwischenzeit schenkten die Märkte den vorläufigen PMI-Daten von S&P Global für die USA nur begrenzte Aufmerksamkeit, die für September gemischt ausfielen. Der S&P Global Composite PMI fiel auf 53,6 von 54,6 im August, was auf eine anhaltende Expansion, jedoch in langsamerem Tempo hinweist.
Als Nächstes bleibt die Rede von San Franciscos Präsidentin Mary Daly von Bedeutung, nach einer Reihe gemischter Kommentare der Fed in dieser Woche.
Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart
Technisch scheint sich kurzfristig nichts für Gold geändert zu haben, da der Tageschart weiterhin überkaufte Bedingungen darstellt, was Vorsicht für Käufer erfordert.
Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) bewegt sich derzeit in Richtung 76.
Wenn der Rückgang anhält, wird die erste Unterstützung an der Schwelle von 3.700 USD gesehen, unterhalb derer das Montagstief von 3.684 USD etwas Trost bieten wird.
Weiter unten könnte die psychologische Barriere von 3.650 USD den Käufern zur Hilfe kommen.
Auf der anderen Seite benötigen Käufer eine Bestätigung über den Schlusskurs des Vortages von 3.765 USD, um die Rekordrallye wiederzubeleben.
Die nächste obere Hürde liegt am Allzeithoch von 3.791 USD, gefolgt von der Barriere von 3.800 USD.
Ein nachhaltiger und entscheidender Durchbruch über Letzteres könnte einen neuen Anstieg in Richtung der psychologischen Marke von 3.850 USD befeuern.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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