fxs_header_sponsor_anchor

Goldpreis bleibt unter Druck - US-Iran-Gespräche rücken in den Fokus

  • Gold hält seine Spanne um 4.050 Dollar am frühen Montag und konsolidiert den vorherigen Rückgang.   
  • Der US-Dollar hält seine Verluste, angeheizt durch den Einbruch von USD/JPY und Hoffnungen auf eine diplomatische Annäherung im Nahen Osten.
  • Gold wartet auf einen klaren Richtungsdurchbruch, doch die Verkäufer dürften auf dem 1D-Chart die Oberhand haben.

Gold konsolidiert den vorherigen Rückgang und hält am Montag im asiatischen Handel um 4.050 Dollar den angebotenen Ton aufrecht, da ein bärischer kurzfristiger technischer Ausblick die bullischen fundamentalen Faktoren überschattet.

Goldverkäufer dominieren zum Start der NFP-Woche

Gold startet die Woche der Nonfarm Payrolls (NFP) mit einem negativen Vorzeichen und hält an der Abwärtsneigung der Vorwoche fest.

Die jüngste Abwärtsbewegung bei Gold wird durch anhaltende Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) im September gestützt, wobei die Märkte laut dem FedWatch-Tool der CME Group eine Wahrscheinlichkeit von 65% für einen solchen Schritt einpreisen.

Allerdings scheint das weitere Abwärtspotenzial durch die breit angelegte Schwäche des US-Dollars (USD) begrenzt zu sein, angeheizt durch den Ausverkauf bei USD/JPY und Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zwischen den USA und dem Iran.

USD/JPY stürzte im frühen asiatischen Handel ab, nachdem der japanische Yen (JPY) angesichts von Spekulationen über weitere Interventionen plötzlich sprang. Das Paar fiel um mehr als 1% auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten unter 155,50, bevor es sich rasch wieder auf nahe 156,50 erholte, wo es nun schwankt.

Unterdessen scheint die Safe-Haven-Prämie für den USD nachgelassen zu haben, nachdem US-Präsident Donald Trump neue Angriffe auf den Iran abgesagt und für später am Montag Friedensgespräche angekündigt hatte, was die Ölpreise stark nach unten drückte und die Inflationssorgen leicht dämpfte.

Mit Blick nach vorn bleibt abzuwarten, ob Gold wieder Boden gutmacht oder den Rückgang ausweitet, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie der US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe bevorstehen.

Diese Ereignisrisiken könnten USD- und Gold-Händlern neuen Handelsimpuls verleihen, da sie sich auf die im Laufe dieser Woche anstehenden, marktbewegenden US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten vorbereiten.

Technische Analyse des Goldpreises: Tages-Chart

Im Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.065,79 USD und behält damit kurzfristig einen bärischen Ton bei, da der Kassakurs unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt. Der 21-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) bei 4.066,82 USD wird direkt darüber getestet, während die längerfristigen 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-SMAs bei 4.174,88 USD, 4.416,37 USD und 4.490,35 USD als gestaffelter Widerstand zusammenlaufen, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsbewegungen vorerst begrenzt bleiben. Der Relative Strength Index (14) bei 47,48 liegt knapp unter der neutralen 50er-Linie und deutet eher auf gedämpftes Momentum als auf eine klare Trendwende hin.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim nahegelegenen 21-Tage-SMA bei 4.066,82 USD, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei 4.174,88 USD. Darüber bilden der 100-Tage-SMA bei 4.416,37 USD und der 200-Tage-SMA bei 4.490,35 USD eine breitere Angebotszone, die zurückerobert werden müsste, um die bärische Tendenz abzuschwächen. Da in diesem Datensatz unter dem aktuellen Preis keine klaren Unterstützungen durch gleitende Durchschnitte erkennbar sind, dürfte ein weiterer Rückgang wahrscheinlich frühere Swing-Tiefs im Chart ansteuern, während Erholungsversuche unter den gebündelten Tages-SMAs voraussichtlich auf Widerstand stoßen werden.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Gold-Ausblick durch Fed-Erwartungen und verhaltene Nachfrage begrenzt

Analysten der Commerzbank argumentieren, dass das makroökonomische Umfeld für das Edelmetall weiterhin Gegenwind bedeutet, wobei die „anhaltende Erwartung von Zinserhöhungen der Fed“ voraussichtlich „einen Anstieg des Goldpreises ausgleichen“ werde. Sie fügen hinzu, dass diese Zinserwartungen „vorerst kaum nachlassen dürften, da die Inflation noch nicht genügend Anzeichen einer Abschwächung zeigt“, was den Spielraum für eine nachhaltigere Rally begrenzt.

Auf der Nachfrageseite verweisen die Commerzbank auf Prognosen des World Gold Council und merken an, dass „der WGC für die zweite Jahreshälfte keinen nennenswerten Anstieg der Nachfrage erwartet“. Zwar dürfte der Kauf durch den offiziellen Sektor weiterhin eine wichtige Stütze bleiben, doch warnt die Bank, dass „die Goldkäufe der Zentralbanken zwar aufgrund der Portfoliodiversifizierung und als Absicherung gegen Inflation und Risiken stark bleiben dürften, aber wahrscheinlich unter dem Vorjahresniveau liegen werden“.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

Die Informationen auf diesen Seiten enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die Risiken und Ungewissheiten in sich bergen. Die auf dieser Seite beschriebenen Märkte und Instrumente dienen nur zu Informationszwecken und sollen keinesfalls als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Vermögenswerte verstanden werden. Sie sollten Ihre eigenen gründlichen Recherchen anstellen, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. FXStreet garantiert in keiner Weise, dass diese Informationen frei von Fehlern, Irrtümern oder wesentlichen Falschaussagen sind. FXStreet garantiert auch nicht, dass diese Informationen zeitnah zur Verfügung stehen. Investitionen in offene Märkte sind mit einem großen Risiko verbunden, einschließlich des Verlusts Ihrer gesamten Investition oder eines Teils davon, sowie mit psychischen Belastungen. Alle Risiken, Verluste und Kosten, die mit einer Investition verbunden sind, einschließlich des vollständigen Verlusts des Kapitals, liegen in Ihrer Verantwortung. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die offizielle Linie oder Position von FXStreet oder seinen Werbekunden wider.


Zugehörige Inhalte

Wird geladen ...



Copyright © 2025 FOREXSTREET S.L., Alle Rechte vorbehalten.