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USD/JPY konsolidiert, da Interventionsrisiken gegen starke US-Daten drücken

  • USD/JPY hält sich nahe mehrmonatiger Höchststände, da Interventionsrisiken die Anschlusskäufe dämpfen.
  • Positive US-Daten untermauern die Ansicht, dass die Fed geduldig bei der Lockerung bleiben kann.
  • Politische Unsicherheit in Japan belastet den Yen, da Risiken einer Neuwahl die Stimmung vorsichtig halten.

Der japanische Yen (JPY) bewegt sich am Donnerstag gegen den US-Dollar (USD) seitwärts, da USD/JPY an starken Anschlusskäufen mangelt, während die Interventionsrisiken im Zusammenhang mit einer übermäßigen Yen-Schwäche bestehen bleiben.

Zum Zeitpunkt der Erstellung wird das Paar bei etwa 158,50 gehandelt, was im Tagesverlauf kaum verändert ist und nahe dem höchsten Stand seit Juli 2024 bleibt.

Unterdessen wird der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, bei etwa 99,41 gehandelt, dem höchsten Stand seit dem 3. Dezember, da stärkere als erwartete US-Wirtschaftsdaten die Ansicht untermauerten, dass die Federal Reserve (Fed) geduldig bei weiteren geldpolitischen Lockerungen bleiben kann, auch wenn die Märkte weiterhin zwei Zinssenkungen in diesem Jahr einpreisen.

Daten des US-Arbeitsministeriums zeigten, dass die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 10. Januar auf 198.000 fielen und damit die Markterwartungen von 215.000 verfehlten. Die Zahl der Vorwoche wurde von 208.000 auf 207.000 nach unten revidiert.

Der vierwöchige gleitende Durchschnitt der Erstanträge fiel ebenfalls auf 205.000 von zuvor nach unten revidierten 211.500.

Regionale Fertigungsdaten verbesserten sich ebenfalls, wobei der Empire State Index in den positiven Bereich auf 7,7 von -3,7 stieg, während die Philadelphia Fed-Umfrage auf 12,6 von -8,8 kletterte.

Weitere Unterstützung kam von vorsichtigen Äußerungen der Fed-Vertreter. Der Präsident der Chicago Fed, Austan Goolsbee, sagte, dass er weiterhin damit rechnet, dass die Fed in diesem Jahr die Zinssätze senken wird, betonte jedoch, dass eingehende Daten benötigt werden, um diese Prognose zu bestätigen, und fügte hinzu, dass die Zinsen "noch erheblich sinken können", wenn es eindeutige Beweise dafür gibt, dass die Inflation zurückgeht.

Separat sagte der Präsident der Atlanta Fed, Raphael Bostic, dass die Fed die Politik restriktiv halten müsse, da die Inflation weiterhin zu hoch sei, und fügte hinzu, dass Preisdruck bis 2026 anhalten könnte, auch wenn er erwartet, dass das Wachstum über 2% bleibt.

In Japan belastet politische Unsicherheit weiterhin die Stimmung, nachdem Berichte bekannt wurden, dass Premierministerin Sanae Takaichi plant, das Parlament nächste Woche aufzulösen und eine vorgezogene Parlamentswahl einzuberufen.

Gleichzeitig bleiben die Märkte vorsichtig, dass eine anhaltende Yen-Schwäche den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan (BoJ) komplizieren könnte, da die Zentralbank vorsichtig mit der Normalisierung der Politik fortfährt.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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