Gold unter Druck - 4.400 Dollar bleiben vor Fed-Sitzung entscheidende Marke
| |Übersetzung überprüftZum Original- Gold hält einen Pullback von den Sechs-Tage-Hochs bei 4.369 USD, da die Käufer am frühen Dienstag eine Verschnaufpause einlegen.
- Der US-Dollar versucht, die bärische Eröffnungslücke vom Montag zu schließen, da die Märkte den Optimismus bezüglich des Iran-Abkommens dämpfen.
- Technisch bleibt Gold Abwärtsrisiken ausgesetzt, solange es unter dem 21-Tage-SMA nahe 4.400 USD notiert.
Gold verteidigt am Dienstag in Asien kleinere Kaufinteressen oberhalb von 4.300 USD und hält den Pullback von den Sechs-Tage-Hochs bei 4.369 USD, die in der letzten US-Session erreicht wurden.
Gold: Ein Sell-the-Rally-Handel
Nach einem soliden Wochenstart pausiert Gold seine dreitägige Erholung, da die Käufer angesichts nachlassenden Optimismus über ein vorläufiges Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran am Sonntag, das zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führte, vorsichtiger werden.
Investoren sind auch vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der Zentralbanken, darunter das Ergebnis der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch, vorsichtiger geworden. Diese Faktoren beleben die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar (USD), da der Greenback nun versucht, die bärische Eröffnungslücke vom Montag zu schließen.
Obwohl US-Präsident Donald Trump das Friedensabkommen weiterhin lobt, nehmen die Märkte es mit Vorsicht angesichts anhaltender Spannungen zwischen Israel und Libanon sowie vor der Unterzeichnung des Abkommens am Freitag bei der G7 in Genf auf.
Trump sagte kürzlich in seinem Truth Social-Beitrag, dass „der Iran zugestimmt hat, niemals eine Nuklearwaffe zu besitzen!“
Unterdessen teilte das israelische Militär am späten Montag mit, dass die vom Iran unterstützte libanesische Milizgruppe Hisbollah Raketen und Drohnen auf israelische Streitkräfte abgefeuert habe, die versuchten, im Süden Libanons vorzurücken.
Hisbollah bestätigte, dass sie am Montag israelische Streitkräfte „im Vormarsch“ im Süden angegriffen habe, und libanesische Medien berichteten, dass eine israelische Drohne zuvor ein Auto anvisiert und den Fahrer getötet habe, so The Guardian.
Mit Blick auf die Zukunft könnten Goldhändler ihre jüngsten Long-Positionen vor der äußerst wichtigen zweitägigen geldpolitischen Sitzung der Fed, die später am Dienstag beginnt und die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh ist, neu positionieren.
Darüber hinaus hält das technische Setup von Gold im Tages-Chart die bärische Tendenz kurzfristig aufrecht.
Vor diesem Hintergrund wird der Goldpreisanstieg wahrscheinlich begrenzt bleiben, wobei ein „Sell-the-Rally“ weiterhin erwartet wird.
Goldpreis technische Analyse: Tages-Chart
Im Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.310,42 USD und verlängert die bärische Tendenz, da der Spotkurs unter den mittel- und langfristigen gleitenden Durchschnitten bleibt. Der 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 4.572,28 USD, der 200-Tage SMA bei 4.457,84 USD und der 100-Tage SMA nahe 4.754,31 USD liegen alle über dem Kurs, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich auf Angebot stoßen, während das Metall unter diesem gestapelten Widerstand handelt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 42,53 bleibt unter der 50er-Linie, was auf anhaltenden Abwärtsdruck und nicht auf eine eindeutige überverkaufte Situation hinweist.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand beim 50-Tage SMA um 4.572,28 USD gesehen, gefolgt vom 200-Tage SMA bei 4.457,84 USD und dann dem 100-Tage SMA nahe 4.754,31 USD, die zusammen eine breite Begrenzung für Erholungsversuche darstellen. Auf der Unterseite bietet der 21-Tage SMA bei 4.408,32 USD unmittelbare Unterstützung; ein nachhaltiger Bruch unter die jüngsten Tiefs würde die nächste bärische Phase eröffnen, während ein Halten über diesem kurzfristigen Durchschnitt eine korrigierende Gegenbewegung innerhalb der breiteren Abwärtsphase ermöglichen könnte.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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