WTI fällt trotz steigender Angebotsrisiken im Nahen Osten unter 90,50 USD
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- WTI könnte steigen, da der Iran nach dem fast 10%igen Preisanstieg der vergangenen Woche mit Angriffen auf die regionale Energieinfrastruktur droht.
- Eskalierende Angriffe in der Nähe der Straße von Hormus und saudischer Anlagen schüren massive Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten.
- Unterdurchschnittliche US-Kraftstoffbestände verknappen die globalen Ölmärkte weiter, trotz anhaltender Exporte aus dem Persischen Golf.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) Öl gibt nach und wird im asiatischen Handel am Dienstag um 90,40 USD pro Barrel gehandelt. Allerdings könnten die Rohölpreise wieder an Boden gewinnen, da der Iran nach weiteren Angriffen der Vereinigten Staaten (US) auf seine Vermögenswerte damit gedroht hat, Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten anzugreifen, was die jüngste Eskalation in einem Konflikt markiert, der das regionale Ölangebot stark reduziert hat.
Die Ölpreise stiegen in der vergangenen Woche um fast 10 %, da die erneuten Kämpfe Befürchtungen über tiefere Energieunterbrechungen schürten, wobei beide Seiten am Wochenende ihre Angriffe auf Schiffe und Militärfahrzeuge rund um Hormus verstärkten. Die Anlagen von Saudi Aramco in Jazan nahe dem Roten Meer wurden am Montag erneut ins Visier genommen, wobei der Schaden jedoch begrenzt blieb. Darüber hinaus kündigte der Iran an, dass eine Vereinbarung mit Oman zur Verwaltung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus kurz vor dem Abschluss steht, was die Sorgen über Teherans wachsende Kontrolle über die wichtige Wasserstraße verstärkt.
Zusätzlich zu diesen Angebotsrisiken sieht sich die Vereinigten Staaten, der weltweit größte Ölproduzent und -verbraucher, mit knappen inländischen Lagerbeständen konfrontiert. Reuters zitierte PVM-Energy-Analysten und merkte an, dass die US-Bestände an Benzin und Destillatkraftstoffen deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt liegen, was auf ein etwas düstereres Bild hindeutet als noch vor wenigen Wochen.
Trotz dieser erhöhten geopolitischen und Angebotsrisiken fließt weiterhin Öl aus dem Persischen Golf, wobei derzeit rund 7 Millionen Barrel pro Tag an Rohöl und raffinierten Produkten durch die Straße von Hormus transportiert werden.
Brent-Unterstützung dürfte halten, da Societe Generale das Risiko einer größeren Korrektur herunterspielt
Analysten von Societe Generale argumentieren, dass der aktuelle Aufwärtstrend bei Brent intakt bleibt, und weisen darauf hin, dass "Signale für einen größeren Pullback noch nicht sichtbar sind." Sie fügen hinzu, dass "das Tief der vergangenen Woche nahe 89 USD kurzfristige Unterstützung bieten könnte," was ihre Ansicht untermauert, dass die Abwärtsrisiken vorerst begrenzt erscheinen.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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