EUR/USD Kursprognose: Der 200-Tage-SMA hält die Unterseite
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD geriet unter Druck und fiel erneut unter 1,0800.
- Der US-Dollar fand Unterstützung durch Zollerwartungen und risikoscheues Handeln.
- Alle Augen bleiben auf den 2. April, den "Bef liberationstag", gerichtet.
Der Euro (EUR) fiel am Montag kurz unter die Unterstützung bei 1,0800, um danach etwas Stabilität zurückzugewinnen und den Bereich über diesem wichtigen Niveau zurückzuerobern. Das Paar konnte sich in der Zwischenzeit von dem Test seines kritischen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) in der letzten Woche fernhalten.
Der tägliche Rückgang bei den Spotpreisen erfolgte als Reaktion auf einen soliden Bullenlauf im US-Dollar (USD), der den US-Dollar-Index (DXY) wieder über die Marke von 104,00 hob, während die Märkte intensive Zollbedenken und Anzeichen einer langsamen US-Wirtschaftswachstums abwogen.
Es ist erwähnenswert, dass Trump, der die Ängste vor Handelskonflikten anheizt, auf einen zusätzlichen Zoll von 20% auf Waren aus der Europäischen Union hinwies, möglicherweise innerhalb der nächsten Woche, was die Sorgen über einen transatlantischen Handelsstreit erneuert, der die globalen Märkte erschüttern könnte.
Handelskrieg in der Neuauflage? Investoren auf der Hut
Trumps harte Rhetorik – diesmal auf Autos, Aluminium und Pharmazeutika gerichtet – hat die Ängste vor einem neuen Handelskrieg neu entfacht. Während Kanada und Mexiko bis Anfang April ausgenommen bleiben, sind die globalen Handelsbedingungen weiterhin unklar.
Aus geldpolitischer Sicht könnten neue Zölle die Federal Reserve (Fed) dazu veranlassen, eine hawkische Haltung beizubehalten, um inflationsbedingten Druck entgegenzuwirken. Umgekehrt könnten Vergeltungsmaßnahmen und langsameres Wachstum die Fed auf einen vorsichtigeren Kurs drängen. Diese Dynamik sorgt für zusätzliche Volatilität auf den Währungsmärkten, wobei der Euro direkt im Fadenkreuz steht.
Ein Funke Hoffnung für den Euro amid geopolitischen Veränderungen
Auf geopolitischer Ebene sorgten Entwicklungen in Osteuropa für etwas Erleichterung. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte einen Waffenstillstand an, der wichtige Energieanlagen und Schwarzmeer-Routen abdeckt, unterstützt durch von den USA vermittelte Vereinbarungen, die halfen, regionale Spannungen abzubauen.
Präsident Trump erwähnte auch eine mögliche US-Ukraine-Vereinbarung über die Einnahmen aus kritischen Mineralien, die den Weg für US-Unternehmen ebnen könnte, in die Energieinfrastruktur der Ukraine zu investieren. Obwohl bescheiden, halfen diese Schlagzeilen dem Euro, seinen Stand zu finden.
Zentralbanken: Stabil bleiben, aber in Richtung Lockerung neigen
Die Federal Reserve ließ die Zinsen zu Beginn des Monats unverändert, deutete jedoch auf mögliche 50 Basispunkte Lockerung später in diesem Jahr hin. Fed-Vorsitzender Jerome Powell erkannte an, dass Zölle die Inflationssorgen anheizen, signalisierte jedoch die Absicht der Zentralbank, auf weitere Daten zu warten, bevor sie Maßnahmen ergreift.
Auf der anderen Seite des Teichs senkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins um 25 Basispunkte und deutete an, dass sie möglicherweise weiter lockern könnte, wenn die Unsicherheit anhält. Aktualisierte EZB-Prognosen zeigten schwächere Wachstumsaussichten und hartnäckige kurzfristige Inflation, obwohl die Entscheidungsträger erwarten, dass der Preisdruck bis 2026 nachlässt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte auch, dass ein Zollkonflikt zwischen den USA und der EU das BIP der Eurozone um 0,5% schmälern könnte, während sie gleichzeitig die fiskalischen Anstrengungen Deutschlands lobte.
Positionierung: Euro-Bullen tasten sich zurück
Spekulative Händler (nicht kommerziell) haben vorsichtig begonnen, Long-Positionen auf den Euro wieder aufzubauen. Die Netto-Longs stiegen in der dritten Woche in Folge über 65.000 Kontrakte – das höchste Niveau seit Ende September 2024 – während Hedgefonds ihre Short-Positionen ausweiteten, was die Gesamtzahl der Kontrakte auf über 100.000 anhob, so die neuesten CFTC-Daten.
EUR/USD Technische Übersicht
- Widerstandsniveaus: Wichtiger Widerstand steht bei 1,0954 (Jahreshoch vom 18. März) an, gefolgt von 1,0969 (23,6% Fibonacci-Retracement). Ein entscheidender Durchbruch über die psychologische Marke von 1,1000 würde einen bullischen Wechsel signalisieren.
- Unterstützungszonen: Erste Unterstützung kommt vom 200-Tage-SMA bei 1,0730. Darunter sollten der 55-Tage-SMA bei 1,0561, der 100-Tage-SMA bei 1,0519 und das Tief vom 28. Februar bei 1,0359 beobachtet werden. Weitere Schwäche könnte das wöchentliche Tief von 1,0282 (10. Februar) und den Tiefststand von 1,0176 (13. Januar 2025) offenbaren.
- Momentum-Indikatoren: Der RSI nahe 57 deutet auf ein stetiges bullisches Momentum hin, während ein ADX-Wert knapp über 26 auf einen moderaten, aber etwas nachlassenden Trend hinweist.
Was zu beobachten ist
EUR/USD bleibt äußerst empfindlich gegenüber Schlagzeilen zu Handelspolitik, geldpolitischen Entscheidungen und geopolitischen Entwicklungen. Marktbeobachter werden ein genaues Auge auf weitere US-EU-Zollaktualisierungen, Fortschritte beim Russland-Ukraine-Waffenstillstand und mögliche Veränderungen in der Fed- und EZB-Leitlinien werfen, um die nächste Bewegung des Paares abzuschätzen.
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