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Goldpreis vor nächstem Anstieg? Iran-Abkommen rückt Fed in den Fokus

  • Gold setzt seine dreitägige Erholung fort und steigt um fast 3 % aufgrund von Optimismus über den Friedensvertrag zwischen den USA und Iran.  
  • Der US-Dollar hält Verluste angesichts nachlassender Safe-Haven-Nachfrage und fallender Ölpreise.
  • Technisch muss Gold den 200-Tage-SMA bei 4.454 USD zurückerobern, um den kurzfristig bärischen Ausblick zu negieren.

Gold befindet sich am frühen Montag auf dem höchsten Stand seit vier Tagen, über 4.300 USD, setzt die bullishe Kurslücke zum Wochenstart und die jüngste Erholung fort. Das Edelmetall startet mit einem Paukenschlag in die neue Woche, nachdem es letzte Woche Jahrestiefs nahe der 4.000-USD-Marke erreicht hatte.

Gold: Werden die Käufer die Kontrolle behalten?

Endlich endete ein fast vier Monate andauernder Krieg zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran, nachdem beide Seiten am Sonntag eine erste Friedensvereinbarung getroffen hatten, die am Freitag, dem 19. Juni, in Kraft treten wird.

US-Präsident Trump sagte laut New York Times am Sonntag, dass die mit dem Iran erzielte Vereinbarung letztlich sicherstellen werde, dass die Straße von Hormus „dauerhaft gebührenfrei“ bleibe.

Trump fügte jedoch hinzu, dass er, falls der Iran kein endgültiges Nuklearabkommen mit den USA erreiche, die Militärschläge auf Teheran wieder aufnehmen oder die USA im Gegenzug für 20 Prozent der Einnahmen der Region zum „Wächter des Nahen Ostens“ machen würde.

Unterdessen bemerkte der iranische stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi: „Ein dauerhafter und sofortiger Kriegsstopp wurde an allen Fronten, einschließlich Libanon, erklärt.“

Die asiatischen Aktienkurse schießen durch die Decke, wobei die Risikobereitschaft angesichts des erneuerten geopolitischen Optimismus dominiert. Händler verkaufen den sogenannten Safe-Haven-USD auf der Suche nach höheren Renditen, was dem in USD notierten Goldpreis zusätzlichen Auftrieb verleiht.

Zusätzlich erhält Gold Unterstützung durch den Einbruch der Ölpreise nach der Vereinbarung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus, was zur Entspannung der inflationsbedingten Sorgen beiträgt.

Dies könnte die Zinserhöhungserwartungen der US-Notenbank (Fed) dämpfen und sich positiv auf zinslose Anlagen wie das Edelmetall auswirken.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Gold seinen Erholungsmomentum aufrechterhält, da viele Details des Abkommens, insbesondere zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus, noch unklar sind.

Außerdem könnte eine Fortsetzung der israelischen Aggression gegen den Libanon die Friedensvereinbarung gefährden. Darüber hinaus könnten Händler ihre jüngsten Gold-Long-Positionen vor der wichtigen zweitägigen geldpolitischen Sitzung der Fed, die am Dienstag beginnt und die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh ist, neu positionieren.

Die technische Lage von Gold im Tageschart hält zudem die bärische Tendenz kurzfristig aufrecht, was das Edelmetall einem erneuten Abwärtsrisiko aussetzt.

Goldpreis technische Analyse: Tageschart

Im Tageschart notiert XAU/USD bei 4.326,30 USD und hält eine kurzfristig bärische Tendenz, da der Spotkurs unter den einfachen gleitenden Durchschnitten (SMAs) der 21-, 50-, 100- und 200-Tage bleibt. Die Ansammlung dieser SMAs deutlich über dem Kurs deutet darauf hin, dass Rallys innerhalb einer breiteren Abwärtsphase als Korrekturen zu werten sind, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 44 nur ein moderates negatives Momentum und keine ausgeprägten überverkauften Bedingungen anzeigt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 21-Tage-SMA nahe 4.421 USD, gefolgt vom 200-Tage-SMA bei etwa 4.454 USD, wo eine Erholung voraussichtlich auf die erste bedeutende Angebotszone trifft. Weiter oben bilden der 50-Tage-SMA bei rund 4.581 USD und der 100-Tage-SMA nahe 4.762 USD eine höhere Widerstandszone, die zurückerobert werden müsste, um die vorherrschende bärische technische Struktur zu entschärfen.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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