Ölpreis: WTI hält sich über 83,50 Dollar nach neuen US-Angriffen auf Iran
| |Übersetzung überprüftZum Original- WTI könnte sich erholen, nachdem Iran ballistische und Marschflugkörper in Richtung Hormus abgefeuert hat, nachdem die USA einen Schlag auf der Insel Larak ausgeführt hatten.
- Amerikanische Streitkräfte zielten auf iranische Abschussrampen, die sich auf das Verminen der Wasserstraße vorbereiteten, was eine deutliche Eskalation der Spannungen markiert.
- Von Katar vermittelte diplomatische Gespräche bleiben möglich, da weiterhin 6 bis 8 Millionen Barrel pro Tag fließen.
West Texas Intermediate (WTI) gibt nach einem Eröffnungsgap nach oben nach, bleibt im positiven Bereich und wird während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 83,60 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise schossen in die Höhe, nachdem Iran einen koordinierten Beschuss mit ballistischen Raketen und Anti-Schiffs-Marschflugkörpern an mehreren Orten, darunter Teheran, Lorestan, Karaj, Khorramabad und Shiraz, gestartet hatte. Die Angriffe, die auf Positionen in Richtung der Straße von Hormus zielten, erfolgten als direkte Reaktion auf das Versprechen der Islamischen Revolutionsgarde, einen US-Schlag vom Sonntag auf iranische Abschussrampen auf der Insel Larak zu rächen.
Der vorausgegangene US-Schlag markierte den ersten direkten Angriff auf iranische Militärstellungen seit über einem Monat und zielte ausdrücklich auf Raketenstellungen, die darauf vorbereitet waren, Minen in der strategischen Wasserstraße zu verlegen. Während die amerikanischen Streitkräfte angaben, die Straße von Hormus genau zu überwachen, um den ununterbrochenen Fluss des Welthandels sicherzustellen, hatte Washingtons breitere Strategie zuletzt eher auf Wirtschaftssanktionen als auf direkte militärische Maßnahmen gesetzt, um Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Trotz der jüngsten Eskalation sind die diplomatischen Kanäle nicht vollständig geschlossen. Ein iranischer Beamter merkte an, dass die Wiederaufnahme von Gesprächen mit den USA nach konstruktivem, von Katar vermitteltem Dialog weiterhin möglich sei. Unterdessen passen sich die globalen Energiemärkte weiter an, da täglich schätzungsweise 6 bis 8 Millionen Barrel Rohöl durch die Straße von Hormus fließen, selbst ohne ein formelles Friedensabkommen zwischen den beiden Nationen.
Aufwärtspotenzial bei Rohöl dürfte begrenzt bleiben, da sich die Exporte aus dem Persischen Golf erholen
Brown Brothers Harriman warnt, dass trotz der jüngsten Stärke bei Brent "der Aufwärtsdruck auf die Rohölpreise begrenzt erscheint." Das Unternehmen verweist auf Schätzungen von Goldman Sachs, wonach sich "die Ölexporte aus dem Persischen Golf auf rund zwei Drittel des Vorkriegsniveaus erholt haben, da mehr Schiffe die Straße von Hormus passieren," was darauf hindeutet, dass sich die verbesserten regionalen Angebotsbedingungen dabei helfen, weitere Kursgewinne einzudämmen.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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