160 ist zurück: Japan steht vor einem weiteren Dilemma bei der Yen-Intervention
| |Automatische ÜbersetzungZum OriginalWillkommen zum Groundhog Day Japans: Der japanische Yen performt weiterhin deutlich schwächer gegenüber wichtigen globalen Währungen und bleibt erneut nahe der Marke von 160,00 gegenüber dem US-Dollar. Unterstützung von der Bank of Japan in Form einer Zinserhöhung am 16. Juni würde sicherlich Erleichterung bringen, doch es ist unklar, ob die japanischen Behörden bis dahin warten können.
Jüngste Interventionen haben kurzfristige Entlastung gebracht, aber den Trend nicht umkehren können, da sie die eigentliche Ursache der Yen-Schwäche nicht adressieren. Zudem setzen Geopolitik und geldpolitische Faktoren den Yen weiterem Schwächezusammenhang aus. Wird Japan seine Yen-Bazooka erneut abfeuern?
Der Druck auf den JPY nimmt zu
Der JPY geriet stark unter Verkaufsdruck infolge wirtschaftlicher Sorgen, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurden. Japan importiert über 90 % seines Rohöls aus dem Nahen Osten und ist damit hochgradig verwundbar gegenüber Lieferkettenunterbrechungen durch die Schließung der Straße von Hormus.
Tatsächlich ist Japan auf diese strategische Wasserstraße für über 90 % seiner Rohölimporte und den Großteil des verflüssigten Erdgases (LNG) angewiesen. Engpässe wirken sich direkt auf japanische Fabriken aus, treiben die Rohstoffkosten in die Höhe, verschärfen die Inflation und belasten die Kaufkraft der Verbraucher.
Eine sich vergrößernde Zinslücke trägt zum Fall des JPY bei
Dies stellt die BoJ vor ein ernstes geldpolitisches Dilemma: Zinserhöhungen angesichts der Inflationsgefahr könnten eine fragile Wirtschaft belasten, während das Beibehalten niedriger Zinsen eine weitere Abwertung der Währung riskieren lässt.
Im April spiegelte eine seltene Stimmenaufteilung bei der BoJ-Sitzung den wachsenden Druck wider, die Zinsen kurzfristig zu erhöhen. Die Diskussionen im April über eine mögliche Zinserhöhung, kombiniert mit der anhaltenden Yen-Schwäche, lassen Ökonomen glauben, dass die BoJ bei ihrer nächsten Sitzung am 16. Juni tatsächlich die Kreditkosten anheben wird.
Dennoch ist unklar, ob eine Zinserhöhung die Probleme des Yen lösen wird.
Dies liegt daran, dass die BoJ anderen großen Zentralbanken weiterhin hinterherhinkt, die nach der Pandemie aggressiv die Zinsen erhöht haben, um die Inflation zu bekämpfen. Dies führte zu einer massiven Zinslücke, die die Yen-Schwäche weiter verstärkte.
Staatliche Interventionen können den Abwärtstrend nicht umkehren
Um die angeschlagene Währung zu stützen, haben die japanischen Behörden zwischen Ende April und Anfang Mai rekordverdächtige 11,73 Billionen ¥ (über 74 Milliarden US-Dollar) für Interventionen ausgegeben.
Dieser Schritt brachte jedoch nur vorübergehende Erleichterung für den Yen, da die genannten fundamentalen Faktoren die Währung weiterhin nach unten drücken. Zudem sind Japans finanzielle Ressourcen begrenzt, was darauf hindeutet, dass der eigentliche Wendepunkt von der BoJ abhängt. Bis dahin ist es unwahrscheinlich, dass jegliche staatliche Intervention, selbst eine mögliche gemeinsame Aktion mit den USA, den übergeordneten bärischen Trend des JPY umkehrt.
Der Yen bleibt zwischen zwei Kräften gefangen, die Japan nur schwer kontrollieren kann: hohe globale Energiepreise und eine große Zinslücke zu anderen wichtigen Zentralbanken, insbesondere der Fed.
Eine weitere Intervention im Forex-Markt könnte die Bewegung in Richtung 160,00 verlangsamen, aber solange die BoJ kein stärkeres Politiksignal gibt, könnte jede Erleichterung nur von kurzer Dauer sein. Das lässt die Händler vor einer vertrauten Frage stehen: Wird Japan die Linie erneut verteidigen?
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